Es war ein beiläufiger Satz im britischen Radiosender Talksport, der im englischen Fußball seither für Gesprächsstoff sorgt. Hugh Jackman, 57, der Mann hinter der Wolverine-Maske, bestätigte öffentlich, was Insider bereits seit Wochen gemunkelt hatten: Er ist in Gesprächen über den Kauf von Anteilen am englischen Zweitligisten Norwich City.
Was nach einer Randnotiz aus dem Unterhaltungsbetrieb klingt, hat eine sehr konkrete sportliche Dimension — denn sollte der Deal zustande kommen, stünde Jackman plötzlich als direkter Konkurrent seines alten Filmkollegen Ryan Reynolds im Championship-Betrieb.
Jackman und Norwich: Eine Verbindung, die älter ist als Wolverine
Die Wurzeln dieser Geschichte reichen weit zurück. Jackmans Mutter stammt aus Norwich, der ostenglischen Stadt, die für ihre gelb-grüne Fußballtradition bekannt ist. Der Australier besuchte im Laufe der Jahre mehrfach Spiele an der Carrow Road. Eine echte emotionale Bindung also, keine PR-Konstruktion.
Bereits 2010 hatte Jackman die Gelegenheit, beim damals noch finanziell angeschlagenen Klub einzusteigen. Er lehnte ab. Jetzt sieht die Rechnung anders aus — für beide Seiten.
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„Sehr, sehr interessiert“: Was Jackman selbst sagte
Gegenüber Talksport ließ der Schauspieler wenig Interpretationsspielraum. „Ich bin sehr, sehr interessiert — und derzeit in Gesprächen“, sagte Hugh Jackman. Mehr Details nannte er nicht, auch nicht zur Höhe eines möglichen Investments oder zur angestrebten Beteiligungsquote.
Norwich City selbst hat sich bislang nicht öffentlich geäußert. Der Klub befindet sich in der Championship, der zweiten englischen Liga, und zählt in der Saison 2026/27 zu den Aufstiegskandidaten — zumindest in Jackmans Einschätzung.
Das Duell mit Reynolds: Von „Deadpool and Wolverine“ in die Championship
Ryan Reynolds und Rob McElhenney übernahmen Wrexham AFC im Jahr 2020 für einen symbolisch niedrigen Preis und machten den walisischen Traditionsklub innerhalb weniger Jahre weltbekannt. Drei Aufstiege in Folge seit der Saison 2022/23 später spielt Wrexham inzwischen ebenfalls in der Championship — in derselben Liga, in der auch Norwich antritt.
Die Rivalität wäre damit keine künstlich inszenierte: Jackman und Reynolds teilten sich 2024 die Leinwand in „Deadpool and Wolverine“, Reynolds lud Jackman 2023 sogar persönlich zu einem Wrexham-Spiel ein. Aus dem freundschaftlichen Scherz könnte sportlicher Ernst werden. Jackman traut sowohl Norwich als auch Wrexham in dieser Saison sogar den Aufstieg in die Premier League zu.
Hollywoodstars als Klubbesitzer: Was steckt hinter dem Trend?
Reynolds und McElhenney haben mit Wrexham eine Blaupause geliefert, die weltweit Nachahmer findet. Die Kombination aus globalem Marktzugang, Streaming-Dokumentationen und aufrichtigem sportlichem Ehrgeiz erwies sich als tragfähig — und lukrativ. Der Klub, der 2020 noch in der fünften englischen Liga spielte, ist heute international bekannt.
Für Norwich wäre ein prominenter Investor mit persönlicher Bindung an die Stadt kein reiner Imagetransfer. Der Verein, einst Premier-League-Stammgast, kämpft seit Jahren um eine dauerhafte Rückkehr ins Oberhaus. Externe Mittel und mediale Strahlkraft könnten diesen Weg beschleunigen.
Ob aus Gesprächen ein Deal wird, bleibt vorerst offen
Stand 4. September 2026 laufen die Verhandlungen. Weder Jackman noch Norwich City haben einen Abschluss verkündet, und im Profifußball scheitern solche Gespräche nicht selten an Bewertungsfragen, Mitspracherechten oder regulatorischen Hürden der English Football League. Die EFL überprüft Anteilseigner nach ihren Fit-and-Proper-Kriterien, bevor ein Einstieg offiziell wird.
Was feststeht: Sollte Jackman tatsächlich einsteigen, wäre die Championship ab sofort um ein Kapitel reicher — eines, das in Hollywood seinen Anfang nahm und an der Carrow Road seine Fortsetzung finden könnte.
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