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Vermisstes Mädchen Niederösterreich: Mutter nach 7 Wochen im Grenzgebiet festgenommen

Vermisstes Mädchen Niederösterreich: Mutter nach 7 Wochen im Grenzgebiet festgenommen

Sieben Wochen lang fehlte jede Spur von einem minderjährigen Mädchen, das zuletzt in einem Krankenhaus in Niederösterreich untergebracht war. Seit dem 21. August galt es als abgängig — die Polizei fahndete österreichweit, die Staatsanwaltschaft Krems an der Donau schaltete die europäischen Behörden ein und ließ Lichtbilder von Mutter und Tochter veröffentlichen.

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Nun ist der Fall mit einer unerwarteten Wendung zu Ende gegangen: Am Samstag, dem 10. Oktober, gab die Polizei bekannt, dass beide im Grenzbereich zwischen Deutschland und den Niederlanden aufgegriffen wurden. Wie die Mutter mit ihrer Tochter so lange unentdeckt bleiben konnte und welche strafrechtlichen Konsequenzen ihr nun drohen, ist Gegenstand laufender Ermittlungen.

Sieben Wochen auf der Flucht: Wo Mutter und Tochter gefunden wurden

Die 53-jährige Mutter und ihre minderjährige Tochter wurden im Grenzgebiet zwischen Deutschland und den Niederlanden von den Behörden gestellt. Die österreichische Polizei hatte von Beginn an angenommen, dass sich die beiden gemeinsam an einem Ort aufhalten würden — diese Einschätzung bestätigte sich. Wo genau das Duo die Wochen verbracht hatte und auf welche Weise es die Grenzen überwunden hatte, war zum Zeitpunkt der Meldung noch nicht bekannt.

Die Frau hat laut Polizeiangaben keinen aufrechten Wohnsitz in Österreich, was die Fahndung erheblich erschwert hatte.

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Europäischer Haftbefehl: So lief die internationale Fahndung ab

Die Staatsanwaltschaft Krems an der Donau hatte im Laufe der Fahndung einen Europäischen Haftbefehl ausgestellt. Auf Basis dieses Haftbefehls wurde die 53-Jährige nach dem Aufgriff festgenommen. Parallel dazu hatten die Behörden Lichtbilder der beiden Personen veröffentlicht, um Hinweise aus der Bevölkerung zu erhalten.

Das minderjährige Mädchen selbst wurde nach dem Aufgriff nicht der Mutter überlassen. Es wurde unmittelbar in die Obhut eines Jugendamtes übergeben.

Verdacht der Kindesentziehung: Welche Vorwürfe gegen die Mutter im Raum stehen

Gegen die 53-jährige Frau bestehen zwei schwerwiegende strafrechtliche Vorwürfe. Die Polizei ermittelt wegen:

  • Kindesentziehung — das Entfernen eines Minderjährigen aus der Obhut einer berechtigten Einrichtung oder Person
  • Quälens und Vernachlässigens unmündiger, jüngerer oder wehrloser Personen — ein Tatbestand, der im österreichischen Strafgesetzbuch mit erheblichen Freiheitsstrafen bedroht ist

Die genauen Umstände, die zu diesen Vorwürfen geführt haben, wurden von den Behörden bislang nicht öffentlich gemacht. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Krems an der Donau laufen weiter.

Mädchen in Krankenhausbetreuung: Was vor dem Verschwinden bekannt ist

Das Mädchen war in einem Krankenhaus untergebracht, als es am 21. August spurlos verschwand. Unter welchen Umständen es die Einrichtung verlassen hatte und welche Rolle die Mutter dabei gespielt haben soll, ist Teil der laufenden Untersuchung. Die Polizei hatte nach dem Verschwinden sofort eine Fahndung eingeleitet und war dabei von der Annahme ausgegangen, dass Mutter und Tochter gemeinsam unterwegs sind.

Diese Einschätzung erwies sich als zutreffend — und beschleunigte letztlich den Fahndungserfolg über Staatsgrenzen hinweg.

Was nach der Festnahme folgt: Auslieferung und weiteres Verfahren

Nach der Festnahme im deutsch-niederländischen Grenzgebiet auf Grundlage des Europäischen Haftbefehls steht als nächster Schritt die Auslieferung der 53-Jährigen nach Österreich im Raum. Über den genauen Zeitplan und das weitere Vorgehen hat die Staatsanwaltschaft Krems an der Donau bislang keine Angaben gemacht. Offen bleibt auch, in welchem Zustand das Mädchen angetroffen wurde und welche Betreuungsmaßnahmen das zuständige Jugendamt nun einleitet.

Ob die Frau in Untersuchungshaft überstellt wird oder zunächst im Ausland verbleibt, hängt vom Verlauf des Auslieferungsverfahrens ab — ein Prozess, der je nach Rechtslage im betroffenen Staat mehrere Wochen dauern kann.

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