Es war der 11. Oktober 2026, Abend in Miami, und das Chase Stadium hatte eine Antwort verdient. Zehn Spieltage lang hatte Inter Miami gewartet, gezittert, nur einen einzigen Sieg geholt. Dann betrat Lionel Messi den Rasen – und die Partie gegen DC United war innerhalb weniger Minuten entschieden.
Nur vier Tage nach seinem emotionalen Abschiedsspiel im Trikot der argentinischen Nationalmannschaft zeigte der 39-jährige Superstar, dass er in der MLS immer noch eine andere Kategorie verkörpert. Doppelpack, klares 4:0, und eine Tabellensituation, die für Miami plötzlich wieder rosig aussieht. Doch nicht nur das interessiert österreichische Fans: ÖFB-Legionär Hannes Wolf traf bei New York City FC ebenfalls – und verlor trotzdem.
Messis Doppelpack: Tor Nummer 22 und 23 in einer Saison
Beide Treffer Messis trugen seine persönliche Handschrift: präzise, unaufgeregt, entscheidend. Mit dem Doppelpack hält er nun bei 23 Saisontoren und führt die Torschützenliste der MLS damit deutlich an. Luis Suárez, sein langjähriger Weggefährte aus gemeinsamen Tagen beim FC Barcelona, trug ebenfalls zwei Tore zum Kantersieg bei.
Für Inter Miami kam der Erfolg in einem denkbar günstigen Moment. Hätte die Mannschaft verloren, wäre sie auf Rang fünf der Eastern Conference zurückgefallen. Stattdessen verteidigte das Team mit dem 4:0 den zweiten Platz – direkt hinter Nashville SC, das auswärts bei Austin ebenfalls keine Gnade kannte und sich 4:1 durchsetzte.
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Der schwache Saisonstart: Warum Miami diesen Sieg dringend brauchte
Zehn Partien, ein Sieg – diese Bilanz vor der Länderspielpause hatte in Miami für Unruhe gesorgt. Das ist keine Kleinigkeit für einen Klub, der in den vergangenen Jahren zur Marke geworden ist, nicht zuletzt durch den Namen auf dem Trikot. Nun meldete sich die Mannschaft mit einer der überzeugendsten Leistungen der laufenden Saison zurück.
Ob der Schwung anhält, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Die Play-off-Plätze in der Eastern Conference sind dicht besetzt, Nashville SC sitzt an der Tabellenspitze fest. Miami braucht Konstanz – und Messi in dieser Form.
Wolf glänzt mit Schlenzer: Österreichs MLS-Legionär trifft zum sechsten Mal
Während Miami feierte, spielte Hannes Wolf in Chicago. Der ehemalige Salzburg-Profi traf für den New York City FC beim Auswärtsspiel gegen Chicago Fire mit einem sehenswerten Schlenzer zur Führung – sein sechster Saisontreffer in der MLS. Technisch anspruchsvoll, platziert, genau der Typ Tor, der in Österreich für Schlagzeilen sorgt.
Doch für einen Punktgewinn reichte es nicht. Chicago Fire drehte die Partie und gewann am Ende 2:1. Wolf wurde in der 82. Minute ausgewechselt und musste die Niederlage von der Bank aus verfolgen – ein bitteres Nachspiel nach einem persönlich starken Auftritt.
Eastern Conference: So eng ist die Tabellensituation wirklich
Die Tabelle der Eastern Conference zeigt, wie wenig Platz für Fehler bleibt. Nashville SC führt, Inter Miami liegt auf Rang zwei. Dahinter drängen mehrere Teams auf die begehrten Play-off-Plätze. Für New York City FC – Wolfs Arbeitgeber – bedeutet die Niederlage in Chicago weiteren Druck im Rennen um die Postseason.
Für österreichische Fans liefert die MLS dieser Tage gleich zwei Erzählstränge: den globalen Superstar Messi, der mit 39 Jahren noch immer Tore schießt als wäre es das Selbstverständlichste der Welt, und den heimischen Legionär Wolf, der sich Woche für Woche in einer der härtesten Fußballligen der Welt behauptet.
Wie Messi und Wolf die MLS-Herbstsaison 2026 prägen
Die MLS-Saison 2026 nähert sich ihrer entscheidenden Phase. Folgende Fakten zeigen den aktuellen Stand der beiden österreichisch relevanten Akteure im Überblick:
- Lionel Messi, Inter Miami: 23 Saisontore, Tabellenführer der MLS-Torschützenliste
- Inter Miami: Platz 2 in der Eastern Conference hinter Nashville SC
- Hannes Wolf, New York City FC: 6 Saisontore, ausgewechselt in der 82. Minute gegen Chicago Fire
- New York City FC: Niederlage 2:1 gegen Chicago Fire
- Nashville SC: Auswärtssieg 4:1 gegen Austin, Führung in der Eastern Conference
Für Miami geht es nun darum, die Leistung gegen DC United zu bestätigen. Der nächste Auftritt wird zeigen, ob die Mannschaft die Kurve wirklich gekriegt hat – oder ob der 4:0-Abend nur eine Ausnahme war.
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