München, 1. Oktober 2026. 68.121 Zuschauer in der Allianz Arena sahen ein DFB-Team, das man in den vergangenen Wochen kaum wiedererkennen wollte. Gegen die Niederlande hatte es gereicht für ein 1:1, gegen Griechenland setzte es eine 0:1-Niederlage – der Start unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp war alles andere als berauschend.
Dann kam Serbien, und plötzlich war das Deutschland, das Klopp sich vorstellt: dominant, torgefährlich, effizient. Am Ende stand ein verdienter 2:0-Sieg in der Nations League – der erste Dreier unter dem neuen Cheftrainer. Doch was steckte wirklich dahinter?
Erster Sieg unter Klopp: Was sich gegen Serbien verändert hat
23 Torschüsse, zwölf Eckbälle – die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Das DFB-Team war über weite Strecken überlegen und ließ kaum ernsthafte Gegengelegenheiten zu. Genau das hatte in den ersten beiden Spielen gefehlt: die Fähigkeit, eine Leistung über 90 Minuten aufrechtzuerhalten.
Klopp reagierte auf die Kritik der vergangenen Wochen auf seine ganz eigene Weise – er veränderte seine Startelf auf allen elf Positionen. Ein Paukenschlag, der selten vorkommt, aber in diesem Fall offenkundig aufging.
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Kompletter Umbau: Gnabry als Kapitän, Urbig im Tor, Scherhant als Auffälliger
Unter den Neuaufstellungen stach besonders Jonas Urbig hervor – ein Torhüter, der bislang selten zum Einsatz gekommen war und nun sein Debüt im Nationaltrikot feierte. Auch der Offensivspieler Derry Scherhant vom SC Freiburg stand von Beginn an auf dem Platz und machte auf sich aufmerksam.
Die Kapitänsbinde trug diesmal Serge Gnabry. Im Laufe der Partie wurde zudem Celtic-Legionär Mika Baur eingewechselt – als insgesamt 1.000. Debütant in der Geschichte des Deutschen Fußball-Bundes. Ein historischer Moment, der fast nebenbei passierte.
Tom Bischof trifft in der 39. Minute, Florian Wirtz legt nach
Das erste Tor fiel in der 39. Minute durch Tom Bischof. Es war kein Zufallstreffer, sondern das Ergebnis einer Phase, in der Deutschland das Spiel kontrollierte und Serbien zunehmend unter Druck setzte. Kurz nach der Pause war es Florian Wirtz, der in der 61. Minute den Deckel draufmachte.
Beide Treffer fielen zu Zeitpunkten, die den Serben wenig Raum für eine Aufholjagd ließen. Das 2:0 war in dieser Höhe absolut verdient.
Nations-League-Tabelle: Was das Ergebnis für Deutschland bedeutet
Der Sieg kommt zu einem wichtigen Moment in der Nations-League-Gruppe. Griechenland, der Europameister von 2004, holte am selben Abend gegen die Niederlande nach einem 2:0-Rückstand noch ein 2:2. Das zeigt, wie eng es in dieser Gruppe zugeht – und dass jeder Punktgewinn zählt.
Deutschland meldet sich damit ernsthaft im Titelrennen der Gruppe zurück. Die Aufholjagd nach dem schwachen Start ist eingeleitet, aber noch längst nicht abgeschlossen.
Nächstes Spiel: DFB-Team reist am Sonntag nach Griechenland
Schon am kommenden Sonntag steht für das DFB-Team das nächste Pflichtspiel an – auswärts in Griechenland. Nach dem 2:2 der Griechen gegen die Niederlande trifft Deutschland auf einen Gegner, der Moral und Qualität bewiesen hat.
Ob Klopp erneut auf Rotation setzt oder auf die Bewährten aus dem Serbien-Spiel vertraut, ließ er zunächst offen. Klar ist: Ein weiterer Sieg würde die Tabellenführung in greifbare Nähe rücken – und Klopps Experiment mit dem Komplettumbau endgültig bestätigen.
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