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Rangnick & ÖFB: Stankovic und Hamann liefern am 14. September 2026 scharfe Kritik

Rangnick & ÖFB: Stankovic und Hamann liefern am 14. September 2026 scharfe Kritik

Am Montag, dem 14. September 2026, präsentierte Ralf Rangnick seinen ersten Kader nach dem WM-Aus — und nahm dabei kein Blatt vor den Mund, was die enttäuschenden Leistungen seiner Mannschaft beim Turnier in den USA betrifft. Der Teamchef des Österreichischen Fußball-Bundes räumte offen Fehler ein, zeigte sich mit dem Auftritt seiner Truppe nur bedingt zufrieden.

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Doch nicht nur die Spieler müssen sich Kritik gefallen lassen. Auch Rangnick selbst steht im Fokus — und ausgerechnet zwei Sky-Experten, die in ihrem wöchentlichen Fußball-Podcast regelmäßig Klartext reden, nehmen den deutschen Teamchef jetzt unter die Lupe.

Stankovic lobt Rangnick — und schränkt sofort ein

Marko Stankovic, ehemaliger Profi und aktuell als Sky-Experte tätig, beginnt mit unverkennbarem Respekt. „Aus meiner Sicht ist das ein absoluter Wahnsinnstyp, was seine Karriere betrifft“, sagt Stankovic über Rangnick in seinem Podcast. „Die Red-Bull-Ära in Österreich hat er mehr als nur geprägt. Das waren alles seine Ideen, wie er vorangegangen ist.“

Das Lob hat jedoch einen scharfen Nachsatz. „Beim ÖFB ist es aus meiner Sicht auch gut, aber nicht auf dem Niveau, was er bei den anderen geleistet hat.“ Für Stankovic bleibt eine deutliche Lücke zwischen Rangnicks früheren Erfolgen und dem, was er beim ÖFB bisher tatsächlich auf dem Platz geliefert hat.

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„Sie fressen ihm aus der Hand“ — der Kern des Vorwurfs

Der frühere Fußballer geht ins Detail, und hier wird seine Kritik wirklich greifbar. „Was mir Sorgen macht beim ÖFB ist, dass sie ihm gefühlt aus der Hand fressen. Alles, was Ralf Rangnick möchte, wird umgesetzt“, sagt Stankovic. Damit meint er vor allem den Umgang des Verbandes mit Rangnicks öffentlichen Abwerbungsgeschichten — Bayern München zuerst, dann AC Milan.

„Die Geschichte damals mit Bayern München wurde groß aufgebauscht, auch in seinem Umfeld. Dann ist er derjenige, der sagt: ‚Nein, ich bleibe beim ÖFB.‘ Dann ist er der große Messias“, so Stankovic. Beim WM-Turnier wiederholte sich das Muster mit AC Milan — kurz vor dem ersten Spiel, wohlgemerkt. Stankovics Fazit fällt knapp und deutlich aus: „Wenn ich wirklich beim ÖFB bin und so unbedingt dableiben will, dann höre ich mir die anderen Sachen gar nicht an.“

Hamann rechnet mit Rangnicks Doppelrolle ab

Auch Didi Hamann, langjähriger Bundesliga- und Champions-League-Profi, teilt im gemeinsamen Podcast aus. Sein Kritikpunkt betrifft die Anfangszeit von Rangnicks Engagement beim ÖFB — konkret die parallel weitergeführte Beratertätigkeit bei Manchester United.

„Da habe ich schon gesagt, der ÖFB sollte sich nicht kleiner machen, als er ist. Das ist nicht irgendein kleines Land, die froh sein müssen, dass er da ist“, erklärt Hamann. Der Vorwurf wiegt schwer: „Du kannst von den Spielern nicht hundertprozentigen Einsatz fordern, wenn du selber nicht dazu in der Lage bist, weil du noch andere Tätigkeiten hast.“ Österreich verdiene volle Konzentration — und die habe Rangnick nicht immer geliefert.

Rangnick als Meister des Marketings — oder doch mehr?

Stankovic formuliert einen Verdacht, der in der österreichischen Fußballöffentlichkeit durchaus breit diskutiert wird. Rangnick betreibe „teilweise fantastisches Marketing“ — das Bild des begehrten Trainers, der trotz Topangeboten loyal beim kleinen ÖFB bleibt, komme gut an. Doch Stankovic stellt die entscheidende Frage: Wie viel davon ist echte Überzeugung, wie viel bewusstes Statusaufbauen?

„Wenn man diese Geschichte verfolgt, dann ist es ein Aufbauen seines Status, ohne auf dem Platz die Antwort zu geben“, sagt Stankovic unmissverständlich. Der Beweis muss letztlich auf dem Rasen erbracht werden — und der steht noch aus.

Nations League als erste Bewährungsprobe nach der WM

Mit dem neuen Kader, den Rangnick am 14. September 2026 vorgestellt hat, steht nun die anstehende Nations League im Mittelpunkt. Die Partie gegen Deutschland — nach Rangnicks eigenen Worten hätte Österreich dort Chancen gehabt — bleibt ein Maßstab, der die Debatte nicht verstummen lässt.

Ob Rangnick die Kritik von Stankovic und Hamann sportlich beantworten kann, wird sich in den kommenden Wochen zeigen — und der ÖFB wird genau beobachtet werden, ob er weiterhin jeden Wunsch seines Teamchefs erfüllt oder beginnt, klare Erwartungen zu formulieren.

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