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Transitrouten A9 bis A13: Wo Autofahrer am 3.-Oktober-Wochenende mit Stau rechnen müssen

Transitrouten A9 bis A13: Wo Autofahrer am 3.-Oktober-Wochenende mit Stau rechnen müssen

An der Mautstelle St. Michael im Lungau kennt man das Bild: Kolonnen von Fahrzeugen mit deutschen Kennzeichen, Kinder, die auf Raststättentoiletten warten, Urlauber mit dem Ziel Kroatien oder Südtirol auf der Rückbank. Was sich dort an gewöhnlichen Sommerwochenenden abspielt, droht sich in den ersten Oktobertagen zu wiederholen — diesmal ausgelöst durch eine ungewöhnliche Kombination aus Feiertag und Schulferien.

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Wegen des Tags der Deutschen Einheit am 3. Oktober und dem gleichzeitigen Start der zweiwöchigen Herbstferien in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland rechnet die ASFINAG mit einem deutlich erhöhten Reiseverkehr durch Österreich. Die Frage ist nicht ob es eng wird — sondern wo genau und wie lange.

Warum das Wochenende rund um den 3. Oktober besonders kritisch ist

Der Tag der Deutschen Einheit ist in ganz Deutschland ein gesetzlicher Feiertag. Er schafft regelmäßig lange Wochenenden, die viele Familien für Reisen in den Süden nutzen. Gleichzeitig starten in drei deutschen Bundesländern die Herbstferien, was die Reisewelle noch verstärkt.

Viele Urlauber wählen die klassische Transitroute durch Österreich Richtung Adria oder Südtirol. Das bedeutet: erhöhtes Verkehrsaufkommen auf genau jenen Strecken, die auch ohne Ferienverkehr zu den meistbefahrenen des Landes zählen.

A9, A10, A11, A12, A13: Diese Strecken trifft es am härtesten

Die ASFINAG erwartet Verzögerungen vor allem auf den großen Nord-Süd-Routen. Besonders betroffen sind laut der Autobahnbetreiberin folgende Strecken:

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  • A9 Pyhrn Autobahn — wichtige Verbindung von Norden Richtung Graz und weiter nach Slowenien; Grenzübergang Spielfeld ebenfalls betroffen
  • A10 Tauern Autobahn — Nadelöhr St. Michael im Lungau mit der dortigen Mautstelle gilt als klassischer Staupunkt
  • A11 Karawanken Autobahn — Staugefahr vor dem Karawankentunnel Richtung Slowenien
  • A12 Inntal Autobahn — Großraum Innsbruck als Engstelle, dazu Grenzkontrollen bei Kufstein
  • A13 Brenner Autobahn — Bereich vor der Luegbrücke, wo derzeit zwei Fahrstreifen je Fahrtrichtung zur Verfügung stehen

Auf der Luegbrücke gilt für schwere Fahrzeuge eine Sonderregel: Lkw, Busse und schwere Gespanne müssen den linken Fahrstreifen benutzen. Autofahrer sollten die Beschilderung dort besonders aufmerksam beachten.

Grenzkontrollen verlängern die Wartezeiten zusätzlich

Neben dem reinen Reiseverkehr kommen bestehende Grenzkontrollen als Verzögerungsfaktor hinzu. Bei der Einreise nach Österreich sind laut ASFINAG vor allem vier Übergänge betroffen: Nickelsdorf auf der A4, Kittsee auf der A6, Spielfeld auf der A9 sowie der Karawankentunnel auf der A11.

Wer in Richtung Deutschland unterwegs ist, muss ebenfalls mit Kontrollen rechnen — konkret bei Kufstein auf der A12, am Walserberg auf der A1 und bei Suben auf der A8. Wer am Wochenende eine längere Fahrt plant, sollte daher deutlich mehr Zeit einrechnen und vor der Abfahrt einen Blick auf die aktuelle Verkehrslage werfen.

AT-Alert am Samstag: Handy-Alarm zwischen 12 und 13 Uhr

Wer am Samstag gerade auf einer der betroffenen Autobahnen unterwegs ist, erlebt noch ein zusätzliches Ereignis: Zwischen 12 und 13 Uhr findet in ganz Österreich der jährliche Zivilschutz-Probealarm statt. Dabei werden nicht nur die Sirenen getestet, sondern auch Warnmeldungen über das AT-Alert-System direkt auf Mobiltelefone verschickt.

Abhängig von der jeweiligen Alarmstufe kann ein deutlich hörbarer Warnton ausgelöst werden — auch dann, wenn das Handy auf lautlos gestellt ist. Wer gerade am Steuer sitzt, sollte sich davon weder erschrecken noch ablenken lassen. Es besteht keinerlei Gefahr: Die Meldungen und Alarmtöne sind ausschließlich Teil eines planmäßigen Tests der österreichischen Warnsysteme.

Was Reisende jetzt konkret wissen sollten

Die ASFINAG empfiehlt, vor Fahrtantritt die aktuellen Verkehrsmeldungen zu prüfen. Besonders kritische Zeiten sind erfahrungsgemäß der Freitagnachmittag sowie der Samstag- und Sonntagvormittag — also genau jene Zeitfenster, in denen sich Urlauber und Tagesausflügler auf denselben Strecken treffen.

Wer flexibel ist, fährt entweder sehr früh am Morgen oder nach 20 Uhr ab, um die Hauptreisezeiten zu umgehen. An der Mautstelle St. Michael im Lungau empfiehlt sich außerdem ausreichend Bargeld oder eine gültige GO-Box, um Verzögerungen an der Kasse zu vermeiden.

Ob die Kombination aus Feiertag, Ferienstart und Grenzkontrollen tatsächlich zu Rekordstaus führt oder glimpflicher ausgeht als befürchtet, wird sich spätestens am Freitagnachmittag auf der A10 zeigen.

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