Es war eine der lauteren Ankündigungen der jüngeren Schlagergeschichte: Matthias Reim wollte seinen größten Hit, „Verdammt, ich lieb dich“, als Musical auf die Bühne bringen. Rund eineinhalb Jahre ist das inzwischen her. Seither, so lässt der 68-Jährige nun durchblicken, ist an dem Projekt kaum etwas vorangegangen.
Gegenüber der Deutschen Presseagentur fasste Reim den aktuellen Stand in drei Worten zusammen: „Im Moment im Stillstand.“ Was dahintersteckt, ist weniger eine Absage als ein Aufschub — und die Erklärung dafür ist so paradox wie aufschlussreich.
„Im Moment im Stillstand“: Was Reim selbst über das Musical-Aus sagt
Reim macht keinen Hehl daraus, dass das Projekt schlicht zu kurz gekommen ist. „Da musst du dich mit Herzblut drum kümmern“, sagte er laut einem Bericht von Bunte.de gegenüber der Deutschen Presseagentur. Herzblut ist gerade anderswo gebunden. Die Jubiläumstour, die anlässlich von 35 Jahren Bühnenkarriere aufgelegt wurde, entwickelte sich umfangreicher und erfolgreicher als ursprünglich geplant — ein Luxusproblem, das den Musical-Plänen die Luft nimmt.
Parallel dazu arbeitet Reim an neuer Musik. Noch in dieser Woche erscheint ein neues Album — ein Releasefrequenz, die kaum Raum für die aufwendige Planung lässt, die ein Musical verlangt.
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„Verdammt, ich lieb dich“ als Musical: Was aus dem Projekt wird
Ganz begraben ist die Idee nicht. Reim wird im November 69 Jahre alt und denkt erkennbar nicht daran, kürzer zu treten. Er selbst deutete an, dass er 2028 mehr Zeit für das Musical-Projekt haben könnte — „wahrscheinlich in 28″, sagte er. Damit schiebt er das Vorhaben um mindestens zwei Jahre nach hinten.
Der Stoff hat Potenzial: „Verdammt, ich lieb dich“ aus dem Jahr 1990 gehört zu den meistverkauften deutschsprachigen Singles aller Zeiten. Als Musical hätte das Stück ein eingebettetes Publikum — Fans, die den Song seit Jahrzehnten kennen. Eben deshalb dürfte die Erwartungshaltung auch besonders hoch sein.
Jubiläumstour als Grund: 21 Konzerte allein 2027
Die Tournee, die den Musical-Plänen so viel Energie entzieht, ist keine gewöhnliche. Reim tourt im Jubiläumsjahr durch deutschsprachige Städte, und die Nachfrage übertraf offenbar alle internen Erwartungen. Für 2027 sind bereits 21 weitere Konzerte geplant. Den Auftakt macht am 20. Mai 2027 die Freiheitshalle in Hof an der Saale.
Der Terminkalender spricht eine klare Sprache: Wer 21 Konzertabende bespielt, Studioarbeit leistet und dabei eine Produktion in der Komplexität eines Musicals vorantreiben soll, muss an einer dieser drei Fronten Abstriche machen. Reim hat sich entschieden — vorerst zugunsten der Bühne und des Albums.
Neue Musik statt großer Bühne: Das Album erscheint noch diese Woche
Dass Reim keineswegs in den Rückzug geht, zeigt der unmittelbar bevorstehende Albumrelease. Neue Musik, Tournee, Verkauf seiner Villa am Bodensee — der Schlagerstar hält sämtliche Fäden gleichzeitig in der Hand. Es ist ein Pensum, das mancher Jüngere scheuen würde.
Mit fast 69 Jahren gibt Reim damit ein Signal, das über sein eigenes Projekt hinausweist: Der Rückzug aus dem Musikbetrieb steht für ihn nicht zur Debatte. Auch ein Musical-Debüt mit 70 sei für ihn denkbar, machte er deutlich.
Was Fans jetzt wissen müssen: Kein Musical vor 2028
Wer auf Eintrittskarten für ein „Verdammt, ich lieb dich“-Musical gehofft hat, muss sich gedulden. Nach aktuellem Stand ist frühestens 2028 mit einer Wiederaufnahme der Planungen zu rechnen — vorausgesetzt, Tour und Studioproduktionen lassen dann tatsächlich Spielraum. Reim selbst hat keine konkreten Produktionspartner oder Spielorte genannt.
- Musical-Projekt: derzeit auf Eis, früheste Wiederaufnahme laut Reim 2028
- Grund: Jubiläumstour mit 21 Konzerten allein 2027, dazu neues Album
- Tourstart 2027: 20. Mai, Freiheitshalle Hof an der Saale
- Neues Album: Erscheint noch diese Woche
- Reim wird im November 2026 69 Jahre alt
Ob 2028 tatsächlich das Jahr wird, in dem „Verdammt, ich lieb dich“ erstmals auf einer Theaterbühne erklingt, bleibt offen — Reim selbst formulierte es als Wunsch, nicht als Versprechen.
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