Wissenswertes

Sturm Graz gegen Rennes: Wie ein 0:0 im Liebenauer Stadion zum Achtungserfolg in der Europa League wurde

Sturm Graz gegen Rennes: Wie ein 0:0 im Liebenauer Stadion zum Achtungserfolg in der Europa League wurde

16. September 2026, kurz nach 22 Uhr im Liebenauer Stadion: 13.000 Zuschauer erlebten, wie Simon Seidl den Ball in der 84. Minute wuchtig ins kurze Eck zog — und Brice Samba im Tor von Stade Rennes mit einer Glanzparade antwortete. Wenige Augenblicke später rauschte eine Doppelchance durch Seidl und Paul Koller in der Nachspielzeit (90.+3) ungenutzt vorbei. Der Sensationssieg blieb aus. Das Endresultat: 0:0.

Artikel teilen

XRedditLinkedIn

Sturm Graz, Österreichs Vizemeister, empfing zum Auftakt der Europa-League-Ligaphase den Tabellendritten der Ligue 1 — und machte dem Favoriten aus der Bretagne das Leben deutlich schwerer als erwartet. Wie nah die Grazer an einem historischen Sieg tatsächlich waren, zeigt ein Blick auf die Schlüsselszenen dieser 90 Minuten.

Ingolitsch rotiert auf vier Positionen — und schickt Kiteishvili in die Tribüne

Trainer Fabio Ingolitsch veränderte seine Startelf gegenüber dem 2:1-Erfolg gegen Meister LASK auf vier Positionen. Stürmer Belmin Beganovic ersetzte den verletzten Seedy Jatta, Toptalent Luca Weinhandl rückte ins Mittelfeld, Paul Koller und Luis Balbo verstärkten die Defensive — Sturm stellte auf eine Fünferkette um.

Kapitän Jon Gorenc Stankovic saß nur auf der Bank. Star-Spieler Otar Kiteishvili fehlte im Kader gänzlich: Belastungssteuerung, wie der Klub kommunizierte. Rennes trat beinahe in Bestbesetzung an — einzige Ausnahme war Mittelfeld-Taktgeber und Kapitän Valentin Rongier, der zunächst ebenfalls auf der Ersatzbank Platz nahm.

Neueste Beiträge

Mehr zum Lesen

Neues aus der Redaktion
01Messerangriff Bad Vöslau: Wie ein Polizist am 16. September 2026 einen 39-Jährigen erschoss02Neumond Astrologie: 7 Verhaltensweisen, die du besser vermeidest03Gunkl-Geständnis: Wie Günther Paal mit einem Video die Öffentlichkeit schockierte

Zwei Treffer, die nicht zählten: Thomasson in Minute 8, Koller in Minute 37

Ausgerechnet Rongiers Vertreter Adrien Thomasson brachte Rennes in der achten Minute vermeintlich in Führung — nach einem Corner schloss er erfolgreich ab, doch der Treffer zählte wegen eines vorangegangenen Handspiels nicht. Esteban Lepaul knallte kurz darauf aus fünf Metern drüber (13.) und scheiterte in der 30. Minute an Torhüter Daniil Khudyakov im Grazer Gehäuse.

Sturm zog sich in dieser Phase zurück und überließ dem Ligue-1-Dritten das Kommando. Bis zur 37. Minute: Paul Koller traf zum vermeintlichen 1:0, doch auch dieser Treffer zählte nicht — Jakob Peter Hödl stand in der Entstehung im Abseits und griff ins Spiel ein. Weinhandl versuchte es unmittelbar darauf mit einem Abschluss, Samba im Rennes-Tor hielt (38.). Auf der Gegenseite stand Lepaul vor seinem Sololauf kurz vor der Pause selbst im Abseits (45.+2) — und wäre an Khudyakov ohnehin gescheitert.

Hödl und Seidl vergeben die Sensation: Die verpassten Chancen der zweiten Halbzeit

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Rennes den Druck. Lepaul schloss zweimal gefährlich ab (54., 56.), Khudyakov parierte gegen Ludovic Blas mit dem Fuß — Lepaul vergab den Nachschuss (61.). Den wuchtigen Abschluss von Joker Rongier, der nach seiner Einwechslung sofort Akzente setzte, musste Khudyakov in der 77. Minute ebenfalls entschärfen.

Sturm aber konterte. Jakob Peter Hödl, über weite Strecken der auffälligste Grazer, schloss in der 57. Minute aus der Drehung ab und brachte Samba erstmals wirklich in Verlegenheit. In der 70. Minute verzog Hödl knapp. Dann kam Seidl: Sein Schuss ins kurze Eck in der 84. Minute war platziert — Samba war wieder zur Stelle. Der anschließende Corner brachte Koller nicht mehr zum Abschluss (85.).

Khudyakov hält Rennes auf Distanz: Wie der Grazer Keeper das 0:0 sicherte

So sehr die Offensivakteure von Sturm für Aufsehen sorgten, so unverzichtbar war Torhüter Daniil Khudyakov für das Ergebnis. Der Schlussmann parierte in der ersten Halbzeit entscheidend gegen Lepaul, wehrte nach dem Wechsel mehrfach in höchster Not ab und hielt die Null bis in die Nachspielzeit sauber.

Auf Rennes-Seite agierte Samba nicht weniger konzentriert: Drei Mal verhinderte er in der zweiten Halbzeit den Sturm-Führungstreffer — gegen Hödl zweimal und gegen Seidl einmal. Zwischen den beiden Torhütern entschied sich letztlich, dass aus einem möglichen Grazer Coup ein verdientes Remis wurde.

Achtungserfolg für Österreichs Vizemeister: Was das 0:0 für die Europa League bedeutet

Für Sturm Graz ist das tolose Remis gegen den Ligue-1-Dritten ein solider Auftakt in die Ligaphase der Europa League. Als Vizemeister Österreichs einem der renommiertesten französischen Klubs dieser Saison keinen einzigen Treffer zu erlauben — und selbst zweimal knapp am Siegestreffer vorbeizuschrammen — ist mehr als eine bloße Pflichterfüllung.

Der zweite Spieltag der Europa-League-Ligaphase wartet nach der anstehenden Länderspielpause: Am 15. Oktober gastiert Sturm Graz auswärts in Bournemouth — ein weiteres Duell, das auf dem Papier klar zugunsten des englischen Klubs ausgeht, nach dieser Leistung aber offen ist.

Artikel teilen

4 Min. Lesezeit

XRedditLinkedIn

Ihre Meinung hilft uns

War dieser Artikel lesenswert?

Das Gespräch geht weiter

Kommentare

Mitdiskutieren

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Mitdiskutieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Scroll to Top