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Laimer-Reservistenrolle im DFB-Pokal: Wie Bayern München gegen Osnabrück fast eine Blamage kassierte

Laimer-Reservistenrolle im DFB-Pokal: Wie Bayern München gegen Osnabrück fast eine Blamage kassierte

Fünfte Minute, Münchner Allianz Arena — und plötzlich lag der deutsche Rekordmeister hinten. Robin Meißner, Stürmer des Drittligisten VfL Osnabrück, hatte die Bayern kalt erwischt und seinen Klub früh in Führung gebracht. In den Rängen herrschte betretene Stille, wo man eigentlich einen ungefährdeten Pflichtaufgabe-Abend erwartet hatte.

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Gut zehn Minuten lang roch es tatsächlich nach einer der seltenen DFB-Pokal-Sensationen. Dass Bayern München am 2. September 2026 am Ende doch mit 4:1 gewann, täuscht über eine lange Phase der Unsicherheit hinweg — und über die Statistenrolle des österreichischen Nationalspielers Konrad Laimer, der 87 Minuten lang nichts anderes tun konnte als zuschauen.

Osnabrücks Blitzstart: Wie ein Drittligist Bayern schockierte

Robin Meißner brauchte nur fünf Minuten, um den Favoriten aus dem Konzept zu bringen. Der VfL Osnabrück, in der 3. Liga beheimatet und nominell drei Spielklassen unter dem FC Bayern angesiedelt, spielte in dieser Anfangsphase ohne jede Ehrfurcht. Die Münchner fanden keinen Zugriff, die Abwehr wirkte unorganisiert.

Solche Momente sind der Stoff, aus dem Pokal-Legenden entstehen. Diesmal blieb es allerdings beim Versuch.

Kane und Bischof drehen die Partie — doch ein Brustlöser war es nicht

Harry Kane stellte in der 18. Minute auf 1:1, Tom Bischof legte in der 24. Minute nach und brachte Bayern erstmals in Front. Doppelschlag, Führung — auf dem Papier sollte damit die Ordnung wiederhergestellt sein. In der Praxis war die Partie aber noch längst nicht entschieden.

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Bayern kontrollierte das Spiel fortan zwar, ohne jedoch zu überzeugen. Osnabrück verteidigte diszipliniert und ließ kaum klare Chancen zu. Der Aufstieg blieb bis in die Schlussphase offen.

Olise und Kanes Elfmeter: Erst spät fiel die Entscheidung

Michael Olise erlöste die Münchner in der 73. Minute mit dem 3:1. Und als Kane in der 86. Minute per verwandeltem Elfmeter auf 4:1 stellte, war der Aufstieg in die zweite DFB-Pokalrunde endgültig gesichert. Die Tore fielen spät — zu spät, um von einem souveränen Auftritt des Favoriten sprechen zu können.

Das Endergebnis wirkte deutlicher als der Spielverlauf es rechtfertigte. Osnabrück hatte über weite Strecken mitgehalten und dem deutschen Rekordmeister alles andere als eine leichte Nacht beschert.

Laimer als Zuschauer: ÖFB-Legionär bleibt ohne Akzente

Für Konrad Laimer war es ein Abend zum Vergessen. Der österreichische Nationalspieler saß 87 Minuten lang auf der Bank, durfte erst wenige Augenblicke vor dem Schlusspfiff eingewechselt werden und blieb erwartungsgemäß ohne nennenswerte Aktionen. Dass Laimer in einer Phase, in der Bayern Mühe hatte, nicht zum Einsatz kam, dürfte für Gesprächsstoff in der österreichischen Fußball-Öffentlichkeit sorgen.

Seine Rolle beim Rekordmeister bleibt damit vorerst ungeklärt — zumindest was die Startelf-Ambitionen betrifft.

Bayerns Bilanz nach drei Spielen: 11:3 Tore, aber mit Fragezeichen

Trotz des mühsamen Auftritts kann sich die Saisonbilanz des FC Bayern München sehen lassen. Drei Spiele, drei Siege, ein Torverhältnis von 11:3 — das klingt beeindruckend. Die Art und Weise, wie dieser Abend verlief, lässt aber Raum für Kritik:

  • Rückstand nach fünf Minuten gegen einen Drittligisten
  • Kein wirklicher Doppelpack-Brustlöser trotz früher Führung
  • Entscheidung erst in der 73. und 86. Minute gefallen
  • Laimer über die gesamte reguläre Spielzeit auf der Bank
  • Osnabrück hielt bis zur Schlussphase aktiv dagegen

Ob Vincent Kompany die Defensivprobleme der Anfangsphase intern thematisiert, wird sich in den nächsten Trainingseinheiten zeigen.

Was als nächstes kommt: Laimers Chance bleibt offen

Der FC Bayern steht in der zweiten DFB-Pokalrunde. Für Konrad Laimer stellt sich nun die Frage, wann er erstmals von Beginn an auflaufen darf — und ob der Einsatz gegen Osnabrück als Signal zu werten ist oder lediglich als Rotationsmaßnahme in einer bereits entschiedenen Partie.

Dass Bayern bei aller Dominanz in dieser frühen Saisonphase noch nicht jene Souveränität ausstrahlt, die man vom Rekordmeister erwartet, gibt den kommenden Wochen eine besondere Brisanz — für den Klub ebenso wie für seinen österreichischen Mittelfeldspieler.

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