In der letzten Qualifikationsrunde zur UEFA Women’s Champions League wartete auf den SKN St. Pölten ein Gegner, der in Europa Maßstäbe setzt: Juventus Turin. Im Rückspiel in Italien zeigte die Mannschaft der Niederösterreicherinnen zwar Moral, doch das Ergebnis war nach dem Hinspiel bereits vorgezeichnet.
Alma Aagaard erzielte in der 56. Minute den einzigen Treffer für die „Wölfinnen“ – nachdem Tatiana Pinto die Gastgeberinnen in der 40. Minute in Front geschossen hatte. Das 1:1 war ein Achtungserfolg, reichte aber nicht, um das Wunder zu erzwingen. Denn die entscheidende Frage war längst eine andere: Wie erholt man sich von einem 0:3 aus dem Hinspiel?
Hinspiel in St. Pölten bereits als Vorentscheidung
Juventus hatte im Hinspiel auf eigenem Platz des SKN – also in der NV Arena in St. Pölten – klar mit 3:0 gewonnen. Dieses Ergebnis hängte die Niederösterreicherinnen schon vor dem Rückspiel weit zurück. Ein Weiterkommen hätte einen historischen Kraftakt erfordert.
Mit dem 1:1 im Rückspiel beträgt der Gesamtscore 4:1 für Juventus Turin. Die Italienerinnen steigen damit souverän in die Gruppenphase der UEFA Women’s Champions League auf. Für St. Pölten endet der europäische Traum in dieser Runde.
Aagaards Treffer: Der eine Lichtblick des Abends
Alma Aagaard war es, die in der 56. Minute für den einzigen St. Pöltener Treffer sorgte und damit zumindest punktuell an der Überlegenheit der Turinerin kratzte. Der dänische Stürmer sorgte für den kurzfristigen Gleichstand – ein Moment, der den Fans kurz Hoffnung gab.
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Doch Juventus kontrollierte das Spiel insgesamt zu souverän. Tatiana Pintos Führungstreffer in der 40. Minute war symptomatisch für den Abend: Die Italienerinnen agierten effizient und ließen kaum Räume zu.
St. Pölten: Kein Champions-League-Fußball, aber Europa Cup
Das Aus in der Champions-League-Qualifikation bedeutet für den SKN St. Pölten keinen vollständigen Rückzug aus dem Europapokal. Als Bundesliga-Vizemeisterinnen geht es für die „Wölfinnen“ nun in der 2. Runde des UEFA Women’s Europe Cups weiter. Ein trostloser Trost, aber ein europäischer Bewerb bleibt es dennoch.
Die Auslosung für die 2. Europe-Cup-Runde ist für Freitag um 12 Uhr angesetzt. Dann erfahren die St. Pöltenerinnen, welcher Gegner als nächstes wartet.
Wiener Austria: Das einzige österreichische Team in der Eliteliga
Während St. Pölten scheiterte, schrieben die Frauen der Wiener Austria am selben Abend Geschichte. Mit einem 4:0-Heimsieg gegen Brann Bergen sicherten sie sich die Qualifikation für die Eliteliga der UEFA Women’s Champions League. Austria Wien ist damit das einzige österreichische Team, das es in die Gruppenphase schaffte.
Laut den Statuten des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB) hatten beide Klubs die Möglichkeit, Österreich in der höchsten europäischen Klubebene des Frauenfußballs zu vertreten. Letztlich gelang dies nur einem der beiden.
Was folgt nach dem 2. September 2026 für St. Pölten
Die Niederösterreicherinnen müssen nun rasch umschalten. Folgendes steht in den nächsten Wochen an:
- Freitag, 12 Uhr: Auslosung der 2. Europe-Cup-Runde
- Vorbereitung auf den neuen Gegner im UEFA Women’s Europe Cup
- Fortsetzung der heimischen ÖFB-Frauenliga-Saison als amtierende Vizemeisterinnen
- Analyse des 0:3-Hinspiels zur taktischen Aufarbeitung
Der SKN bleibt damit im Europapokal präsent – wenn auch auf der zweiten Stufe. Dass man über zwei Partien gegen ein Schwergewicht wie Juventus Turin 1 von 6 möglichen Punkten holte, wird intern als Leistungsmaßstab für die Zukunft gelten.
Ob die Austria in der Eliteliga ihrerseits bestehen kann und welchen Weg St. Pölten im Europe Cup einschlägt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen – die Auslosung am Freitag gibt zumindest einen ersten Hinweis auf die Aufgabe, die wartet.
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