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ÖFB-Noten Dublin : Wer in Irland glänzte und wer beim 2:2 komplett versagte

ÖFB-Noten Dublin : Wer in Irland glänzte und wer beim 2:2 komplett versagte

Aviva Stadium, Dublin, 1. Oktober 2026. Österreich lag zur Pause mit 0:2 hinten, die Abwehr hatte gewackelt, zwei Spieler mussten bereits in der Halbzeitpause in die Kabine — darunter jener, der den Elfmeter zum zweiten Gegentor verschuldet hatte. Was folgte, war eine der bemerkenswertesten Aufholjagden des ÖFB-Teams seit Jahren.

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Am Ende stand ein 2:2, erkämpft durch einen Joker, der sein erstes Teamtor erzielte, und einen Angreifer, der den Ausgleich sicherte und beinahe noch das Siegestor erzwungen hätte. Doch wie gut waren die einzelnen Spieler wirklich? Die Noten fallen auseinander wie selten.

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Wiegele und Prass: Die zwei besten Österreicher des Abends

Das Spiel hatte zwei klare Gewinner auf ÖFB-Seite. Tormann Florian Wiegele bekam die Note 2 — bei keinem der beiden Gegentore traf ihn eine Schuld, und in der Schlussphase hielt er den Punkt mit einem Glanzreflex fest.

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Noch besser bewertete die Redaktion Einwechselspieler Alexander Prass, der die Topnote 1 erhielt. Prass brachte bei seinem Kurzeinsatz sofort den nötigen Schwung, wurde mit seinem ersten Teamtor zum 1:2 belohnt und sorgte danach weiter für Gefahr. Ein Auftritt, der Argumente für mehr Einsatzzeit liefert.

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Kalajdzic und Gregoritsch: Das Sturmduo, das die Wende einleitete

Sasa Kalajdzic spielte wider Erwarten durch und erhielt dafür die Note 1–. Der Grund: Ohne direkte Torbeteiligung lief im Angriff fast alles über den großen Verteiler und Zielspieler — eine Leistung, die Statistiken allein nicht erfassen.

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Michael Gregoritsch erzielte den Ausgleich zum 2:2 und verpasste sogar noch knapp den möglichen Siegestreffer. Note 2. Seine Präsenz brachte spürbaren Schwung, wenngleich in mehreren Kontern der Schlussphase der Speed fehlte.

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Wimmer und Mwene: Außenbahn-Bilanz mit Licht und Schatten

Patrick Wimmer leistete mit einem starken Vorstoß über rechts in den Strafraum die Vorarbeit zum Anschlusstreffer — Note 2. Auf der gegenüberliegenden Seite zeigte Phillipp Mwene nach vorne deutlich mehr Aktivität als sein Pendant, doch seine Flanken fanden zu selten die Köpfe von Kalajdzic und Gregoritsch. Note 3.

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Schlager und Schmid: Erst nach der Pause angekommen

Xaver Schlager fand wie die meisten Österreicher erst nach der Halbzeitpause in seinen Rhythmus — Note 3. Romano Schmid hatte in seinen 67 Minuten Einsatzzeit viele Aktionen, nicht alle gelangen, aber immerhin zwei sorgten für echte Gefahr vor dem irischen Tor. Note 3–.

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Die Verlierer des Abends: Seiwald, Affengruber und die wackelige Abwehr

Das schlechteste Zeugnis kassierte Nicolas Seiwald mit der Note 5. Nach starken Auftritten gegen Israel und den Kosovo erlebte er einen gebrauchten Abend schlechthin: Er verschuldete den Elfmeter zum 0:2 und musste zur Pause ausgewechselt werden.

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Ähnlich enttäuschend war David Affengruber, der beim ersten Gegentor ausgetanzt wurde und zur Halbzeit — beim Stand von 0:2 — ebenfalls das Feld räumen musste. Note 4–. Auch Stefan Posch und Carney Chukwuemeka bekamen jeweils die Note 4: Posch war wie die gesamte Abwehr in Halbzeit eins wackelig und brachte gegen die tief stehenden Iren nach vorne zu wenig; Chukwuemeka biss sich in der ersten Hälfte an den gut geordneten Iren die Zähne aus und musste dann ebenfalls vom Feld.

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Lienhart und das Gesamtbild: Ein Punkt, der teuer erkauft wurde

Philipp Lienhart stabilisierte sich in Halbzeit zwei und bekam die Note 3– — er hatte im ÖFB-Team aber bereits deutlich bessere Auftritte gezeigt. Das Gesamtbild des Abends ist gespalten: Eine Mannschaft, die 45 Minuten lang kaum stattfand, rettete sich durch mutige Einwechslungen und individuelle Klasse in ein Remis.

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Ob Teamchef Ralf Rangnick aus dieser Aufholjagd personelle Konsequenzen zieht — vor allem mit Blick auf jene, die zur Pause ausgewechselt wurden — wird sich spätestens beim nächsten Länderspiel zeigen.

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