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Ivanschitz im ORF-Studio: Wie ein Vogel in Dublin für den skurrilsten TV-Moment der Nations League sorgte

Ivanschitz im ORF-Studio: Wie ein Vogel in Dublin für den skurrilsten TV-Moment der Nations League sorgte

Donnerstagabend, Aviva Stadium in Dublin. Österreich liegt zur Halbzeit 0:2 hinten, das Spiel läuft seit 45 Minuten gegen den ÖFB – und ausgerechnet in der Pause trifft es Andreas Ivanschitz auf eine Art, mit der kein Sportexperte rechnet. Ein Vogel hat seine Jacke getroffen. Mitten im Stadion, mitten vor laufenden Kameras.

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Was danach passierte, bescherte den Zuschauern vor den österreichischen TV-Geräten einen Moment, der mit der sportlichen Analyse des Abends herzlich wenig zu tun hatte – und doch auf seine eigene Art unvergesslich blieb.

Der Kommentar, der die Halbzeit stahl

ORF-Kommentator Dietmar Wolff ließ beim Einstieg in die zweite Hälfte keine Zeit verstreichen. Noch bevor die ersten taktischen Einschätzungen ausgetauscht wurden, stellte er die Lage klar: „Andi hat sich von einem Vogel auf die Jacke kacken lassen.“ Gesagt, gelacht – und schon war der skurrilste Satz des Nations-League-Abends in der Luft.

Ivanschitz, einst jüngster Teamkapitän des ÖFB in der Geschichte des österreichischen Fußballs, reagierte so, wie man es von einem erfahrenen Fernsehprofi erwarten würde: Er lachte den Fleck kurz weg und wechselte nahtlos zurück in die Analyse. Unbeeindruckt, professionell – und mit der nötigen Portion Selbstironie.

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Troy Parrott und das ornithologische Zusammentreffen

Was den Moment noch absurder machte: Beide Treffer in der ersten Halbzeit hatte Troy Parrott erzielt – zu Deutsch schlicht: Papagei. Wolff und Ivanschitz hatten also nicht nur einen gefiederten Störenfried in der Pause, sondern auch einen irischen Torjäger mit passendem Namen, der das ÖFB-Team schon zuvor zweimal in die Mangel genommen hatte.

Der dritte „ornithologische Volltreffer“ des Abends, wie das ORF-Duo es intern nennen könnte, sorgte bei den Fans zu Hause für Belustigung – auch weil Ivanschitz den Zwischenfall mit einer Leichtigkeit wegsteckte, die dem Ernst der sportlichen Lage kaum entsprach.

Österreich lag 0:2 hinten – was die Analyse nach 45 Minuten ergab

Ivanschitz‘ Kritik an der ersten Halbzeit fiel trotz des unfreiwilligen Auftakts klar aus. Nach den überzeugenden Nations-League-Siegen gegen Israel und Kosovo – beide Male 3:1 – blieb das ÖFB-Team im dritten Gruppenspiel weit unter seinen Möglichkeiten. Dublin hatte sich für Rot-Weiß-Rot nach 45 Minuten als eine Reise erwiesen, die sich spielerisch kaum gelohnt hatte.

Parrotts Doppelpack ließ wenig Raum für Schönreden. Ivanschitz sprach das aus, was die Zahlen bereits erzählten.

Die Wende in Hälfte zwei: Prass und Gregoritsch drehen das Spiel

Dann kam jener Moment, der den Vogelzwischenfall zur Pause im Nachhinein fast wie ein gutes Omen erscheinen lässt. Österreich kämpfte sich in der zweiten Hälfte zurück. Einwechselspieler Alexander Prass traf in der 72. Minute, fünf Minuten später legte Michael Gregoritsch nach. Endstand: 2:2.

Aus einem scheinbar verlorenen Spiel wurde noch ein Punkt – geholt durch eine Trotzreaktion, die zumindest den Charakter des Teams unterstrich. Ob der Vogel dazu beigetragen hat, darf jeder selbst entscheiden.

Was der Abend für Österreichs Nations-League-Gruppe bedeutet

Mit dem Remis in Dublin bleibt die Ausgangslage in der Nations-League-Gruppe offen. Nach zwei Siegen und nun einem Unentschieden hat das ÖFB-Team Punkte liegen gelassen, die in der Endabrechnung noch Bedeutung bekommen könnten. Wie die Gruppe letztlich ausgeht, entscheidet sich in den kommenden Partien – Ivanschitz wird sie mit Sicherheit wieder am ORF-Mikrofon begleiten, diesmal hoffentlich ohne gefiederte Begleitung.

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