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Figlmüller-Mord Wien: Mutmaßlicher Mafia-Killer sitzt fast 8 Jahre später hinter Gittern

Figlmüller-Mord Wien: Mutmaßlicher Mafia-Killer sitzt fast 8 Jahre später hinter Gittern

Es war drei Tage vor dem Heiligen Abend 2018, als vor dem Wiener Traditionslokal Figlmüller in der Wollzeile Schüsse fielen. Ein 31-jähriger Mafiosi des Kavac-Clans starb noch am Tatort, sein jüngerer Begleiter überlebte knapp. Die Innenstadt war für Stunden ein Tatort — und der Schütze verschwand spurlos.

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Fast acht Jahre lang blieb der Fall eines der aufsehenerregendsten ungelösten Kapitel der Wiener Kriminalgeschichte. Nun berichtet die Kronen Zeitung, dass der mutmaßliche Attentäter tatsächlich in einem österreichischen Gefängnis sitzt — und gleichzeitig auch der verfeindete Clan-Boss schwere Verluste hinnehmen muss.

Der Verdächtige: Ein 32-jähriger Montenegriner mit doppelter Vorstrafe

Beim festgenommenen Mann handelt es sich um einen heute 32-jährigen Montenegriner, der laut Ermittlungsunterlagen im Sommer auf spektakuläre Weise im italienischen Rimini gefasst wurde. Er hatte eine Gesichtsoperation geplant, um sein Aussehen dauerhaft zu verändern — doch kurz vor dem Eingriff zog er in einem unachtsamen Moment einen Vorhang beiseite. Zielfahnder, die ihn bereits im Visier hatten, erkannten sein Gesicht. Der Zugriff folgte unmittelbar.

Bei der Festnahme fanden die Ermittler Bargeld, einen Reisepass und sechs Mobiltelefone. In seiner Heimat Montenegro war der Mann bereits in Abwesenheit wegen eines anderen Tötungsdelikts rechtskräftig zu 40 Jahren Haft verurteilt worden — ein Urteil, das seine Flucht erst erklärbar macht.

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Der Tatort Figlmüller: Was am 21. Dezember 2018 in der Wollzeile geschah

Das Lokal Figlmüller gilt als eine der bekanntesten Wiener Adressen überhaupt, berühmt für sein Wiener Schnitzel und seine Stammgäste aus aller Welt. Dass ausgerechnet dort ein organisiertes Verbrechen mitten im vorweihnachtlichen Treiben vollzogen werden würde, hatten die wenigsten für möglich gehalten. Laut österreichischen Sicherheitsbehörden gehörten beide Opfer dem Kavac-Clan an, einem berüchtigten montenegrinischen Verbrechersyndikat, das in ganz Europa aktiv ist.

Ein Opfer, 31 Jahre alt, starb. Der zweite Mann, sein jüngerer Begleiter, überlebte mit schweren Verletzungen. Die Ermittlungen des Österreichischen Bundeskriminalamts zogen sich über Jahre hin und führten schließlich zu Interpol-gestützten Fahndungsmaßnahmen in mehreren Ländern.

Kavac-Boss Radoje Z.: Luxusautos im Wert von 1,5 Millionen Euro beschlagnahmt

Parallel zur Festnahme des mutmaßlichen Schützen schlägt die Justiz auch beim verfeindeten Kavac-Clan zu. Dessen 43-jähriger Anführer Radoje Z. steht in Österreich seit mehr als drei Jahren auf der offiziellen „Most Wanted“-Liste des Bundeskriminalamts. Ihm wird unter anderem der Schmuggel von 85 Kilogramm Kokain nach Österreich vorgeworfen.

Bei koordinierten Durchsuchungen von Villen und Garagen in der Schweiz wurden nun mehrere Fahrzeuge sichergestellt. Der Gesamtwert der beschlagnahmten Luxusautos — darunter ein gepanzerter Mercedes G 500 sowie weitere Fahrzeuge, die auf die Ehefrau des Gesuchten zugelassen waren — beläuft sich auf 1,5 Millionen Euro. Radoje Z. selbst ist weiterhin flüchtig.

Zwei rivalisierende Clans, ein Tatort: Die Hintergründe des Wiener Mafia-Kriegs

Der Figlmüller-Mord ist kein isoliertes Ereignis. Er steht im Kontext eines blutigen Machtkampfs zwischen zwei montenegrinischen Clans — dem Kavac-Clan und dem Škaljari-Clan — der seit Jahren in mehreren europäischen Ländern ausgetragen wird und Dutzende Menschenleben gefordert hat. Wien gilt dabei laut Einschätzung des Österreichischen Bundeskriminalamts als einer der wichtigsten Umschlagplätze für Drogenlieferungen beider Gruppierungen.

Die Ermittlungen laufen europaweit, koordiniert durch Europol und Interpol. Dass der mutmaßliche Schütze nun in Österreich in Untersuchungshaft sitzt, wertet die Behörde als bedeutenden Durchbruch — auch wenn über den genauen Auslieferungs- beziehungsweise Überstellungsweg offiziell noch keine Angaben gemacht wurden.

Was als Nächstes folgt: Prozess, Auslieferungsanträge und ein weiterhin flüchtiger Boss

Der 32-jährige Verdächtige befindet sich nun in österreichischer Untersuchungshaft. Unklar ist bislang, ob und wann ein Prozess in Wien stattfinden wird oder ob Montenegro einen Auslieferungsantrag stellen wird — angesichts des dort bereits gefällten 40-Jahres-Urteils ist letzteres nicht auszuschließen. Das Österreichische Bundeskriminalamt hat sich zu den laufenden Verfahrensdetails nicht öffentlich geäußert.

  • Tatdatum: 21. Dezember 2018, Wollzeile, Wien 1. Bezirk
  • Todesopfer: 31-jähriger Kavac-Clan-Angehöriger
  • Zweites Opfer: jüngerer Begleiter, überlebte schwer verletzt
  • Festnahme des Verdächtigen: Sommer 2026, Rimini, Italien
  • Vorstrafe in Montenegro: 40 Jahre Haft wegen eines anderen Tötungsdelikts
  • Beschlagnahmungen Schweiz: Luxusfahrzeuge im Gesamtwert von 1,5 Millionen Euro
  • Kavac-Boss Radoje Z., 43: weiterhin flüchtig, auf österreichischer „Most Wanted“-Liste seit über 3 Jahren

Radoje Z. ist nach wie vor auf der Flucht — womit der zentrale Drahtzieher hinter dem Figlmüller-Mord noch immer frei bleibt und die Fahndung der europäischen Behörden unverändert läuft.

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