Minute 91 im Anfield Road. Tottenham hatte gerade das 1:2 aufgeholt, die Partie war wieder offen – da nahm Dominik Szoboszlai den Ball aus gut 25 Metern volley und hämmerte ihn unnachahmlich in die Maschen. Kein Zögern, keine Vorbereitung, einfach nur Vollspann und Netz.
Mit diesem Treffer machte der ungarische Nationalspieler und Ex-Salzburger den Ligacup-Erfolg der Reds perfekt. Liverpool steht nach dem 3:1-Heimsieg gegen Tottenham Hotspur im Achtelfinale des englischen Ligacups – und Szoboszlais Abschluss dürfte noch lange in Erinnerung bleiben. Doch das Spiel selbst war alles andere als ein ruhiger Abend für den Tabellenführer.
Mac Allister und Gakpo legen vor – Gallagher bringt die Spurs zurück
Liverpool startete dominant. Alexis Mac Allister brachte die Reds in der 21. Minute in Führung, nach der Pause erhöhte Cody Gakpo in der 54. Minute auf 2:0. Die Partie schien gelaufen.
Doch Tottenham steckte nicht auf. Conor Gallagher traf zum 1:2 und ließ die Nordlondoner wieder hoffen. Im Anfield wurde es plötzlich unruhig – bis Szoboszlai das letzte Wort hatte.
Das Szoboszlai-Zaubertor in der Nachspielzeit: Volley aus 25 Metern
Was der Ungar in der 91. Minute zeigte, war keine Glücksaktion. Szoboszlai nahm den Ball direkt aus der Luft, ohne abzuwarten, und traf mit einem satten Volley aus rund 25 Metern. Der Ball zischte ins lange Eck – Torwart ohne Chance.
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Für den 24-Jährigen war es ein Tor, wie man es aus dem Training kaum schöner hinbekommt. Der frühere Red-Bull-Salzburg-Spieler bestätigte damit einmal mehr, warum Liverpool in der Vorsaison so viel Geld für ihn investierte.
Tottenham in der Krise: Kein Sieg, kein Tor, Rang 17 in der Premier League
Das Aus im Ligacup ist für Tottenham Hotspur mehr als nur eine weitere Niederlage – es ist ein weiteres Symptom einer handfesten Formkrise. Die Spurs stehen nach vier Premier-League-Spieltagen mit gerade einmal zwei Punkten auf Rang 17.
Noch dramatischer: Tottenham hat in dieser Premier-League-Saison noch kein einziges Tor erzielt. Null Treffer, null Siege. Der Druck auf Trainer und Kader wächst mit jedem Spieltag.
ÖFB-Legionär Affengruber: Fulham zittert sich weiter, er bleibt auf der Bank
Ebenfalls im Einsatz war an diesem Ligacup-Abend Fulham – mit österreichischem Interesse im Gepäck. David Affengruber, ÖFB-Legionär beim Londoner Klub, saß dabei die gesamten 90 Minuten auf der Bank und sah zu, wie seine Mannschaft beim Zweitligisten West Ham United einen 3:2-Auswärtssieg erkämpfte.
Das entscheidende Tor fiel erst in der 78. Minute durch Oscar Bobb. Ein Zittersieg für Fulham, der aber zählt – das Achtelfinale ist gebucht.
Arsenal feiert klaren Erfolg: Youngster Dowman schreibt Geschichte
Keine Zitterpartie dagegen für Arsenal. Der ungeschlagene Premier-League-Spitzenreiter reiste zu Ipswich Town und gewann souverän mit 4:1. Besonders auffällig: Max Dowman traf gleich doppelt und ist damit nun der zweitjüngste Spieler eines Premier-League-Klubs, dem sowohl in der Liga als auch im Ligacup ein Tor gelang.
Noni Madueke und Mikel Merino steuerten die weiteren Treffer bei. Arsenal marschiert in beiden Wettbewerben – und macht damit den Druck auf alle Konkurrenten noch etwas größer.
Ob Tottenham in der Premier League vor dem ersten Saisonsieg steht oder ob die Krise weiter eskaliert, wird sich bereits am nächsten Spieltag zeigen.
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