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Katzen-Baby Stella: Not-OP in Traiskirchen rettet Dreimonate alte Kätzin vor dem Tod

Katzen-Baby Stella: Not-OP in Traiskirchen rettet Dreimonate alte Kätzin vor dem Tod

Es war ein Instagram-Kätzchen, das niemand wirklich wollte. Stellas erste Besitzerin gab das gerade drei Monate alte Tier nach nur einer Woche wieder ab — der Bauch des Tierbabys war ihr zu ungewöhnlich aufgedunsen. Eine Röntgenaufnahme brachte keinen klaren Befund. Das Kätzchen wanderte weiter.

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Beim Tierschutzverein Mödling und Umgebung schlug man sofort Alarm. Stellas Bauch war so massiv aufgebläht, dass die Helfer ihn mit einer verschluckten Melone verglichen. Was zunächst wie ein Wurmbefall aussah, entpuppte sich als lebensbedrohliche Fehlbildung — und die Uhr tickte.

Diagnose in Mödling: Eine Niere auf das 20-Fache angeschwollen

Der Tierarzt stellte zunächst eine Zyste an der Niere als mögliche Ursache in den Raum. Die Wahrheit war noch drastischer. Stella litt laut dem Tierschutzverein Mödling und Umgebung an einer angeborenen Fehlbildung des Harnleiters: Der Urin konnte kaum abfließen, staute sich immer wieder in die Niere zurück — und ließ das Organ auf etwa das 20-Fache seiner normalen Größe anschwellen. Für eine Katze, die erst drei Monate auf der Welt ist, ein kaum vorstellbares Ausmaß.

Die Niere war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zu retten. Eine sofortige Operation war die einzige Chance.

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Not-OP in der Tierklinik Traiskirchen: Eingriff binnen zwölf Stunden

Innerhalb von nur zwölf Stunden nach der Diagnose lag Stella in der Tierklinik Traiskirchen auf dem Operationstisch. Die Chirurgen entfernten die zerstörte Niere vollständig. Für ein so junges und kleines Tier ist ein derartiger Eingriff mit erheblichen Risiken verbunden — doch es gab keine Alternative.

Die Helfer des Vereins zeigten sich im Nachhinein fassungslos darüber, wie lange Stella die Schmerzen offenbar ohne sichtbare Anzeichen ertragen hatte. „Stella muss immense Schmerzen gehabt haben“, berichteten ihre Retter. Davon ließ sich die kleine Kämpferin kaum etwas anmerken: Sie habe gespielt, sei lieb und „überaus verschmust“ gewesen.

Wie Stella die Zeit vor der OP überstand — und was Tierhalter daraus lernen können

Dass Katzen Schmerzen und Unwohlsein oft sehr gut verbergen, ist in der Veterinärmedizin bekannt. Gerade bei jungen Tieren können folgende Warnsignale auf innere Erkrankungen hinweisen:

  • Ungewöhnlich aufgeblähter oder harter Bauch, der sich nicht durch Futter erklären lässt
  • Verändertes Trinkverhalten oder deutlich seltener oder häufiger Harndrang
  • Plötzliche Appetitlosigkeit trotz scheinbar normalen Verhaltens
  • Aufgekrümmte Körperhaltung oder Zurückziehen ohne erkennbaren Grund
  • Deutliche Gewichtsveränderung innerhalb kurzer Zeit

Im Fall von Stella hatte ein erstes Röntgenbild noch keinen eindeutigen Befund geliefert. Erst die gründliche Untersuchung beim Tierschutzverein brachte das wahre Ausmaß ans Licht — ein Hinweis darauf, dass ein zweiter Blick bei unklaren Symptomen entscheidend sein kann.

Stella überlebt — doch die Vereinskasse trägt ein vierstelliges Loch

Die gute Nachricht: Stella überstand den Eingriff gut. Ihre Retter hoffen nun, dass die Samtpfote mit ihrer verbliebenen, gesunden Niere ein langes Katzenleben vor sich hat. Katzen können mit einer einzigen Niere ein vollkommen normales Leben führen, sofern das verbleibende Organ intakt ist.

Die finanzielle Belastung für den Tierschutzverein Mödling und Umgebung ist allerdings erheblich. Operation und Behandlungen kosteten laut Verein einen vierstelligen Betrag in Euro — für einen gemeinnützigen Verein, der auf Spenden angewiesen ist, eine ernsthafte Bürde. Wer Stella und ähnliche Notfälle unterstützen möchte, kann auf folgendes Konto einzahlen:

Tierschutzverein Mödling und Umgebung, IBAN: AT03 3225 0000 0110 7101, Verwendungszweck: Stella.

Was aus Stella nun wird

Der Tierschutzverein Mödling und Umgebung betreut Stella weiterhin und beobachtet ihre Genesung. Ob das Kätzchen bereits ein neues Zuhause gefunden hat oder noch auf Vermittlung wartet, ließ der Verein zunächst offen — die Nachsorge nach einem so schweren Eingriff erfordert Zeit und Geduld, gerade bei einem Tier, das erst am Beginn seines Lebens steht.

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