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Donnarumma-Überfall: Wie der Prozess in Paris drei Jahre später im Chaos versinkt

Donnarumma-Überfall: Wie der Prozess in Paris drei Jahre später im Chaos versinkt

Es war Nacht, als die Männer über das Dach auf den Balkon kletterten. Sie schlugen Fenster ein, drangen in die Wohnung ein und standen plötzlich im Schlafzimmer von Gianluigi Donnarumma. Der Torhüter und seine damals schwangere Partnerin schliefen, als der Albtraum begann. Der Überfall ereignete sich am 21. Juli 2023 in Paris, wo Donnarumma zu dieser Zeit noch das Tor von Paris Saint-Germain hütete.

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Drei Jahre später werden die verstörenden Details dieses Raubüberfalls jetzt vor einem Pariser Gericht aufgearbeitet. Zwei Männer müssen sich für ihre mutmaßliche Beteiligung verantworten — und beide streiten jede Schuld ab. Was in jener Nacht geschah, ist erschütternder, als bislang öffentlich bekannt war.

Der Überfall: Schlagring, Messer und eine schwangere Frau

Laut seiner Zeugenaussage wurde Donnarumma von einem der Einbrecher aus dem Schlaf gerissen. Der Täter soll zunächst „shhh“ gesagt und dem Torhüter anschließend mit einem Schlagring ins Gesicht geschlagen haben. Dann zückte einer der Angreifer ein Messer und forderte: „Die Uhren, die Uhren.“ Donnarumma zeigte den Tätern daraufhin eine Audemars Piguet, die auf seinem Schminktisch lag. Die Einbrecher fesselten ihn und setzten die Bedrohung fort.

Noch erschütternder sind die Schilderungen seiner Partnerin. Sie war zum Zeitpunkt des Überfalls schwanger und musste den Männern Bargeld, eine Cartier-Uhr sowie Schmuck aushändigen. Als die Täter den Code eines Safes verlangten, erklärte sie, diesen nicht zu kennen und dass der Safe leer sei.

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„Sie wurden wütend, weil sie dachten, dass ich lüge“, gab sie später bei den Ermittlern zu Protokoll. Die Situation eskalierte. „Sie zogen mich an den Haaren und einer von ihnen schlug mich auf die Oberschenkel. Ich sagte, dass ich schwanger sei, aber sie machten weiter.“

Wie die Täter die Tat koordiniert haben sollen

Was den Fall besonders brisant macht: Laut Staatsanwaltschaft sollen zwei der Angeklagten den Überfall aus ihren Gefängniszellen heraus koordiniert haben. Beide weisen eine Beteiligung zurück. Ein weiterer Beschuldigter räumte zwar ein, in die Wohnung eingebrochen zu sein, bestreitet jedoch, an Gewalttaten beteiligt gewesen zu sein.

Zwei Mitangeklagte wurden bereits im Juli zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Der aktuelle Prozess betrifft jene Männer, deren Rolle noch nicht abschließend geklärt ist.

Chaos im Gerichtssaal: Richter spricht von „katastrophaler“ Lage

Der Prozess selbst sorgt für Schlagzeilen abseits des eigentlichen Tatvorwurfs. Am Donnerstag eskalierte die Stimmung im Gerichtssaal so stark, dass der vorsitzende Richter die Situation öffentlich als „katastrophal“ bezeichnete. Nach wiederholten Wortgefechten zwischen den Angeklagten und dem Gericht wurden beide Männer aus dem Saal verwiesen. Auch ein Familienmitglied musste den Saal verlassen. Schließlich wurde die Verhandlung unterbrochen.

Donnarumma selbst wird bei dem Prozess nach Berichten nicht persönlich erwartet. Der 27-Jährige hat Paris inzwischen verlassen und steht heute im Tor von Manchester City.

Drei Jahre vergangen: Wo steht der Fall heute?

Der Überfall liegt nun mehr als drei Jahre zurück, doch die juristische Aufarbeitung ist noch nicht abgeschlossen. Der aktuelle Prozess markiert einen weiteren Abschnitt in einem komplexen Verfahren mit mehreren Beschuldigten, unterschiedlichen Tatbeiträgen und — wie der jüngste Gerichtstag zeigte — erheblichen Spannungen zwischen allen Beteiligten.

  • Tatdatum: 21. Juli 2023, Paris
  • Tatort: Privatwohnung Donnarummas; Einbruch über Dach und Balkon
  • Gestohlene Gegenstände: Audemars-Piguet-Uhr, Cartier-Uhr, Bargeld, Schmuck
  • Bereits Verurteilte: 2 Männer, bereits im Juli zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt
  • Aktuell Angeklagte: 2 Männer, bestreiten Beteiligung
  • Donnarummas aktueller Verein: Manchester City

Was der Prozess noch offen lässt

Die Frage, ob und in welchem Ausmaß die beiden noch laufend Angeklagten tatsächlich an dem Überfall beteiligt waren, ist noch nicht beantwortet. Das Gericht muss nach der chaotischen Verhandlung vom Donnerstag zunächst die Ordnung im Saal wiederherstellen, bevor die Beweisaufnahme fortgesetzt werden kann. Wann ein Urteil erwartet wird, ist derzeit offen.

Ob Donnarumma — der inzwischen in Manchester ein neues Kapitel seiner Karriere aufgeschlagen hat — in Paris noch einmal als Zeuge persönlich auftreten wird, bleibt eine der ungeklärten Fragen des Verfahrens.

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