Docemus-Privatschule Gosen: 19-Jähriger tötet Ex-Freundin (18) und Erzieher (30)

Am Donnerstag, dem 28. August 2026, ist an der Docemus-Privatschule in Gosen-Neu Zittau in Brandenburg das Unvorstellbare geschehen. Ein 19-jähriger Deutscher soll inmitten des laufenden Schulbetriebs seine 18-jährige Ex-Freundin getötet haben — kaltblütig, am helllichten Tag, auf dem Schulgelände, das die junge Frau täglich betrat.

Dabei blieb es nicht. Ein 30-jähriger Erzieher versuchte offenbar, die Bluttat zu verhindern — und bezahlte diesen Mut mit dem Leben. Nun stellt sich die Frage, wie weit die Ermittlungen reichen und was der Verdächtige, der seither eisern schweigt, zu verbergen hat.

Beziehungstat in Gosen-Neu Zittau: Was am Donnerstag geschah

Nach dem aktuellen Ermittlungsstand griff der 19-Jährige auf dem Gelände der Docemus-Privatschule in der Brandenburger Gemeinde Gosen-Neu Zittau seine ehemalige Freundin an und tötete sie. Die 18-Jährige war Schülerin an jener Schule. Der genaue Ablauf der Tat wird noch rekonstruiert.

Der 30-jährige Erzieher, ein Mitarbeiter der Einrichtung, griff in die Auseinandersetzung ein. Er soll versucht haben, den Angreifer aufzuhalten. Dabei erlitt er tödliche Verletzungen. Beide Opfer — die Schülerin und der Erzieher — starben noch am Tatort.

Erzieher versuchte, die 18-Jährige zu retten — und überlebte es nicht

Das Eingreifen des 30-Jährigen gilt den Ermittlern als gesichert. Er habe sich dem Angreifer in den Weg gestellt, um das Mädchen zu schützen, hieß es aus Ermittlerkreisen. Diese Gegenwehr kostete ihn das Leben.

Die Polizei nahm den 19-jährigen Deutschen noch am selben Tag fest. Widerstand leistete er bei der Festnahme keinen. Vorstrafen waren laut den Behörden bis dato nicht bekannt — er sei bisher nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten.

Verdächtiger schweigt: Staatsanwaltschaft Frankfurt an der Oder stellt Haftantrag

Am Freitag, dem 29. August 2026, teilte die Staatsanwaltschaft Frankfurt an der Oder mit, dass gegen den 19-Jährigen Haftantrag gestellt wurde. Dem Tatverdächtigen werden demnach zwei Morde aus niedrigen Beweggründen vorgeworfen — das ist der schwerste Tatbestand im deutschen Strafgesetzbuch, der lebenslange Freiheitsstrafe vorsieht.

Zur Tatmotivation äußerte sich der Beschuldigte gegenüber den Behörden bislang nicht. Er schweigt vollständig. Über den Haftantrag muss nun ein Ermittlungsrichter entscheiden.

Beziehungstat als Hintergrund: Was die Ermittler bislang wissen

Die Ermittler gehen von einer sogenannten Beziehungstat aus — einem Verbrechen, dessen Wurzeln in der früheren romantischen Beziehung zwischen Täter und Opfer liegen. In Österreich und Deutschland zählen solche Taten, die sich häufig im familiären oder partnerschaftlichen Umfeld ereignen, zu den am schwierigsten zu verhindernden Gewaltformen.

Die folgenden gesicherten Eckdaten fasst die Staatsanwaltschaft Frankfurt an der Oder zusammen:

  • Tatort: Docemus-Privatschule, Gosen-Neu Zittau, Brandenburg
  • Tattag: Donnerstag, 28. August 2026
  • Erstes Opfer: 18-jährige Schülerin, Ex-Freundin des Tatverdächtigen
  • Zweites Opfer: 30-jähriger Erzieher, der einzugreifen versuchte
  • Tatverdächtiger: 19-jähriger Deutscher, festgenommen noch am Tattag
  • Vorwurf: zweifacher Mord aus niedrigen Beweggründen

Was jetzt folgt: Ermittlungsrichter entscheidet über Untersuchungshaft

Die Ermittlungen der zuständigen Behörden dauern an. Ein Ermittlungsrichter muss in den kommenden Tagen darüber befinden, ob der 19-Jährige in Untersuchungshaft kommt. Angesichts der Schwere der Vorwürfe und der Fluchtgefahr gilt dies als wahrscheinlich, doch eine formelle Entscheidung steht aus.

Ob der Tatverdächtige letztlich aussagen wird und welche genauen Umstände zur Eskalation führten, bleibt vorerst offen — die Staatsanwaltschaft Frankfurt an der Oder lässt verlauten, dass die Ermittlungen noch geraume Zeit in Anspruch nehmen werden.

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