Duschszene, volle Enthüllung, Kollege schaut weg – und kommentiert trotzdem. In der neuen RTL+-Dokumentation „Toyboys – Sixx Paxx Uncut” sind es nicht die Bühnenmomente, die hängen bleiben, sondern ein ganz bestimmter Augenblick hinter den Kulissen: Aaron Cooper (36), Tänzer bei der bekannten Männerstrip-Gruppe Sixx Paxx, dreht sich beim Duschen vollständig unbekleidet zur Kamera. Sein Kollege Steve bringt die Situation auf den Punkt – mit einem einzigen Wort.
„Ein Pferdeschwanz”, sagt Steve trocken, und damit ist die Szene besiegelt. Doch die Doku liefert mehr als nur freizügige Bilder: Cooper spricht offen über ein pikantes Erlebnis aus seiner Vergangenheit, das ihn bis heute beschäftigt. Was er 2015 in Neuseeland erlebt hat, dürfte das Bild des durchtrainierten Entertainers gehörig verschieben.
„Toyboys – Sixx Paxx Uncut”: Was RTL+ wirklich zeigt
Die Dokumentation blickt hinter die Fassade der Sixx Paxx, einer der bekanntesten Männerstrip-Shows im deutschsprachigen Raum. Fitness, Disziplin, Körperpflege – all das gehört für Cooper zum Alltag. Sauna, Krafttraining und eine bewusste Ernährung halten den 36-Jährigen in Form.
Sein Einkommen bezieht er nicht nur aus den Bühnenauftritten. Cooper verdient nach eigenen Angaben auch über OnlyFans mit freizügigen Inhalten. Vor laufender Kamera macht er daraus kein Geheimnis – und das in einem Ausmaß, das die Zuseher der Doku kaum überraschen dürfte, den einen oder anderen aber trotzdem zum Hinsehen zwingt.
Die Duschszene: So entstand der „Pferdeschwanz”-Moment
Cooper zeigt sich in der Dokumentation ausgesprochen selbstbewusst, was seinen Körper betrifft. Die Duschszene, in der er sich komplett nackt zur Kamera dreht, ist dabei kein Versehen, sondern offensichtlich kalkulierter Teil seines Auftretens. Kollege Steve liefert den trockensten Kommentar der ganzen Produktion.
Über seine Vorstellungen einer Partnerin spricht Cooper in der Doku ebenfalls offen: Muskeln seien bei ihr keine Voraussetzung, erklärt er. Was er an sich selbst durch jahrelanges Training aufgebaut hat, müsse die Frau an seiner Seite keineswegs spiegeln.
2015 in Neuseeland: Das Sex-Geständnis, das nichts beschönigt
Der eigentliche Aufreger der Dokumentation kommt nicht aus der Dusche, sondern aus Coopers Erinnerungen. Rund ein Jahr lang arbeitete er ab 2015 als Stripper in Neuseeland. In dem Club, in dem er damals aufgetreten ist, gab es eigene Lapdance-Räume, in die Frauen die Tänzer nach der Show buchen konnten.
Was dort passierte, beschreibt Cooper mit einer Direktheit, die in der Dokumentation kaum zu überbieten ist. „Ich fand die Frau gut, und das eine kam zum anderen. Dann ist es passiert”, erzählt er. Seine Zusammenfassung: „Ich habe im Nebenraum eine Besucherin geschwängert.” Die betreffende Frau sei zu diesem Zeitpunkt selbst in einer Beziehung gewesen. Die Schwangerschaft habe sie nicht fortsetzen wollen.
Wie Cooper heute auf diese Phase zurückblickt
Distanz hat der 36-Jährige inzwischen zu dieser Zeit gewonnen – zumindest nach eigenem Bekunden. Die Bewunderung der Frauen, die Partys, die schnellen Begegnungen: Das habe seinen Alltag damals geprägt und ihm gefallen.
Heute, so lässt die Doku erkennen, bewertet Cooper diesen Lebensabschnitt deutlich kritischer. Ob das eine echte Reflexion ist oder der dramaturgische Bogen, den eine solche Produktion braucht, lässt sich von außen schwer beurteilen. Die Frage bleibt offen.
Sixx Paxx und RTL+: Was die Doku über das Männerbild hinter der Show verrät
„Toyboys – Sixx Paxx Uncut” ist nicht die erste Produktion, die versucht, hinter die Kulissen einer Unterhaltungsshow zu blicken. Was sie von ähnlichen Formaten unterscheidet, ist die Bereitschaft der Protagonisten, ungewöhnlich weit zu gehen – sowohl körperlich als auch inhaltlich.
Aaron Cooper ist dabei der auffälligste Fall. Seine Auftritte bei den Sixx Paxx, seine Präsenz auf OnlyFans und nun die Geständnisse in einer RTL+-Dokumentation zeichnen das Bild eines Mannes, der die Grenze zwischen Show und Privatleben bewusst durchlässig hält. Ob weitere Folgen der Doku noch mehr ans Licht bringen, hat RTL+ bislang nicht bekanntgegeben.



