Am Abend des 10. Oktober 2026 fiel Beamten der Landesverkehrsabteilung Wien auf der A23 in Fahrtrichtung Süden ein Pkw auf, der mit auffällig hoher Geschwindigkeit unterwegs war. Die Polizisten nahmen umgehend die Verfolgung auf.
Was der geeichte Tacho des Streifenwagens dann anzeigte, war auch für erfahrene Verkehrsbeamte kein alltäglicher Wert: 193 km/h — auf einem Abschnitt, wo höchstens 80 km/h erlaubt sind. Die Frage war nicht mehr, ob der Fahrer angehalten werden würde, sondern was ihn danach erwartet.
193 km/h auf der A23: Das gemessene Tempo im Detail
Die Geschwindigkeitsmessung erfolgte durch den geeichten Tacho des Polizeifahrzeugs, das den Pkw über eine Strecke verfolgte. Nach Abzug der gesetzlich vorgeschriebenen Messtoleranz lag die nachgewiesene Überschreitung laut Landespolizeidirektion Wien bei 103 km/h über dem erlaubten Limit.
Zum Vergleich: Auf der Wiener Südosttangente gilt auf dem betroffenen Abschnitt ein Tempolimit von 80 km/h. Der Lenker war damit mehr als doppelt so schnell unterwegs, wie es die Straßenverkehrsordnung erlaubt.
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Führerschein sofort weg: Was die Polizei noch in der Nacht verfügte
Die Beamten hielten den 39-jährigen österreichischen Staatsbürger an und handelten ohne Verzögerung. Folgende Maßnahmen wurden noch am Kontrollort gesetzt:
- Vorläufige Abnahme des Führerscheins
- Vorläufige Beschlagnahme des Fahrzeugs
- Abnahme der Fahrzeugschlüssel
- Anzeigeerstattung wegen massiver Geschwindigkeitsüberschreitung
Der Mann durfte die Kontrollstelle also weder mit seinem Auto noch mit dem Führerschein in der Tasche verlassen.
Was bei mehr als 80 km/h Überschreitung in Österreich droht
Das österreichische Kraftfahrgesetz und die Straßenverkehrsordnung sehen bei derart extremen Überschreitungen empfindliche Konsequenzen vor. Wer innerhalb von zwei Jahren zweimal mit mehr als 30 km/h zu viel im Ortsgebiet oder mehr als 40 km/h außerorts erwischt wird, muss mit einem Vormerksystem-Eintrag rechnen.
Bei einer Überschreitung der hier festgestellten Größenordnung — 103 km/h über dem Limit — ist darüber hinaus mit einem mehrmonatigen Führerscheinentzug durch die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde zu rechnen, ergänzt durch eine Geldstrafe, die im vierstelligen Euro-Bereich liegen kann. Die Behörde prüft in solchen Fällen routinemäßig auch die Verkehrszuverlässigkeit des Lenkers.
Raser auf der Südosttangente: Kein Einzelfall auf Wiens meistbefahrener Autobahn
Die A23 gilt als eine der meistbefahrenen Autobahnstrecken Österreichs und ist bekannt für hohes Verkehrsaufkommen zu nahezu jeder Tages- und Nachtzeit. Geschwindigkeitskontrollen der Landesverkehrsabteilung Wien sind dort regelmäßiger Bestandteil des Einsatzgeschehens.
Dass Fahrzeuge mit weit überhöhter Geschwindigkeit auffallen, sei keine Seltenheit, hält die Landespolizeidirektion Wien in vergleichbaren Meldungen wiederholt fest. Der Fall vom 10. Oktober sticht jedoch selbst in dieser Reihe heraus: 193 km/h auf einem 80-km/h-Abschnitt bedeuten eine der höchsten gemessenen Überschreitungen der jüngeren Wiener Verkehrsgeschichte.
Anzeige erstattet: Wie das Verfahren gegen den 39-Jährigen weitergeht
Der Mann wurde formell angezeigt. Das Verfahren liegt nun bei der zuständigen Verwaltungsbehörde, die über das Strafausmaß und die Dauer des Führerscheinentzugs entscheiden wird. Das beschlagnahmte Fahrzeug bleibt bis zur behördlichen Klärung eingezogen.
Ob darüber hinaus strafrechtliche Konsequenzen geprüft werden, war zum Redaktionsschluss noch offen — bei Geschwindigkeiten dieser Größenordnung schließen Juristen eine Prüfung nach § 89 StGB wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit grundsätzlich nicht aus.
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