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Sabitzer-Startelf-Premiere: Wie der BVB beim 2:2 gegen Bremen einen sicheren Sieg verspielte

Sabitzer-Startelf-Premiere: Wie der BVB beim 2:2 gegen Bremen einen sicheren Sieg verspielte

Der Signal Iduna Park war bis auf den letzten Platz gefüllt, die schwarz-gelbe Kulisse brodelte — und Borussia Dortmund lag in der 85. Minute mit 2:0 gegen Werder Bremen in Front. Alles deutete auf einen souveränen Heimsieg hin, den ersten Dämpfer für die Gäste aus dem Norden in dieser Saison.

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Was dann folgte, war einer jener Abende, die Fußballfans nicht so schnell vergessen: Innerhalb von fünf Minuten Nachspielzeit egalisierte Werder den vermeintlich sicheren BVB-Sieg — und ließ Dortmund mit einem bitterem 2:2 zurück, das die Frage aufwirft, ob die erste Schwächephase der Schwarz-Gelben in dieser Spielzeit gerade beginnt.

Sabitzers erste Startelf-Chance der Saison

Für ÖFB-Nationalspieler Marcel Sabitzer war es der erste Startelfeinsatz in der laufenden Bundesligasaison. Trainer Niko Kovac setzte ihn im 3-4-3-System als linken Flügelspieler ein — eine Rolle, die dem Österreicher sichtlich lag. Sabitzer setzte bereits früh ein Ausrufezeichen: Sein Freistoß in der 39. Minute verfehlte das linke Eck nur hauchdünn, ein weiterer Abschluss in der 41. Minute konnte Werder-Torwart Karl Hein gerade noch entschärfen.

In der 72. Minute wurde Sabitzer ausgewechselt. Zuvor hatte er den ÖFB-Lehrgang ausgelassen und eine Pause mit Teamchef Ralf Rangnick vereinbart — sein Einsatz von Anfang an war damit auch eine Art Wiedergutmachung gegenüber dem BVB-Trainer.

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Österreichs Nationalspieler auf beiden Seiten des Platzes

Das Duell BVB gegen Werder war an diesem Abend auch ein kleines österreichisches Stelldichein. Auf Bremer Seite standen ÖFB-Teamspieler Marco Friedl und Marco Grüll von Beginn an auf dem Platz, während Teamtorwart Schlager auf der Ersatzbank blieb. Beim BVB feierte neben Sabitzer auch Nico Schlotterbeck eine Überraschungsrückkehr in die Startelf — der Verteidiger war erst kurz zuvor mit Problemen am rechten Sprunggelenk vom deutschen Nationalteam abgereist.

Friedl war in der Entstehung des 1:0 unglücklich agiert: Serhou Guirassy ließ ihn im Zweikampf stehen, ehe Daniel Svensson in der 80. Minute zur BVB-Führung einschoss. Beim 2:2 hingegen lieferte Grüll den entscheidenden Chipball in den Strafraum, den Niclas Füllkrug verwertete.

Verrückte Schlussphase: Wie Bremen das 2:0 noch drehte

Die letzten zehn Minuten gehörten dem BVB — zumindest bis zur 85. Minute. Schlotterbeck erhöhte per Kopf auf 2:0, und der Heimsieg schien besiegelt. Doch dann: Ludovit Reis wurde bei einem Sololauf nicht attackiert und schoss die linke Innenstange an — 2:1 in der 88. Minute. Der BVB wackelte spürbar.

Was in den folgenden Minuten passierte, fasste die gesamte Fragilität des Dortmunder Auftritts zusammen. Füllkrug traf in der 90.+2. Minute zum 2:2-Endstand. Für den BVB war es der erste Punktverlust der laufenden Saison.

Tabellenlage nach dem ersten BVB-Ausrutscher der Saison

Trotz des Remis bleibt Borussia Dortmund nach vier Siegen und einem Unentschieden mit 13 Punkten vorerst Tabellenführer der deutschen Bundesliga. Werder Bremen verbessert sich durch das erkämpfte Remis auf den vierten Tabellenplatz. Vor dem Spiel hatte der BVB die Bundesliga-Runde als makelloser Spitzenreiter eröffnet — diesen Nimbus hat das Team von Trainer Kovac nun eingebüßt.

Bemerkenswert ist auch die Leistung von Werder-Torwart Karl Hein, der im ersten Durchgang bärenstark gegen Maxi Beier parierte und auch Ethan Nwaneri in der 49. und 61. Minute das Nachsehen gab. Auf der Gegenseite musste sich BVB-Torwart Gregor Kobel in der 55. Minute gegen Füllkrug auszeichnen.

Sieben weitere Partien vervollständigen den 5. Spieltag

Das Freitagabendspiel zwischen Dortmund und Bremen ist erst der Auftakt des 5. Bundesliga-Spieltags. Am Samstag und Sonntag folgen sieben weitere Begegnungen, die das vorläufige Bild an der Tabellenspitze noch einmal verschieben könnten.

Für den BVB stellt sich nun die Frage, wie das Team mit dem Schock der vergebenen Führung umgeht — und ob Sabitzer, der nach seiner Auszeit einen soliden Einstand feierte, künftig häufiger von Beginn an zum Einsatz kommt.

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