Wer schon einmal vor einem marokkanischen Schmortopf-Rezept auf Arabisch saß und nicht weiterwusste, kennt das Gefühl: Die Zutaten klingen verlockend, die Anleitung bleibt unzugänglich. Genau dort setzt Vorwerk mit seinem jüngsten Update für den Thermomix TM7 an — einem Gerät, das in österreichischen Küchen längst zum festen Inventar gehört.
Gleich drei Neuerungen treffen ab dem 23. September 2026 gleichzeitig ein: ein KI-gestützter Kochassistent, eine Rezeptübersetzungsfunktion in der Cookidoo-App und Arabisch als vollwertige Menüsprache. Was das für Nutzer in der Praxis bedeutet, ist die eigentliche Frage.
Cookidoo Assistant: KI-Suche ersetzt mühsames Tippen
Der neue Cookidoo Assistant funktioniert wie ein Gespräch. Statt Suchbegriffe einzutippen, stellen Nutzer ihre Fragen in normaler Alltagssprache — etwa welche Gerichte sich mit den vorhandenen Zutaten im Kühlschrank kochen lassen, oder welche Rezepte bestimmte Ernährungsbedürfnisse erfüllen.
Der Assistent schlägt passende Gerichte vor, ermöglicht den direkten Vergleich mehrerer Rezepte und hilft beim Zusammenstellen von Speiseplänen. Die ausgewählten Rezepte lassen sich anschließend über die bestehende Guided-Cooking-Funktion des TM7 direkt zubereiten.
In Österreich startet der Rollout am 23. September 2026. Seit Ende 2025 hatte Vorwerk die Funktion intern von ausgewählten Thermomix-Beraterinnen und -Beratern testen lassen, bevor sie nun für alle Nutzer freigegeben wird.
Rezeptübersetzung: 100.000 Gerichte, endlich ohne Sprachbarriere
Cookidoo umfasst laut Vorwerk weltweit mehr als 100.000 Rezepte, davon über 12.000 auf Deutsch. Bislang blieb der internationale Teil des Angebots für viele Nutzer weitgehend unzugänglich, weil die Originalsprache beherrscht werden musste.
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Das ändert sich mit der neuen Übersetzungsfunktion: Gefundene Rezepte können direkt innerhalb der Cookidoo-App in die eigene Sprache übertragen werden. Zum Start werden länderspezifische Rezepte in den folgenden Sprachen unterstützt:
- Deutsch
- Englisch
- Spanisch
- Portugiesisch
- Italienisch
- Polnisch
- Französisch
Vorwerk hat angekündigt, die Funktion schrittweise um weitere Sprachen und Rezepte zu erweitern. Wann genau Arabisch als Übersetzungsziel folgt, ließ das Unternehmen offen.
Arabisch im TM7: Rechts-nach-links, arabische Tastatur, 100 authentische Rezepte
Die dritte und in ihrer Symbolwirkung wohl deutlichste Neuerung betrifft die Benutzeroberfläche des Thermomix TM7 selbst. Seit dem 21. September 2026 steht Arabisch als Menüsprache zur Verfügung — unabhängig davon, in welchem Land das Gerät betrieben wird.
Die Oberfläche wird vollständig auf Arabisch dargestellt und für die Rechts-nach-links-Schreibrichtung angepasst. Eine arabische Tastatur ist integriert, sodass Nutzer direkt auf Arabisch suchen und das Gerät bedienen können. Rezeptinhalte erscheinen weiterhin in ihrer Originalsprache.
Zusätzlich stellt Vorwerk mehr als 100 authentische Rezepte auf Arabisch bereit. Die Gerichte stammen aus verschiedenen Küchen der arabischen Welt: Marokko, Algerien, Syrien, Libanon, Saudi-Arabien, Irak, Tunesien und Ägypten sind vertreten. Die arabische Cookidoo-App und die entsprechende Webversion befinden sich laut Vorwerk noch in Entwicklung und sollen bis Jahresende 2026 folgen.
Was Vorwerk-Chef Thomas Stoffmehl dazu sagt
Vorwerk-CEO Thomas Stoffmehl ordnete die Neuerungen als Teil einer breiteren Plattformentwicklung ein. „KI-gestützte Entdeckung und Rezeptübersetzung erleichtern den Zugang zu kuratierten Inhalten, während die lang ersehnte Einführung von Arabisch einen Wunsch aufgreift, den unsere Community mit großer Leidenschaft an uns herangetragen hat“, sagte Stoffmehl.
Das Zitat deutet darauf hin, dass der Schritt nicht allein aus technischem Ehrgeiz entstand, sondern auf konkreten Rückmeldungen aus der Nutzergemeinschaft beruht — was erklärt, warum Vorwerk die Arabisch-Unterstützung trotz fehlender App-Version bereits jetzt für die Geräteoberfläche freigibt.
Was das Update für österreichische Thermomix-Nutzer konkret bedeutet
Für Besitzerinnen und Besitzer eines TM7 in Österreich sind die Neuerungen ein Software-Update — kein Hardwarekauf. Der Cookidoo Assistant und die Übersetzungsfunktion laufen über die bestehende App-Infrastruktur.
Wer den Assistenten ab dem 23. September nutzen will, sollte sicherstellen, dass die Cookidoo-App auf dem aktuellen Stand ist. Vorwerk rollt die Funktionen schrittweise aus, sodass nicht alle Nutzer exakt zum gleichen Zeitpunkt Zugriff erhalten.
Ob und wann der ältere TM6 ähnliche KI-Funktionen erhält, ließ Vorwerk bislang unbeantwortet — das dürfte die nächste Frage sein, die viele österreichische Nutzer stellen werden.
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