Am Samstag, dem 6. September 2026, schritt Faye Dunaway über den roten Teppich der 83. Internationalen Filmfestspiele von Venedig — und für einen Moment schien die gesamte Aufmerksamkeit des Lido nur ihr zu gehören. Bodenlang, schwarz, mit einem feinen Cape-Überwurf: Die 85-Jährige erschien so souverän und makellos gestylt, als hätte sie diesen Auftritt hundertmal geprobt. Das markante, voluminöse blonde Haar trug sie offen über den Schultern.
Dunaway war nicht als Gast nach Venedig gereist, sondern als Geehrte. Was genau an diesem Abend ausgezeichnet wurde — und warum die Filmwelt das als überfällige Geste betrachtet — zeigt ein Blick auf eine Karriere, die sich über mehr als sechs Jahrzehnte erstreckt.
Der Kinéo Lifetime Achievement Award: Was die Auszeichnung bedeutet
Am Wochenende wurde Dunaway mit dem Kinéo Lifetime Achievement Award für ihr Lebenswerk geehrt. Der Kinéo Award ist ein italienischer Filmpreis, der seit dem Jahr 2002 im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele von Venedig vergeben wird. Die Veranstalter würdigten sie als „wahren Giganten“ der Filmgeschichte und hoben ihre über sechs Jahrzehnte andauernde Karriere ausdrücklich hervor.
Neben Dunaway wurde in diesem Jahr auch Nicola Peltz Beckham für ihre Rolle in „Lola“ mit dem Rising Star Award ausgezeichnet.
Vom Kultfilm zur Oscar-Trägerin: Dunaways Karriere in Eckdaten
Ihren internationalen Durchbruch feierte Dunaway in den späten 1960er-Jahren mit dem Kultfilm „Bonnie und Clyde“. Es folgten Rollen an der Seite von Steve McQueen in „Thomas Crown ist nicht zu fassen“ sowie der Thriller „Chinatown“ unter der Regie von Roman Polanski. Insgesamt wirkte sie in mehr als 100 Filmproduktionen mit.
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Den Höhepunkt ihrer Laufbahn markierte die Auszeichnung mit dem Oscar als beste Hauptdarstellerin für ihre Leistung im Film „Network“. Sie gilt bis heute als eine der letzten großen Weltstars ihrer Generation.
Mit 85 Jahren auf dem roten Teppich: Auftritt in Venedig
Laut Berichten erschien Dunaway in Venedig entspannt und vollkommen in ihrem Element. Ihr bodenlanger, schwarzer Abendlook mit Cape-Überwurf verlieh dem Auftritt zusätzliche Eleganz — ein Ensemble, das in seiner Schlichtheit kaum zu übertreffen war. Wer sie auf dem Teppich beobachtete, sah keine Nostalgie, sondern Gegenwart.
Die Filmikone bewies damit einmal mehr, dass Strahlkraft kein Ablaufdatum kennt. Seit mehr als 60 Jahren gehört Faye Dunaway zu den bekanntesten Persönlichkeiten der internationalen Filmwelt.
Wien, Hollywood, Venedig: Dunaway und ihre Verbindung zu Österreich
Einem österreichischen Publikum ist Dunaway nicht unbekannt: Im Jahr 1999 war sie als Stargast von Richard Lugner beim Wiener Opernball zu Gast — ein Auftritt, der damals für beträchtliches Aufsehen sorgte und bis heute in Erinnerung geblieben ist.
Zwischen dem Wiener Opernball und dem Lido von Venedig liegen zwar mehr als 25 Jahre, doch Dunaways Fähigkeit, jeden Raum zu dominieren, den sie betritt, scheint sich in dieser Zeit nicht verändert zu haben.
Venedig 2026: Was das Festival sonst noch zu bieten hatte
Die 83. Filmfestspiele von Venedig lockten in diesem Jahr erneut internationale Stars an den Lido. Zu den bemerkenswerten Auftritten zählten unter anderem:
- George Clooney, dessen Bilder vom roten Teppich in Venedig weltweit für Aufmerksamkeit sorgten
- Morgan Freeman, der seinen Aufenthalt in Österreich als „Highlight“ bezeichnete
- Nicola Peltz Beckham, ausgezeichnet mit dem Rising Star Award des Kinéo
- Faye Dunaway, Trägerin des Kinéo Lifetime Achievement Award 2026
Das Festival gilt als eines der ältesten und renommiertesten Filmfeste der Welt — und liefert Jahr für Jahr den Beweis, dass es noch immer in der Lage ist, Generationen zusammenzubringen.
Ob Dunaway nach Venedig weitere öffentliche Auftritte plant, ist derzeit nicht bekannt — doch dass dieser Abend auf dem Lido nicht ihr letzter war, daran lässt ihr Auftritt vom 6. September 2026 kaum Zweifel.
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