Es war die 47. Minute im Münchner Stadion, als Jamal Musiala den Ball ins Netz schob und die Allianz Arena in einen Moment kollektiver Erleichterung verwandelte. Nicht nur wegen der Führung — sondern weil dieser Treffer der Rückkehr eines Spielers galt, der zuletzt mit dramatischen körperlichen Zusammenbrüchen auf dem Rasen für Entsetzen gesorgt hatte.
Was danach folgte, war kein enges Champions-League-Duell, sondern eine Demonstration. Am 10. September 2026 fertigten die Bayern den norwegischen Vertreter FK Bodø/Glimt mit 5:0 ab — und die Frage ist berechtigt, ob irgendjemand in diesem Wettbewerb derzeit besser aussieht als der deutsche Rekordmeister.
Rekord zum Auftakt: Der 24. Sieg in Serie zum CL-Start
Der FC Bayern München gewann damit zum 24. Mal in Folge sein Auftaktspiel in der UEFA Champions League — ein Alleinstellungsmerkmal in der Geschichte des Wettbewerbs, das den eigenen Rekord erneut ausbaut. Kein anderer Verein der Welt kann eine solche Serie vorweisen. Für das österreichische ÖFB-Nationalteammitglied Konrad Laimer, der bis zur 64. Minute auf dem Feld stand, war es ein überzeugender Start in die neue Königsliga-Saison.
Die erste Halbzeit verlief noch ohne Torerfolg. Bodø/Glimt, Vertreter der norwegischen Eliteliga, hielt die Defensive zunächst geordnet. Doch nach dem Seitenwechsel brachen die Dämme.
Musialas Märchen: Das 1:0 als emotionaler Wendepunkt
Jamal Musiala erzielte in der 47. Minute das 1:0 — sein erster Treffer nach einer Rückkehr, die von vielen Beobachtern mit großer Spannung erwartet worden war. Der 22-jährige Mittelfeldstar hatte zuletzt durch Zusammenbrüche auf dem Spielfeld für Schlagzeilen gesorgt, die weit über die Sportnachrichten hinausgingen. Dass er nun ausgerechnet in der Champions League traf, verlieh diesem Abend eine eigene emotionale Qualität.
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Solche Momente machen Fußball zu mehr als einem Ergebnis — und genau das spürte man in München an diesem Abend.
Kane, Davies, Olise: Das 5:0 entsteht in 29 Minuten
Nach Musialas Treffer dauerte es keine Viertelstunde, bis Harry Kane in der 61. Minute auf 2:0 erhöhte. Alphonso Davies legte in der 77. Minute das dritte Tor nach. Den Schlusspunkt setzte Michael Olise gleich doppelt: erst in der 83., dann in der 90. Spielminute plus zwei Minuten Nachspielzeit. Alle vier Tore des zweiten Durchgangs fielen innerhalb von 43 Minuten — ein klares Zeichen, dass Bodø/Glimt der Kraftaufwand der zweiten Halbzeit schließlich zu viel wurde.
- 47. Minute: Jamal Musiala — 1:0
- 61. Minute: Harry Kane — 2:0
- 77. Minute: Alphonso Davies — 3:0
- 83. Minute: Michael Olise — 4:0
- 90+2. Minute: Michael Olise — 5:0
Österreichische CL-Nacht: Laimer trifft, Seiwald verliert
Während Laimer in München jubeln durfte, erlebte sein ÖFB-Teamkollege Nicolas Seiwald mit RB Leipzig in Como einen schwarzen Abend. Die Sachsen verloren klar mit 1:4 und haben damit nach dem ersten Spieltag bereits Erklärungsbedarf. Seiwald stand bis zur 60. Minute auf dem Feld.
Auch Paul Wanner war in der Königsliga im Einsatz: Der junge Österreicher spielte mit PSV Eindhoven gegen Donezk durch — die Partie endete 1:1, ein Punkt, der für PSV als Ausgangslage in dieser frühen Phase vertretbar ist.
Manchester United und die weiteren CL-Ergebnisse vom 10. September
Manchester United ließ dem aserbaidschanischen Debütanten FK Sabah beim 4:0 keine Chance. Für den englischen Traditionsklub ein wichtiges Zeichen der Stärke nach einem schwierigen Saisonverlauf in der Premier League. Parallel dazu sorgten PSG, Liverpool und Arsenal ebenfalls für Siege zum Auftakt der neuen Champions-League-Runde, wie aus den Ergebnissen des Spieltags hervorgeht.
Der LASK hingegen verlor sein Auftaktspiel bei AEK Athen — ein bitterer Start für den österreichischen Vertreter in der Gruppenphase.
Bayerns nächste Schritte in der Königsklasse
Mit diesem Auftaktsieg hat der FC Bayern München unmissverständlich klargemacht, dass er in der laufenden Champions-League-Saison zu den ernsthaftesten Titelanwärtern zählt. Der 5:0-Sieg gegen Bodø/Glimt liefert nicht nur Punkte, sondern auch Selbstvertrauen — und Musialas Treffer gibt der Mannschaft eine zusätzliche emotionale Grundlage, auf der sich aufbauen lässt.
Ob dieser Schwung bis zu den entscheidenden K.-o.-Runden trägt, wird der Verlauf der nächsten Wochen zeigen — die Termine der Gruppenphase rücken schnell näher.
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