Es war eine Verletzung aus dem Fitnessstudio, kein Rennunfall — und genau das macht die Situation für Red Bull Racing so frustrierend. Isack Hadjar, 21 Jahre alt und eigentlich als festes Cockpit-Talent der Bullen gesetzt, zog sich während des Sommerurlaubs eine Handgelenksverletzung zu, die ihn seither aus dem Auto fernhält. In Spielberg war er noch dabei. Dann kam Zandvoort, dann Monza — und nun auch Madrid.
Am Montag, dem 7. September 2026, bestätigte Red Bull Racing offiziell: Auch beim Formel-1-Grand-Prix von Madrid, der am 13. September über die Bühne geht, übernimmt Liam Lawson das zweite Cockpit neben dem viermaligen Weltmeister Max Verstappen. Damit stellt sich die Frage, wie lange der Franzose dem Team noch fehlen wird — und was das für Lawsons eigentlich anderweitig eingeplante Saison bedeutet.
Hadjars Handgelenksverletzung: Was bisher bekannt ist
Details zur genauen Art der Blessur hat Red Bull nicht kommuniziert. Bekannt ist nur, dass sich Hadjar die Verletzung im Fitnessstudio zugezogen hat — kein dramatischer Sturz auf der Strecke, sondern ein Malheur abseits des Cockpits. Drei Rennen in Folge fehlt der Franzose nun bereits.
Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies gab am Rande des Rennens in Monza die Richtung vor: „Die Priorität ist, dass er mit 100 Prozent zurückkommt“, sagte Mekies. Fortschritte bei der Genesung seien zwar erkennbar, für einen Start am 13. September in Madrid reiche es aber nicht.
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Liam Lawson springt zum dritten Mal ein — sein Ergebnis in Zandvoort und Monza
Lawson ist eigentlich Stammfahrer beim Schwesterteam Racing Bulls, dem kleineren Ableger des Red-Bull-Konzerns. Bereits in Zandvoort und in Monza übernahm er kurzfristig Hadjars Platz im Topteam. Die Bilanz war gemischt: In Zandvoort fuhr er als Siebenter ein ordentliches Ergebnis ein, in Monza kam er nicht über Platz 14 hinaus.
Es ist nicht das erste Mal, dass Lawson bei Red Bull Racing aushelfen musste. 2025 war der Neuseeländer nach nur zwei schwachen Rennen als Stammfahrer wieder aus dem Topteam entfernt worden — eine Geschichte, die in der Formel-1-Szene noch gut in Erinnerung ist.
Yuki Tsunoda übernimmt wieder bei Racing Bulls
Weil Lawson erneut ins Red-Bull-Cockpit wechselt, muss auch bei Racing Bulls umgebaut werden. Den freigewordenen Platz übernimmt wie schon in Zandvoort und Monza der Japaner Yuki Tsunoda. Für das Team bedeutet das drei Rennen in Serie mit veränderter Fahrerpaarung — eine Belastungsprobe für die Strukturen beider Rennställe.
Wie lange diese Konstellation anhält, hängt allein von Hadjars Heilungsverlauf ab. Red Bull hat sich bislang nicht auf einen konkreten Rückkehrzeitpunkt festgelegt.
Was Hadjars Ausfall für Red Bulls WM-Ambitionen bedeutet
Max Verstappen kämpft in dieser Saison weiter um den WM-Titel, und ein stabiles zweites Auto wäre für die Konstrukteurswertung entscheidend. Drei Rennen mit einem Ersatzfahrer im zweiten Cockpit sind kein ideales Szenario — auch wenn Lawson in Zandvoort zeigte, dass er mit dem RB-Material umgehen kann.
Der Druck auf Hadjar, möglichst rasch fit zurückzukehren, ist groß. Gleichzeitig hat Teamchef Mekies mit seiner Aussage klargestellt, dass man auf Zeit spielen wird, solange die Verletzung nicht vollständig ausgeheilt ist. Ein frühzeitiger Rückkehrversuch, der das Handgelenk zusätzlich belastet, käme für Red Bull teurer als ein weiterer Renneinsatz von Lawson.
Wie es nach Madrid weitergeht
Nach dem Grand Prix von Madrid am 13. September folgen weitere Rennen in dichter Folge. Ob Hadjar bis dahin einsatzbereit ist, will Red Bull Racing nach eigenen Angaben kurzfristig entscheiden — abhängig davon, wie die Rehabilitation in den kommenden Tagen verläuft.
Sollte der 21-Jährige auch über Madrid hinaus fehlen, müsste Red Bull erneut auf Lawson setzen oder eine andere Lösung finden — eine Entscheidung, die das Teamgefüge zwischen Red Bull Racing und Racing Bulls weiter unter Druck setzen würde.
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