AnnaLynne McCord Hochzeit: Wie eine öffentliche Spendenseite Morddrohungen auslöste

Am 22. August 2026 gaben sich Schauspielerin AnnaLynne McCord und der frühere Rugby-Star Danny Cipriani in einer intimen Gartenzeremonie das Jawort. Die 39-Jährige trug kein klassisches Weiß, sondern ein farbenfrohes Kleid mit Blumenapplikationen — das Promi-Magazin “People” begleitete die Feier exklusiv. Was nach einem märchenhaften Neuanfang aussah, hatte in den Wochen davor jedoch eine unangenehme Wendung genommen.

Das Paar hatte eine Hochzeitswebsite eingerichtet, über die enge Freunde und Familie statt Geschenken Geld für konkrete Ausgaben beisteuern konnten — von der Heiratsurkunde über Catering bis zum Fotografen. Dann wurde der Link versehentlich öffentlich. Was folgte, übertraf alle Erwartungen: Hassnachrichten, Kleinstspenden als Provokation — und sogar Morddrohungen.

Die Spendenseite: Gedacht für den privaten Kreis, gelandet im Netz

McCord schilderte gegenüber “The Sun”, wie es zu dem Missverständnis kam. “Alle fragten, was sie uns schenken könnten. Ich meinte nur: Ich habe fünf Mixer. Ich habe alles für meinen Haushalt. Ich heirate mit 39. Ich brauche nichts mehr”, wird sie zitiert. Die Website sei ausschließlich für den privaten Bekanntenkreis gedacht gewesen — als praktische Alternative zum klassischen Geschenketisch.

Dass der Link öffentlich zugänglich war, erfuhr McCord nach eigenen Angaben erst durch eine Bekannte. Bis dahin war es bereits zu spät: Fremde hatten die Seite entdeckt und begannen, das Paar in den sozialen Medien zu attackieren.

8 Millionen Dollar Vermögen — und trotzdem Spenden sammeln?

Der Vorwurf, der McCord und Cipriani am härtesten traf, war jener der Dreistigkeit. Das Paar gilt als finanziell mehr als abgesichert: Ihr gemeinsames Vermögen wird auf rund acht Millionen Dollar geschätzt. Kurz vor der Hochzeit erwarben die beiden zudem ein Anwesen in Los Angeles um 1,7 Millionen Dollar.

McCord ist einem breiten Publikum durch ihre Rollen in “90210”, “Nip/Tuck” und “Lucifer” bekannt. Cipriani, 38 Jahre alt, war als Rugby-Union-Spieler in England einer der bekanntesten Sportler seines Fachs. Dass ausgerechnet dieses Paar öffentlich um Hochzeitsbeiträge bat — so zumindest die Wahrnehmung vieler Nutzer — sorgte für heftige Reaktionen.

Morddrohungen und Beschimpfungen: Das Ausmaß der Anfeindungen

Laut McCord spendeten manche Nutzer bewusst winzige Beträge, um sie anschließend mit Beleidigungen zu überhäufen. Die Schauspieler-Ehefrau berichtete, dass dabei auch Morddrohungen eingegangen seien — ein Ausmaß an Hass, das selbst erfahrene Prominente selten öffentlich schildern.

Wie lange die Seite öffentlich zugänglich war und wie viel Geld tatsächlich über sie einlangte, blieb unklar. McCord sprach in ihren Aussagen gegenüber britischen Medien von einem vollständigen Missverständnis, das außer Kontrolle geriet.

Die Hochzeit selbst: Intim, bunt, dreifach gefeiert

Trotz des Wirbels im Vorfeld verlief die Zeremonie am 22. August offenbar wie gewünscht — klein, persönlich, ohne den üblichen Hollywood-Pomp. Bereits einen Tag danach stellte sich McCord auf Instagram als “AnnaLynne Cipriani” vor. Ob sie diesen Namen auch für ihre Karriere übernehmen wird, ließ sie offen.

Laut “Daily Mail” sind zwei weitere Feiern geplant: eine in London, eine in Kambodscha. Das Paar will seinen Bund also gleich dreimal zelebrieren — auf drei verschiedenen Kontinenten.

Was der Vorfall über Hass im Netz verrät

Der Fall McCord-Cipriani reiht sich in eine wachsende Zahl von Vorfällen ein, bei denen prominente Personen wegen vermeintlicher Stillosigkeiten mit unverhältnismäßiger Online-Gewalt konfrontiert werden. Ob eine Hochzeits-Wunschliste tatsächlich ein moralisches Vergehen darstellt oder schlicht ein privater Organisationstrick war, der versehentlich ans Licht kam — diese Frage bleibt, je nach Standpunkt, unterschiedlich zu beantworten.

Dass eine missverstandene Website zu Morddrohungen führt, zeigt freilich, wie schnell aus einem Prominenten-Fauxpas eine ernste Bedrohung werden kann — und wie dünn die Linie zwischen öffentlichem Interesse und digitalem Angriff geworden ist.

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