Bluttat Kumberg: Wie ein 37-Jähriger seine Tochter in der Nacht des 18. August tötete

Gegen 22.45 Uhr am Montag, dem 18. August 2026, ging in der steirischen Gemeinde Kumberg im Bezirk Graz-Umgebung ein Notruf ein. Polizeibeamte rückten zu einem Wohnhaus aus und trafen dort auf zwei Verletzte: einen 37-jährigen Österreicher und seine achtjährige Tochter. Das Mädchen hatte schwere Stichverletzungen erlitten.

Was sich in diesem Haus in der Nacht zugetragen hatte, verdichtete sich in den Stunden darauf zu einem der erschütterndsten Fälle, die die Steiermark seit Langem beschäftigt. Das Kind starb noch im Spital. Sein mutmaßlicher Angreifer war der eigene Vater.

Messerangriff auf ein Kind: Was die Ermittler in Kumberg vorfanden

Laut Informationen von „Heute” soll der 37-Jährige seiner Tochter mehrmals mit einem Messer in den Hals gestochen haben. Ein Notarzt kümmerte sich noch am Tatort um das schwer verletzte Mädchen, das anschließend sofort ins Spital eingeliefert wurde. Alle medizinischen Bemühungen blieben ohne Erfolg: Die Achtjährige erlag ihren Verletzungen.

Die genaue Abfolge der Ereignisse innerhalb des Hauses ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Gesichert ist, dass die Einsatzkräfte nach der Alarmierung sowohl das Kind als auch den Vater mit Verletzungen antrafen.

Vater im Badezimmer aufgegriffen – Suizidversuch nach der Tat

Nachdem er seine Tochter attackiert haben soll, zog sich der 37-Jährige offenbar ins Badezimmer des Hauses zurück. Dort versuchte er laut derzeitigem Ermittlungsstand, sich selbst das Leben zu nehmen. Die Polizeibeamten trafen ihn beim Zugriff genau dort an.

Der Mann wurde medizinisch versorgt und in ein Krankenhaus eingeliefert. Nach seiner Behandlung folgte die Festnahme. Seither befindet er sich im Polizeianhaltezentrum. Er gilt als dringend tatverdächtig.

Achtjährige stirbt im Spital: Der Tod eines Kindes in der Steiermark

Das Mädchen kämpfte nach seiner Einlieferung ins Spital um sein Leben. Die Schwere der Stichverletzungen am Hals ließ den Ärzten keinen Spielraum. Das Kind starb noch in der Nacht.

Für die steirische Bevölkerung und die Gemeinde Kumberg, die rund 3.500 Einwohner zählt, ist der Fall ein Schock. Derartige Gewalttaten innerhalb einer Familie gehören zu den schwersten Verbrechen, mit denen die österreichische Justiz konfrontiert wird.

Motiv unbekannt: Die Kripo Graz übernimmt die Ermittlungen

Warum es zu dem tödlichen Angriff gekommen sein soll, ist derzeit vollkommen ungeklärt. Die Hintergründe der mutmaßlichen Tat sind, laut aktuell verfügbaren Informationen der steirischen Landespolizeidirektion, Gegenstand intensiver Erhebungen. Die Kriminalpolizei Graz hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Folgende Fragen stehen im Mittelpunkt der laufenden Untersuchung:

  • Was war das Motiv des tatverdächtigen Vaters?
  • Welche genaue Abfolge von Ereignissen spielte sich am Montagabend in dem Wohnhaus ab?
  • Gab es im Vorfeld Hinweise auf eine familiäre Konfliktsituation?
  • Welche Erkenntnisse liefert die rechtsmedizinische Untersuchung?

Hilfsstellen für Betroffene in Österreich

Wer nach dieser Nachricht in eine seelische Notlage gerät oder selbst unter schweren Belastungen leidet, findet rund um die Uhr kostenlose und anonyme Unterstützung bei der Telefonseelsorge unter der Nummer 142. Der Dienst ist an 365 Tagen im Jahr, 24 Stunden täglich erreichbar.

Weitere Anlaufstellen sind das Kriseninterventionszentrum Wien unter 01/406 95 95, die Kinder- und Jugendhotline Rat auf Draht unter 147 sowie der Weisse Ring – Verbrechensopferhilfe, der unter der kostenlosen Nummer 0800 112 112 Unterstützung für Kriminalitätsopfer und deren Angehörige anbietet.

Was als Nächstes folgt: Anklage und offene Fragen

Der 37-jährige Tatverdächtige befindet sich in Polizeigewahrsam. Die Staatsanwaltschaft Graz wird auf Basis der Ermittlungsergebnisse über die Erhebung einer Anklage zu entscheiden haben — im Raum steht der Vorwurf des Mordes an einem unmündigen Kind, einem der schwersten Tatbestände im österreichischen Strafgesetzbuch.

Ob und welches Motiv sich hinter der Tat verbirgt, was in den Stunden vor dem Notruf in diesem Haus in Kumberg geschah, bleibt vorerst das Zentrum einer Untersuchung, die die Kripo Graz nach eigenen Angaben mit höchster Priorität führt.

Scroll to Top