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Hütter nach Leipzig-Debakel: Wie das 0:6 Eintracht Frankfurt in die Krise treibt

Hütter nach Leipzig-Debakel: Wie das 0:6 Eintracht Frankfurt in die Krise treibt

Die Red-Bull-Arena in Leipzig, Freitagabend, 10. Oktober 2026. Schon nach fünf Minuten leuchtete die Anzeigetafel zweimal auf — Ezechiel Banzuzi traf in der 1. Minute, Christopher Nkunku legte in der 5. Minute nach. Was danach folgte, war kein Fußballspiel mehr, sondern eine öffentliche Hinrichtung. Eintracht Frankfurt verlor mit 0:6 und stürzte dabei auf Tabellenplatz 13 der Deutschen Bundesliga ab.

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Für Adi Hütter, den österreichischen Trainer an der Seitenlinie der Eintracht, war die Niederlage mehr als eine schlechte Partie. Es war eine Abrechnung — und die lieferte er danach selbst, mit ungewöhnlicher Schärfe. Wie es dazu kam, welche Szenen den 56-Jährigen besonders aufgebracht haben und was die Klatsche für Frankfurt nun bedeutet, zeigt der Spielabend in Leipzig in aller Deutlichkeit.

Das 0:6 in Leipzig: Wie Frankfurt in 90 Minuten auseinanderbrach

Banzuzi und Nkunku sorgten für den frühen Doppelschlag. Laut Hütter habe sich Frankfurt danach zunächst kurz gefangen — doch der Schein trügte. Kurz vor der Halbzeit schnürte Nkunku mit Treffern in der 41. und 44. Minute einen Hattrick und machte damit jede Hoffnung auf eine Aufholjagd zunichte. Antonio Nusa erhöhte in der 54. Minute auf 5:0, Tidiam Gomis setzte in der 89. Minute den Schlusspunkt zum 6:0.

Sechs Gegentore. Kein einziges selbst erzielt. Für einen Bundesligisten ist das eine Zahl, die man nur schwer wegdiskutieren kann. Hütter versuchte es auch gar nicht erst.

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Hütters Wut nach dem Debakel: „Müssen uns schämen“

„Wenn man 6:0 verliert, müssen wir uns schämen“, sagte Hütter unmittelbar nach dem Abpfiff. Die Worte des Trainers hatten keine diplomatische Verpackung. Besonders die Art und Weise, wie die Tore zugelassen wurden, brachte ihn in Rage: „Die Tore waren viel zu einfach, viel zu billig. Das war nicht bundesligatauglich.“

Hütter zog auch einen direkten Vergleich zur Vorwoche. Gegen Mainz habe seine Mannschaft noch mit Leidenschaft verteidigt. „Das haben wir heute nicht gezeigt.“ Seine Forderung für die Zukunft ließ keinen Interpretationsspielraum: „Wir müssen zehnmal besser verteidigen, das geht einfach nicht.“

Kapitän Koch vorzeitig vom Platz: Eine öffentliche Botschaft

Hütters Kritik blieb nicht abstrakt. Er zog Konsequenzen noch während des Spiels — und nahm dabei Abwehrchef Robin Koch, den Mannschaftskapitän, vorzeitig aus der Partie. Eine Entscheidung, die er im Anschluss klar begründete: „Ich habe Robin Koch auch deswegen rausgenommen, weil die Leistung für einen Führungsspieler zu wenig war. Das muss ein Führungsspieler auch einmal aushalten.“

Die öffentliche Ansage an den Kapitän ist keine Kleinigkeit. Sie signalisiert dem gesamten Kader, dass kein Statussymbol vor Kritik schützt — und dass Hütter bereit ist, auch unbequeme Entscheidungen zu treffen, wenn die Leistung es verlangt.

Chancen ohne Ertrag: Wie Frankfurt auch offensiv versagte

Trotz der deutlichen Niederlage sah Hütter nach eigener Aussage auch Ansätze im Spiel seiner Mannschaft. „Wir hatten Chancen, haben aber keine Tore erzielt“, erklärte er. Die Eintracht blieb in 90 Minuten ohne Torerfolg — ein Problem, das die Defensive in den Vordergrund drängt, aber die Offensive nicht entlastet.

Das Ergebnis lässt sich in seiner Eindeutigkeit so zusammenfassen:

  • 1. Minute: Banzuzi trifft zur frühen Führung für Leipzig
  • 5. Minute: Nkunku erhöht auf 2:0
  • 41. Minute: Nkunku trifft zum 3:0
  • 44. Minute: Nkunku vollendet seinen Hattrick zum 4:0
  • 54. Minute: Nusa macht das 5:0
  • 89. Minute: Gomis setzt den Schlusspunkt zum 6:0

Tabellenplatz 13 und die Frage, was nun auf Frankfurt wartet

Nach diesem Spieltag rangiert Eintracht Frankfurt auf dem 13. Platz der Bundesliga-Tabelle. Der Abstand zur oberen Tabellenregion wächst, der Druck auf Hütter und seine Mannschaft steigt. Es ist nicht das erste schwere Ergebnis unter dem österreichischen Coach in dieser Saison — bereits zuvor kassierten die Frankfurter ein 0:7.

Ob der Trainer die Wende einleiten kann, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Hütter selbst hat öffentlich die Verantwortung der Spieler eingefordert — nun liegt es an ihnen, auf dem Platz zu antworten.

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