Es war eine Länderspielpause, in der die entscheidenden Gespräche noch nicht geführt werden konnten — zu viele Verantwortliche waren nicht durchgehend in Dortmund. Doch die Botschaft, die BVB-Klubchef Carsten Cramer am 7. Oktober 2026 gegenüber dem Sport-Informations-Dienst ausschickte, ließ an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig.
Niko Kovac, 55 Jahre alt, Trainer des aktuellen Bundesliga-Tabellenführers, soll bleiben. Und zwar langfristig. Die Frage ist nicht mehr ob — sondern wann die Tinte trocken ist.
Cramers Bekenntnis: „Nur eine Frage der Zeit“
„Die Wertschätzung für Niko Kovac ist unfassbar groß. Es handelt sich nur um eine Frage der Zeit, das liegt auf der Hand“, erklärte Carsten Cramer, der neue Klubchef von Borussia Dortmund, in einem Statement gegenüber dem SID. Klarer lässt sich eine bevorstehende Vertragsverlängerung kaum formulieren, ohne sie offiziell zu machen.
Den genauen Termin ließ Cramer bewusst offen. Während der Länderspielpause seien noch nicht alle Verantwortlichen durchgehend vor Ort in Dortmund gewesen, weshalb noch einige Gespräche ausstünden. „Deshalb ist es momentan noch ein offener Zustand“, so Cramer weiter. Offen, aber mit klarer Richtung.
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Kovac übernimmt im Krisenjahr — und stabilisiert den BVB sofort
Der Kroate kam im Februar 2025 zu einem Zeitpunkt zu Borussia Dortmund, als der Klub sportlich unter Druck stand. Sein Vorgänger hatte die Mannschaft in unruhige Fahrwasser geführt, die Erwartungen in einer Stadt wie Dortmund sind bekanntlich hoch. Kovac, ehemaliger Trainer des FC Bayern München, übernahm und setzte rasch auf Stabilität statt Spektakel.
Die Rechnung ging auf. Der BVB fand seine Form, die Resultate stimmten, und das Vertrauen im Klub wuchs stetig. Nun, in der Saison 2026/27, trägt das Fundament, das Kovac legte, seine deutlichsten Früchte.
6 Siege en suite: Der BVB führt die Bundesliga-Tabelle an
Nach der 1:2-Niederlage gegen den FC Bayern München im Supercup legte Borussia Dortmund eine bemerkenswerte Serie hin: sechs Pflichtspielsiege in Folge. Das Ergebnis ist eindeutig — der BVB steht an der Spitze der deutschen Bundesliga-Tabelle. Für einen Verein, der in den vergangenen Jahren häufig um Anschluss kämpfte, ist das eine deutliche Ansage.
Unter anderem profitieren davon auch zwei österreichische Nationalspieler, die bei Dortmund unter Vertrag stehen. Die guten Ergebnisse verschaffen dem gesamten Kader — und ihrem Trainer — eine komfortable Verhandlungsposition.
Vertrag läuft aus: Was eine Verlängerung bis 2029 für den Klub bedeutet
Kovacs aktueller Vertrag endet mit dem Saisonabschluss 2026/27. Ohne Verlängerung wäre er im Sommer 2027 ablösefrei — ein Szenario, das der BVB offensichtlich unter allen Umständen vermeiden will. Im Gespräch ist laut übereinstimmenden Berichten eine Vertragsverlängerung bis 2029, was Kovac eine Laufzeit von weiteren rund drei Jahren garantieren würde.
Eine solche Bindung hätte strategische Bedeutung weit über die sportliche Kontinuität hinaus:
- Planungssicherheit für die Kaderplanung der kommenden zwei Transferfenster
- Stabilität als Signal an potenzielle Neuzugänge und bestehende Leistungsträger
- Rückhalt für den Trainer in möglichen Formtälern der kommenden Spielzeiten
- Absicherung gegen Abwerbungsversuche anderer europäischer Klubs
- Klare Kommunikationslinie gegenüber Sponsoren und Geschäftspartnern
Wann kommt die offizielle Unterschrift?
Einen konkreten Termin für die Unterzeichnung nannte Cramer nicht. Die noch ausstehenden Gespräche dürften aber rasch geführt werden, sobald alle Verantwortlichen wieder vollzählig in Dortmund versammelt sind. Der sportliche Rückenwind — Tabellenführung, Serie, Stimmung im Umfeld — könnte kaum günstiger sein.
Ob die Verlängerung noch vor der nächsten Länderspielpause oder erst im Winter offiziell verkündet wird, bleibt vorerst die einzige offene Frage in dieser Geschichte.
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