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BMW 3er Neuheit: 443 PS Sechszylinder trifft Neue-Klasse-Technik ab 49.900 Euro

BMW 3er Neuheit: 443 PS Sechszylinder trifft Neue-Klasse-Technik ab 49.900 Euro

München, 30. September 2026: Als BMW-Chefredakteur Maxim Zdziarski die Abdeckplane vom neuen 3er zieht, ist eines sofort klar — dieser Wagen sieht nicht mehr aus wie der, den man kannte. Breitere Radhäuser, eine komplett neu interpretierte Niere, bündige Türgriffe und eine horizontale Leuchtsignatur, die sich fast über die gesamte Fahrzeugbreite zieht. Das ist kein Facelift. Das ist ein Neustart.

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Mit der achten Generation wagt BMW den größten Entwicklungssprung seit Jahrzehnten: Der neue 3er basiert erstmals auf der Technologie der Neuen Klasse — und stellt damit die Frage, ob eine 50 Jahre alte Sportlimousinen-Tradition und eine volldigitalisierte Fahrzeugplattform wirklich zusammenpassen. Die Antwort liefert der Wagen selbst.

Sechszylinder bleibt: 443 PS im BMW M350 xDrive

Das Topmodell der neuen Verbrenner-Palette ist der BMW M350 xDrive. Sein Herzstück ist ein 3,0-Liter-Reihensechszylinder, den ein 48-Volt-Mild-Hybrid-System unterstützt. Das Ergebnis: 443 PS und 580 Nm Drehmoment — gegenüber dem Vorgänger ein Leistungssprung von 374 auf 443 PS.

Der integrierte Kurbelwellen-Startergenerator steuert dabei bis zu 18 PS zusätzlich bei. Geschaltet wird über eine 8-Gang-Steptronic-Sport, die Kraft geht über xDrive-Allradantrieb an alle vier Räder. Von null auf 100 km/h vergehen 4,1 Sekunden. Bei 250 km/h regelt die Elektronik ab.

Beim M350 xDrive setzt BMW außerdem auf eine Abgasanlage mit vier Endrohren und die neuen „M Yellow Lights“ — eine gelbe Lichtsignatur, inspiriert von Motorsport-Fahrzeugen und dem BMW M Hybrid V8. Der Wagen soll also nicht nur auf dem Papier sportlicher sein.

Drift-Modus serienmäßig: Was der M350 noch kann

Neben der reinen Fahrleistung hat BMW dem M350 xDrive eine Funktion spendiert, die bislang vor allem aus den vollwertigen M-Modellen bekannt war. Über den sogenannten „Drift Moment“ lässt sich die Antriebskraft vollständig auf die Hinterräder verlagern. Damit sind kontrollierte Querfahrten möglich — direkt ab Werk, ohne Umbau.

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Das ist für ein M Performance-Modell dieser Klasse eine klare Ansage. Bislang war eine solche Funktion Fahrzeugen wie dem M3 oder M4 vorbehalten.

Vierzylinder für die Mehrheit: 318 und 320 im Überblick

Wer keinen Sechszylinder braucht oder das Budget schont, bekommt den neuen 3er mit zwei Vierzylinder-Benzinern. Beide werden ebenfalls von einem 48-Volt-Mild-Hybrid-System unterstützt.

  • BMW 318: 2,0-Liter-Vierzylinder, 156 PS, ausschließlich Hinterradantrieb, ab 49.900 Euro
  • BMW 320: 2,0-Liter-Vierzylinder, 211 PS, 330 Nm, 8-Gang-Steptronic, 0–100 km/h in 7,4 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 240 km/h, ab 54.900 Euro
  • BMW M350 xDrive: 3,0-Liter-Reihensechszylinder, 443 PS, 580 Nm, xDrive-Allrad, ab 80.900 Euro

Ein Plug-in-Hybrid soll im Laufe des kommenden Jahres das Angebot erweitern. Der vollelektrische BMW i3, der ebenfalls auf der Neuen-Klasse-Plattform basiert, komplettiert die Antriebspalette bereits zum Marktstart.

Neues Design: Wenn die Neue Klasse auf die Sportlimousine trifft

Optisch trägt der neue 3er das Design der Neuen Klasse. BMW spricht von einem modernen 2,5-Box-Design mit langem Radstand, kurzen Überhängen und weit ausgestellten Radhäusern. Niere und Doppelscheinwerfer werden neu interpretiert und verschmelzen mit der Frontsensorik zu einer gemeinsamen Lichtgrafik.

Je zwei vertikale Tagfahrlichter auf beiden Seiten erzeugen das neue Vier-Augen-Gesicht. An der Seite fallen die bündigen Türgriffe auf, die beim Entriegeln automatisch ausfahren. Die markante Schulterpartie entsteht durch das nach hinten gezogene Greenhouse und die breiten Radhäuser.

Panoramic iDrive: Das Cockpit denkt neu

Im Innenraum verabschiedet sich BMW vom bisherigen Cockpit-Konzept. Das neue BMW Panoramic iDrive kombiniert BMW Panoramic Vision, ein optionales 3D-Head-up-Display, das 17,9 Zoll große Zentraldisplay und ein neu gestaltetes Multifunktionslenkrad. Das Display ist zum Fahrer hin ausgerichtet — kein Kompromiss für Beifahrer.

Unter der Software-Haube arbeitet das BMW Operating System X, das auf dem Android Open Source Project basiert und per Over-the-Air-Updates aktualisiert werden kann. Schrittweise integriert BMW außerdem Amazon-Alexa+-KI-Technologie in den BMW Intelligent Personal Assistant, um die Sprachsteuerung natürlicher zu gestalten.

Für Unterhaltung stehen Video- und Gaming-Angebote sowie Amazon Prime Video zur Verfügung. Mit BMW Digital Premium lassen sich zusätzliche Navigations-, Sicherheits- und Entertainment-Funktionen freischalten. Ein großes Panoramadach mit Klimakomfortglas sorgt für ein luftiges Raumgefühl, die Fondsitze lassen sich auf Wunsch beheizen. Als Soundsystem steht neben der Serienanlage auch Harman Kardon zur Wahl.

Was der neue BMW 3er ab 30. September 2026 kostet

BMW hält beim Einstiegspreis knapp unter der Marke von 50.000 Euro. Der BMW 318 startet bei 49.900 Euro, der BMW 320 bei 54.900 Euro. Wer den Reihensechszylinder haben möchte, zahlt mindestens 80.900 Euro für den M350 xDrive. Zwischen dem günstigsten und dem stärksten Verbrennermodell liegen damit 31.000 Euro — eine Spanne, die die sehr unterschiedlichen Käufer widerspiegelt, die BMW mit dem neuen 3er ansprechen will.

Ob der Plug-in-Hybrid, der 2027 folgen soll, diese Lücke zwischen 320 und M350 preislich schließen wird, hat BMW zum Weltpremieren-Termin noch offengelassen.

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