In der neunten Minute war es schon passiert. Alessandro Bastoni köpfte die Squadra Azzurra im Bursa Büyüksehir Belediye Stadyumu in Führung, und die 43.361 Zuschauer im Stadion ahnten wohl, was dieser Abend für die türkische Nationalmannschaft noch bereithalten würde. Es war der zweite Nations-League-Spieltag, und für Italiens neuen Teamchef Roberto Mancini ging es um mehr als drei Punkte.
Nach dem blamablen 0:2 gegen Belgien brauchte die Azzurra eine Reaktion. Sie lieferte eine deutliche: Am Montag, den 28. September 2026, fertigte Italien den Gastgeber in der Türkei mit 4:1 (3:0) ab — und Frankreich sicherte sich spät in Belgien den zweiten Dreier in Folge.
Italiens Blitzstart: Drei Tore in 27 Minuten
Bastoni eröffnete den Reigen, Davide Frattesi legte in der 22. Minute nach. Nur fünf Minuten später, in der 27. Minute, erhöhte Michael Kayode auf 3:0 — die Partie war zu diesem Zeitpunkt bereits entschieden. Dass Baris Alper Yilmaz kurz nach der Pause in der 47. Minute auf 1:3 verkürzte, war kaum mehr als ein Schönheitsfehler.
Francesco Pio Esposito machte in der 50. Minute mit dem 4:1 endgültig alles klar. Ozan Kabak und seine Teamkollegen fanden kein Mittel gegen das druckvolle Pressing der Gäste. Für Mancini war es der erste Sieg nach dem Auftaktpatzer — und ein unmissverständliches Signal an die Konkurrenz in der Gruppe.
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Olise knackt Belgien: Das Tor in der 88. Minute
Zur selben Zeit spielte sich im belgischen Auswärtsspiel eine andere Geschichte ab. Frankreich hatte Chancen, viele davon, und nutzte sie lange nicht. Zinedine Zidane wartete auf der Trainerbank auf den erlösenden Treffer — und bekam ihn erst kurz vor Schluss.
Bayern-Star Michael Olise, der in Abwesenheit von Kylian Mbappé in die Bresche sprang, erzielte in der 88. Minute das einzige Tor der Begegnung. Ein 1:0-Sieg, der knapper nicht hätte sein können, brachte den Franzosen den zweiten Erfolg hintereinander in der Nations League.
Mancinis Rehabilitierung nach dem Belgien-Debakel
Der Kontext macht den Sieg noch bedeutsamer. Italiens 0:2 gegen Belgien zum Auftakt hatte Fragen aufgeworfen — über Mancinis Systemwahl, über die Widerstandsfähigkeit der Squadra Azzurra und über die Perspektiven der Mannschaft mit Blick auf die WM-Qualifikation. Das klare 4:1 in der Türkei gibt zumindest vorläufige Antworten.
Das Torspektakel zeigt vor allem eines: Wenn Frattesi, Esposito und Kayode in einem Rhythmus sind, kann diese Mannschaft schnell und brutal zuschlagen. Drei Tore in 18 Minuten sind kein Zufall, sondern ein Muster.
Die Ergebnisse im Überblick
- Türkei – Italien 1:4 (0:3): Bastoni (9.), Frattesi (22.), Kayode (27.), Esposito (50.); Yilmaz (47.)
- Belgien – Frankreich 0:1: Olise (88.)
Was als Nächstes kommt: Paris, Dublin und ein Direktduell
Am kommenden Freitag kommt es im Stade de France in Paris zum direkten Aufeinandertreffen zwischen Italien und Frankreich — ein Duell zweier Fußballgroßmächte, das nach diesen Ergebnissen besondere Brisanz bekommt. Zidanes Franzosen reisen als zweifacher Gruppensieger an, Mancinis Azzurra mit frischem Selbstvertrauen im Gepäck.
Österreich ist unterdessen bereits am Donnerstag wieder gefragt und trifft in Dublin auf Irland.
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