Wien, 11. September 2026: In dem Jahr, in dem Samsung bereits seine achte Foldable-Generation in den Regalen hat, trat Apple-Chef John Ternus erstmals vor die Kameras einer Keynote — und enthüllte das Gerät, auf das Apple-Fans seit Jahren warten. Der Moment kam ohne große Überraschung: Zu viel war in den Wochen davor durchgesickert. Doch als Ternus das aufgeklappte Gerät in die Höhe hielt, war der Applaus im Steve Jobs Theater laut und lang.
Das iPhone Duo, Apples erstes faltbares Smartphone, ist eine Kreuzung aus iPhone und iPad im Format eines Reisepasses — und es kostet mindestens 2.299 Euro. Damit stellt sich die Frage, für wen Apple dieses Gerät eigentlich gebaut hat und was es gegenüber der Konkurrenz wirklich bietet.
iPhone Duo: Was Apples erstes Foldable im Detail kann
Das iPhone Duo faltet sich auf, entfaltet sich und vereint dabei zwei Welten: Im zugeklappten Zustand verhält es sich wie ein reguläres iPhone, aufgeklappt offenbart es eine deutlich größere Displayfläche, die an ein kompaktes iPad erinnert. Apple bewirbt das Gerät als die konsequenteste Verbindung beider Geräteklassen, die der Konzern je umgesetzt hat.
Der Einstiegspreis von 2.299 Euro gilt für die Variante mit 256 Gigabyte internem Speicher. Mehr Speicher kostet entsprechend mehr. Bestellbar ist das iPhone Duo laut Apple ab Mitte Oktober 2026.
Ab 2.299 Euro: Wie sich der Preis im Vergleich einordnet
Zum Vergleich: Das ebenfalls neu vorgestellte iPhone 18 Pro startet in Österreich bei 1.449 Euro, das iPhone 18 Pro Max bei 1.599 Euro. Das sind gegenüber den Vorgängermodellen Preissteigerungen von jeweils mindestens 150 Euro — eine Entwicklung, die Konsumentenschützern wie der Arbeiterkammer Wien seit Jahren ein Dorn im Auge ist.
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Das iPhone Duo liegt mit seinem Startpreis noch einmal deutlich darüber und positioniert sich damit klar im Luxussegment. Samsung verlangt für das Galaxy Z Fold 6 derzeit rund 1.900 Euro — Apple unterbietet hier niemanden.
iPhone 18 Pro Max: 30 Stunden Akku und variable Blende als neue Argumente
Wer das Duo nicht braucht, findet auch in den klassischen Pro-Modellen des Jahres 2026 Neuerungen. Beim iPhone 18 Pro Max verspricht Apple eine Akkulaufzeit von bis zu 30 Stunden — ein deutlicher Sprung gegenüber dem Vorgänger, der im Alltag rund 22 Stunden schaffte.
Besonders für Fotografen interessant ist die neue variable Blende der Hauptkamera. Sie lässt sich entweder vollautomatisch regeln oder manuell in vier Stufen einstellen — eine Funktion, die bislang eher professionellen Spiegelreflexkameras vorbehalten war. Ob das in der Praxis einen merklichen Unterschied macht, werden die ersten Langzeittests zeigen müssen.
Neue Siri mit iOS 27: In der EU vorerst gesperrt
Als zentrales Software-Feature präsentierte Apple gemeinsam mit den neuen Geräten eine grundlegend überarbeitete Siri-Version, die mit iOS 27 ausgeliefert wird. Die neue KI-Funktionalität soll Siri deutlich kontextsensitiver und leistungsfähiger machen.
Allerdings gilt: In der Europäischen Union ist diese Funktion zum Marktstart nicht verfügbar. Der Grund liegt im Digital Markets Act, dem EU-Gesetz zur Regulierung großer Plattformbetreiber, das Apple seit 2024 immer wieder zu Anpassungen zwingt. Einen konkreten Starttermin für die EU-Aktivierung nannte Apple bei der Präsentation nicht.
John Ternus und das Ende einer Ära: Apples neue Führung stellt sich vor
Die Keynote vom 11. September 2026 war nicht nur wegen des iPhone Duo bemerkenswert. Es war der erste große Auftritt von John Ternus als Apple-Chef — ein Moment, auf den die Tech-Branche seit dem Abgang seines Vorgängers gewartet hatte. Ternus, langjähriger Hardware-Ingenieur und in Apple-Kreisen als sachlicher, detailversessener Manager bekannt, zog die Präsentation ruhig und strukturiert durch.
Ob sein Stil das Apple-Publikum auf Dauer so mitreißt wie einst Steve Jobs oder zuletzt Tim Cook, bleibt vorerst offen. Die Börsenmärkte reagierten zunächst verhalten — der Apple-Kurs bewegte sich am Präsentationstag kaum.
Was als Nächstes kommt: Bestellstart und offene Fragen zur EU-Verfügbarkeit
Das iPhone Duo ist ab Mitte Oktober 2026 bestellbar, die regulären iPhone-18-Modelle voraussichtlich früher. Ob und wann die neue Siri-Funktionalität für österreichische und deutsche Nutzer freigeschaltet wird, hängt von laufenden Gesprächen zwischen Apple und der EU-Kommission ab — ein Prozess, der sich in der Vergangenheit oft über Monate hingezogen hat.
Wann Apple konkrete Nachbesserungen für den europäischen Markt ankündigt, ist bis dato nicht bekannt.
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