Jacht “Diwa II”: Wie WAC-Präsident Rieglers Ausflug vor Triest im Wasser endete

Es war kurz nach Mittag des 29. August 2026, als Waltraud Riegler die ersten unheimlichen Geräusche wahrnahm. Die Gruppe war gerade eine halbe Stunde unterwegs, die Adria lag ruhig vor ihnen, der Kurs zeigte Richtung Triest — und dann drang Wasser ein. Ohne Vorwarnung, ohne erkennbaren Grund.

An Bord der 14 Meter langen Jacht “Diwa II” befanden sich zehn Menschen: WAC-Präsident Dietmar Riegler, seine Frau Waltraud und acht Kärntner Freunde. Was als sommerlicher Wochenendausflug begann, entwickelte sich binnen Minuten zu einem Notfall auf offener See — und die Frage, warum das Boot so rasch sank, ist bis heute unbeantwortet.

Plötzlich drang Wasser ein: Was auf der Adria passierte

Die Gruppe hatte den Heimathafen der “Diwa II” in Portopiccolo bei Sistiana gerade verlassen, als die Lage ernst wurde. “Wir waren zu Mittag Richtung Triest unterwegs, erst eine halbe Stunde am Boot. Und plötzlich drang aus heiterem Himmel Wasser ein”, schilderte Waltraud Riegler der Kronen Zeitung. Sofort wurde ein Notruf abgesetzt.

Dietmar Riegler blieb bis zuletzt auf der Jacht. Er versuchte, das Boot noch zu retten — vergeblich. Am Ende mussten alle zehn Passagiere ins Wasser. Die “Diwa II” war nicht mehr zu halten.

Alle 10 Personen unverletzt gerettet: So lief die Bergung der Menschen ab

Die Rettung verlief erstaunlich rasch. Vorbeifahrende Boote nahmen die Schiffbrüchigen sofort auf, kurz darauf trafen Feuerwehr und Polizei ein. “Es wurden alle geborgen, uns allen ist nichts passiert, wir sind zum Glück alle unverletzt geblieben. Aber das Boot war halt nicht mehr zu retten”, berichtete Waltraud Riegler.

Alle zehn Insassen — darunter das Ehepaar Riegler und ihre acht Kärntner Freunde — kamen ohne körperliche Verletzungen davon. Für Dietmar Riegler, der als Präsident des Wolfsberger AC zu den bekanntesten Sportfunktionären Kärntens zählt, war es dennoch ein Schock.

WAC-Präsident Riegler: Wer ist der Mann, dem die “Diwa II” gehörte

Dietmar Riegler steht dem RZ Pellets WAC vor, dem Wolfsberger Fußballclub aus Kärnten, der in den vergangenen Jahren mehrfach international gespielt hat. Das Ehepaar Riegler verbringt regelmäßig Sommerwochenenden in Portopiccolo bei Sistiana, einem Yachthafen an der norditalienischen Adriaküste, unweit der slowenischen Grenze. Die “Diwa II” hatte dort seit einigen Jahren ihren Liegeplatz.

Der Verlust des Bootes trifft die Familie persönlich hart — auch wenn das Wichtigste, die Unversehrtheit aller Beteiligten, gewahrt blieb.

“Diwa II” in 16 Metern Tiefe: Was die Ursachenforschung so schwierig macht

Warum die Jacht so schnell unterging, ist noch ungeklärt. Riegler selbst schloss technisches Versagen nicht aus: “Es gab keinerlei Anzeichen. Ein technisches Gebrechen wird vermutet. Es ist unfassbar. Nachdem das Boot so schnell unterging, muss es jetzt erst geborgen werden, um alles abzuklären.” Äußere Einwirkungen oder ein Zusammenstoß wurden zunächst nicht erwähnt.

Die Bergung des Wracks gestaltet sich laut der italienischen Tageszeitung Il Piccolo schwierig. Die “Diwa II” liegt mittlerweile in 16 Metern Tiefe auf dem Grund der Adria vor Triest. Bis das Wrack gehoben und technisch untersucht ist, bleibt die genaue Ursache offen.

  • Bootstyp: Motorjacht, 14 Meter Länge
  • Heimathafen: Portopiccolo bei Sistiana, Norditalien
  • Personen an Bord: 10, davon 2 aus der Familie Riegler, 8 Kärntner Freunde
  • Einsatzkräfte: Feuerwehr und Polizei vor Ort
  • Aktuelle Lage des Wracks: 16 Meter Wassertiefe vor Triest
  • Verletzte: keine

Wrackbergung als nächster Schritt: Was die Ermittler jetzt klären müssen

Die zuständigen italienischen Behörden werden das Wrack heben müssen, bevor eine technische Begutachtung möglich ist. Erst dann lässt sich feststellen, ob ein Materialfehler, ein Defekt am Rumpf oder ein anderer Grund für den raschen Untergang verantwortlich war.

Dass das Boot keine Anzeichen eines Problems zeigte, macht die Untersuchung für Experten besonders heikel. Eine Jacht, die innerhalb weniger Minuten sinkt, ohne dass zuvor etwas aufgefallen wäre, wirft Fragen auf, die sich ohne Inaugenscheinnahme des Wracks kaum beantworten lassen.

Wann die Bergung der “Diwa II” aus 16 Metern Tiefe vor Triest beginnen kann und welche Behörde den Einsatz koordiniert, war zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch nicht bekannt.

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