WSG Tirol Kantersieg: Wie Tirol Lustenau mit 4:0 aus dem Ländle schoss

Der Freitagabend in Lustenau war nach 90 Minuten eine eindeutige Angelegenheit. Am fünften Spieltag der österreichischen Fußball-Bundesliga empfing Austria Lustenau die WSG Tirol — und hatte dem Gast aus Innsbruck schlicht nichts entgegenzusetzen. Bereits zur Pause lagen die Vorarlberger hinten, nach dem Seitenwechsel wurde aus einem knappen Rückstand ein klares Debakel.

Die WSG Tirol verließ das Ländle am 28. August 2026 mit einem 4:0-Auswärtssieg, der nie wirklich in Gefahr geriet. Doch wie kam es zu diesem souveränen Auftritt, und wer schrieb die entscheidenden Szenen des Abends?

Das 1:0: Olakigbe trifft kurz vor der Pause

Lange passierte wenig, was das Ergebnis bewegen sollte. Dann, in der 42. Minute, schlug Michael Olakigbe zu. Der Treffer zum 1:0 für die Gäste fiel zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt für Lustenau — kurz vor dem Gang in die Kabine blieb keine Zeit mehr für eine Antwort.

Damit gingen die Tiroler mit einer Ein-Tor-Führung in die Pause. Was folgte, war keine knappe Angelegenheit mehr.

Drei Tore in 24 Minuten: WSG dreht nach dem Wechsel richtig auf

Nikolai Baden Frederiksen ließ keine Zweifel aufkommen. Bereits in der 52. Minute erhöhte der Angreifer auf 2:0 — nur acht Minuten nach Wiederanpfiff. Das Spiel war da noch nicht einmal eine Stunde alt.

Marc Striednig legte in der 60. Minute nach und sorgte mit dem 3:0 für endgültig klare Verhältnisse. Lustenau fand kein Mittel mehr gegen die nun befreit aufspielenden Tiroler.

Elfmeter und Endstand: Baden Frederiksen macht den Deckel drauf

Den Schlusspunkt setzte erneut Baden Frederiksen. In der 66. Minute verwandelte er einen Elfmeter sicher zum 4:0-Endstand — sein zweiter Treffer des Abends. Damit war das Spiel nach zwei Dritteln der regulären Spielzeit längst entschieden.

Für den dänischen Angreifer war es ein bemerkenswerter Auftritt: zwei Tore, darunter ein verwandelter Strafstoß, und ein deutliches Zeichen an die restliche Liga.

Aufsteiger Lustenau unter Druck: Was die 0:4-Niederlage bedeutet

Austria Lustenau ist in dieser Saison als Aufsteiger in die Bundesliga zurückgekehrt. Das Freitagsspiel zeigt, wie hart die Liga für Rückkehrer sein kann. Vier Gegentore, kein eigener Treffer — die Vorarlberger stehen nach fünf Spieltagen vor einer Standortbestimmung.

Die WSG Tirol hingegen unterstrich mit diesem Resultat ihre Stabilität. Ein ungefährdeter Auswärtssieg in dieser Deutlichkeit ist selbst für etablierte Bundesligisten keine Selbstverständlichkeit.

Torschützen im Überblick: Die Tiroler Treffer des Abends

  • 42. Minute: Michael Olakigbe — 1:0
  • 52. Minute: Nikolai Baden Frederiksen — 2:0
  • 60. Minute: Marc Striednig — 3:0
  • 66. Minute: Nikolai Baden Frederiksen (Elfmeter) — 4:0

Vier verschiedene Minuten, drei verschiedene Torschützen — die WSG verteilte die Last der Chancenverwertung auf mehrere Schultern, was die Breite des Kaders unterstreicht.

Wie es für beide Teams weitergeht

Für Austria Lustenau stellt sich nach dieser deutlichen Heimniederlage die Frage, wie rasch die Mannschaft eine Antwort findet. Der nächste Spieltag wird zeigen, ob das 0:4 ein Ausreißer war oder ein Symptom tieferer Probleme. Die WSG Tirol reist mit breiter Brust nach Innsbruck zurück — und darf sich berechtigte Hoffnungen machen, auch in den kommenden Wochen oben mitzuspielen.

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