Kylie Jenner Klage: Ex-Köchin beschuldigt Star, ihre Fehlgeburt verursacht zu haben

Es war Silvester 2024, als die schwangere Privatköchin von Kylie Jenner angeblich angewiesen wurde, schwere Lebensmittelkisten alleine zu schleppen — ohne Hilfe, ohne Rücksicht auf ihre Risikoschwangerschaft. Knapp zwei Monate später, im Februar 2025, brach dieselbe Frau erschöpft auf dem Badezimmerboden zusammen. Der Ort: eine Geburtstagsfeier für Jenners Tochter Stormi in Palm Springs.

Am nächsten Morgen kamen starke Blutungen. Im Krankenhaus stellten Ärzte fest, dass kein Herzton mehr vorhanden war. Die Köchin hatte ihr ungeborenes Kind verloren. Nun hat sie Klage vor einem Gericht in Los Angeles eingereicht — und die Vorwürfe, die sie dabei gegen die 28-jährige Milliardärin und ihre Mitarbeiter erhebt, sind schwerwiegend.

Was die Klage gegen Kylie Jenner konkret behauptet

Laut den Gerichtsunterlagen war die Klägerin seit November 2024 als Privatköchin für Jenner tätig. Sie arbeitete demnach fünf Tage pro Woche, jeweils elf bis zwölf Stunden täglich. Im Dezember 2024 informierte sie ihre Vorgesetzten über ihre Risikoschwangerschaft und bat um angemessene Schutzmaßnahmen.

Passiert sei daraufhin nichts. Stattdessen wurde die Frau ihren Angaben zufolge weiterhin zu körperlich belastenden Tätigkeiten herangezogen — darunter das alleinige Transportieren schwerer Lasten ohne jede Unterstützung.

Der Zusammenbruch in Palm Springs und seine Folgen

Bei der Geburtstagsfeier von Stormi im Februar 2025 habe die Köchin keinerlei Unterstützung erhalten und sei schließlich erschöpft im Badezimmer zusammengebrochen. In der Nacht danach wachte sie mit starken Blutungen auf. Die Diagnose im Krankenhaus war eindeutig: keine Herztöne mehr feststellbar.

Die Klägerin macht die unmenschlichen Arbeitsbedingungen unmittelbar für den Verlust ihres Kindes verantwortlich. Sie fordert Schadensersatz wegen Diskriminierung sowie wegen der ihr aufgebürdeten Arbeitsbedingungen.

„Du bringst Kylie durcheinander” — der Vorwurf nach der Fehlgeburt

Besonders schwer wiegt laut Klageschrift die Reaktion eines Vorgesetzten unmittelbar nach dem Verlust des Kindes. Statt Anteilnahme soll der Mann zu der trauernden Frau gesagt haben: „Hör auf damit, hör einfach auf. Du bringst Kylie durcheinander. Du machst sie depressiv.”

Dieser Satz steht im Zentrum der rechtlichen Auseinandersetzung. Er belegt nach Ansicht der Klägerseite, dass die Bedürfnisse der Angestellten dem öffentlichen Image der Arbeitgeberin systematisch untergeordnet wurden.

Dritte Klage gegen Jenner in diesem Jahr — und was Anwältin Della Sharker sagt

Der aktuelle Fall ist nicht der erste seiner Art. Es handelt sich bereits um die dritte arbeitsrechtliche Klage aus dem persönlichen Umfeld der Unternehmerin in diesem Jahr. Die Häufung legt nach Einschätzung von Beobachtern strukturelle Mängel im Umgang mit Haushaltsangestellten nahe.

Anwältin Della Sharker, die den Fall öffentlich kommentierte, ließ keinen Zweifel an ihrer Position: „Der Prominentenstatus befreit niemanden von den kalifornischen Arbeitsgesetzen”, sagte Sharker. Die geltenden Schutzbestimmungen für Schwangere am Arbeitsplatz seien in Kalifornien klar geregelt und für alle Arbeitgeber verbindlich.

Wie der Fall weitergeht und was auf Kylie Jenner zukommt

Eine offizielle Stellungnahme aus dem Lager von Kylie Jenner liegt bislang nicht vor. Das Verfahren vor dem Gericht in Los Angeles steht noch am Anfang. Die Gegenseite hat die Möglichkeit, die Vorwürfe zu bestreiten oder außergerichtlich eine Einigung anzustreben.

Die Klage wirft grundsätzliche Fragen zum Schutz von Haushaltsangestellten auf, die in privaten Dienstverhältnissen oft schlechter abgesichert sind als Beschäftigte in regulären Betrieben. Ob und in welchem Umfang Jenner persönlich für das Verhalten ihrer Mitarbeiter haftbar gemacht werden kann, wird das Gericht zu klären haben.

Scroll to Top