Es war die 16. Minute im Bundesliga-Duell zwischen Schalke 04 und Union Berlin, als Dejan Ljubicic zum Abschluss ansetzte. Tom Rothe grätschte dazwischen, blockte den Ball — und der 28-jährige ÖFB-Teamspieler blieb auf dem Rasen liegen, fasste sich sofort ans linke Knie. Die Behandlungspause half nur begrenzt: Ljubicic versuchte es noch fünf Minuten lang, dann war Schluss.
In der 21. Minute winkte der Österreicher ab. Junior Dina Ebimbe kam für ihn ins Spiel. Was zunächst nach einer Vorsichtsmaßnahme aussah, entwickelt sich zu einem ernsthaften Fragezeichen — nicht nur für Schalke, sondern auch für Teamchef Ralf Rangnick, der am kommenden Montag seinen Kader für die Nations League bekanntgibt.
Knieprobleme nach Zweikampf: Was bei Ljubicic passierte
Der Zweikampf mit Rothe ereignete sich im Strafraum der Berliner. Ljubicic wollte aus kurzer Distanz abziehen, der Grätschversuch des Union-Spielers traf zwar den Ball, doch die Aktion hatte offenbar Konsequenzen für das linke Knie des Wieners. Nach der Behandlung auf dem Rasen kehrte er zwar zurück, brach den Versuch aber in der 21. Minute endgültig ab.
Ein medizinisches Update von Schalke 04 stand unmittelbar nach dem Spiel noch aus. Wie schwerwiegend die Verletzung ist, bleibt damit vorerst offen.
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ÖFB-Kader am Montag: Rangnicks Dilemma vor der Nations League
Ljubicic war für die Weltmeisterschaft 2026 nachnominiert worden — er gilt als gesetzter Kandidat in Rangnicks Planungen. Dass der Teamchef nun ausgerechnet am Tag der Kaderbekanntgabe auf ein medizinisches Gutachten wartet, macht die Entscheidung komplizierter. Fällt Ljubicic aus, muss Rangnick kurzfristig reagieren.
Beim ÖFB selbst war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Wie der Österreichische Fußball-Bund mit der Situation umgeht, dürfte sich spätestens am Montag zeigen.
Kuriose Wendung: Auch Schiedsrichter Timo Gerach muss in der 60. Minute vom Feld
Noch während die Sorge um Ljubicic nachklang, lieferte die Partie eine weitere ungewöhnliche Szene. Exakt in der 60. Minute unterbrach Referee Timo Gerach das Spiel selbst — er griff sich an die Wade und verließ das Feld Richtung Kabine. Die Unterbrechung dauerte neun Minuten.
Gerach konnte nicht weiterpfeifen. So kam der 28-jährige Jarno Wienefeld unerwartet zu seinem Debüt als Hauptschiedsrichter in der deutschen Bundesliga — ein Einstand, den er sich wohl anders vorgestellt hatte.
Schalkes 3:1-Erfolg: Wöber trifft in der Nachspielzeit, Wöber-Assist für den Schlusspunkt
Sportlich setzte sich Bundesliga-Aufsteiger Schalke 04 letztlich klar durch. Robin Gosens traf in der 25. Minute zur Führung, Adil Aouchiche erhöhte kurz nach der Pause in der 46. Minute auf 2:0. Tim Skarke verkürzte für Union Berlin in der 90.+6. Minute, doch ÖFB-Verteidiger Maxi Wöber — der in der 80. Minute eingewechselt worden war — sorgte in der 90.+12. Minute für den Endstand von 3:1.
Beim Aufsteiger aus Gelsenkirchen standen gleich mehrere Österreicher im Kader. Junior Adamu spielte bis zur 80. Minute, Wöber erzielte den entscheidenden Treffer. Auf der Gegenseite absolvierte Leopold Querfeld die volle Spielzeit für Union Berlin, während Christopher Trimmel 90 Minuten lang auf der Bank blieb.
Tabellenstand und was für beide Klubs jetzt zählt
Nach drei Spieltagen hält Schalke 04 unter dem österreichischen Trainer Miron Muslic bei vier Punkten. Union Berlin hingegen kommt nach der zweiten Niederlage in Folge nur auf einen Zähler — die Lage für die Berliner wird damit zunehmend ungemütlich.
- Schalke 04: 4 Punkte aus 3 Spielen
- Union Berlin: 1 Punkt aus 3 Spielen
- Ljubicic: verletzt ausgeschieden, Minute 21, linkes Knie
- Timo Gerach: verletzt ausgeschieden, Minute 60, Wade
- Jarno Wienefeld: Bundesliga-Debüt als Hauptschiedsrichter, 28 Jahre alt
Ob Dejan Ljubicic am Montag in Rangnicks Nations-League-Kader aufscheint oder das Aufgebot kurzfristig umgestellt werden muss, entscheidet sich in den nächsten Stunden — abhängig von der Diagnose, die Schalke 04 noch ausständig ist.
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