Irgendwann zwischen Freitagabend und Montagnachmittag geriet eine Hauskatze im Althheimer Ortsteil Muckenau ins Visier eines Unbekannten. Der Mann — oder die Frau — hob ein Luftdruckgewehr, zielte auf das Tier und drückte ab. Das Projektil traf den Vierbeiner am Rücken und drang tief in den Bauch vor.
Der 40-jährige Besitzer aus Altheim im Bezirk Braunau am Inn ahnte zunächst nichts von dem Angriff auf seine Katze. Erst ein Tierarzt entdeckte die Einschussstelle — und stellte fest, dass das Tier dringend operiert werden musste. Wer hinter der Tat steckt, ist bis heute vollkommen unklar.
Einschuss am Rücken: Was der Tierarzt bei der Untersuchung fand
Bei der tierärztlichen Untersuchung war der Befund eindeutig: Eine Einschussstelle am Rücken der Katze, im Bauchraum ein steckengebliebenes Projektil. Laut Angaben der Polizei musste das Geschoss operativ entfernt werden — eine Notoperation, die die letzte Chance des Tieres darstellte.
Doch alle Bemühungen blieben ohne Erfolg. Trotz des Eingriffs erlag die Katze ihren schweren Verletzungen. Der Tod des Tieres macht aus dem Vorfall einen besonders schwerwiegenden Fall von Tierquälerei.
Tatzeit in Muckenau: Drei Tage, in denen niemand etwas bemerkte
Der genaue Zeitpunkt des Schusses lässt sich nicht mehr genau eingrenzen. Die Polizei geht davon aus, dass die Tat zwischen Freitagabend und Montagnachmittag im Ortsteil Muckenau stattfand — ein Zeitraum von rund drei Tagen, in dem der Täter unentdeckt blieb.
Muckenau gehört zur Gemeinde Altheim im Bezirk Braunau am Inn in Oberösterreich. Das genaue Tatmotiv ist unbekannt. Ob es sich um einen gezielten Angriff auf das Tier handelte oder um einen anderen Hintergrund, ermittelt derzeit die Polizei.
Tierquälerei nach österreichischem Recht: Was dem Täter droht
In Österreich ist das mutwillige Verletzen oder Töten von Tieren nach dem Tierschutzgesetz strafbar. Wer ein Tier ohne vernünftigen Grund quält, misshandelt oder tötet, riskiert eine Verwaltungsstrafe von bis zu 7.500 Euro — in besonders schweren Fällen sogar bis zu 15.000 Euro. Hinzu können strafrechtliche Konsequenzen nach dem Strafgesetzbuch kommen, wenn Vorsatz nachgewiesen wird.
Der Einsatz eines Luftdruckgewehrs gegen ein Tier gilt dabei als erschwerend, weil er auf eine bewusste und planmäßige Handlung hindeutet. Für die Ermittler ist deshalb nicht nur die Frage relevant, wer geschossen hat, sondern auch, ob die Person Zugang zu weiteren Waffen besitzt.
Polizei Altheim sucht dringend Zeugen aus Muckenau
Die Polizeiinspektion Altheim hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Wer im fraglichen Zeitraum — zwischen Freitagabend und Montagnachmittag — im Ortsteil Muckenau verdächtige Wahrnehmungen gemacht hat, soll sich melden.
Hinweise werden unter folgenden Kontaktmöglichkeiten entgegengenommen:
- Polizeiinspektion Altheim: 059133-4202
- Jede andere Polizeidienststelle in Österreich
- Notruf 133 bei akuter Gefahr
Die Beamten betonen, dass auch scheinbar unbedeutende Beobachtungen — etwa eine Person mit einem länglichen Gegenstand oder ungewöhnliche Geräusche im Freien — für die Ermittlungen wertvoll sein können.
Täter unbekannt: Wie der Fall jetzt weitergeht
Stand 27. August 2026 ist der Täter weiterhin unbekannt. Die Polizeiinspektion Altheim führt die Erhebungen, ein konkreter Tatverdächtiger wurde bislang nicht genannt. Ob Videoüberwachung aus der Umgebung oder Zeugenaussagen neue Spuren liefern, bleibt abzuwarten.
Für den betroffenen Besitzer, einen 40-Jährigen aus Altheim, ist der Verlust seiner Katze unumkehrbar. Ob der Fall je aufgeklärt wird, hängt nun maßgeblich davon ab, ob sich Zeugen aus Muckenau bei der Polizei melden.



