TierQuarTier Wien: Kaninchenpaar Sir Henry & Sabinerle sucht gemeinsames Zuhause

Ein Kaninchenbub, dessen Besitzer gestorben ist. Eine Häsin, die auf einer Hotelterrasse aufgegriffen wurde. Im TierQuarTier Wien, Süßenbrunner Straße 101 im 22. Bezirk, haben sich Sir Henry und Sabinerle gefunden — und seither sind die beiden unzertrennlich. Was zunächst wie eine kleine Randnotiz klingt, berührt jeden, der einmal in die Augen der zwei gesehen hat.

Nun suchen die beiden ein neues Zuhause. Gemeinsam. Denn wer eines der Kaninchen aufnehmen möchte, muss beide nehmen — eine Bedingung, die das TierQuarTier Wien unmissverständlich stellt und die für das Wohlergehen der Tiere schlicht unverhandelbar ist.

Sir Henry und Sabinerle: Wie zwei Kaninchen im Tierheim zueinander fanden

Sir Henry ist 2 Jahre alt und kam ins TierQuarTier Wien, nachdem sein Besitzer verstorben war. Niemand aus dem Umfeld konnte oder wollte den zutraulichen Kaninchenbub übernehmen. Sabinerle ist 4 Jahre alt und wurde auf der Dachterrasse eines Wiener Hotels gefunden — allein, ohne Chip, ohne Hinweis auf ihre Herkunft.

Im Tierheim lernten sie sich kennen. Beide sind menschenbezogen, beide suchen Nähe. Dass sie sich so schnell aneinander gewöhnten, ist laut dem Vergabeteam des TierQuarTier Wien keine Selbstverständlichkeit — Kaninchen sind Sozialwesen, aber nicht jedes Tier versteht sich auf Anhieb mit einem fremden Artgenossen.

Warum man das Paar im neuen Heim nicht trennen darf

Kaninchen, die im Tierheim eine enge Bindung eingehen, leiden nachweislich unter Trennungen. Sie verweigern Futter, ziehen sich zurück, zeigen Stressverhalten. Das TierQuarTier Wien vermittelt solche Paare daher grundsätzlich nur gemeinsam — eine Praxis, die dem Tierschutz dient und für Interessenten von Anfang an klar kommuniziert wird.

Sir Henry und Sabinerle sind ein sogenanntes Bonded Pair: Ihre Verbindung ist so gefestigt, dass eine Trennung beiden schaden würde. Wer die zwei aufnimmt, bekommt dafür zwei zutrauliche, menschenfreundliche Kaninchen, die bereits miteinander sozialisiert sind — ein Vorteil, den viele Tierhalter zu schätzen wissen.

Das TierQuarTier Wien: 9.700 Quadratmeter für herrenlose Tiere der Bundeshauptstadt

Das TierQuarTier Wien ist die zentrale Einrichtung der Stadt Wien für entlaufene, herrenlose, beschlagnahmte und abgenommene Tiere. Auf rund 9.700 Quadratmetern finden gleichzeitig bis zu 150 Hunde, 300 Katzen und Hunderte Kleintiere vorübergehend Unterkunft. Medizinische Versorgung, Pflege und Betreuung sind während des gesamten Aufenthalts gewährleistet.

Der Standort in der Süßenbrunner Straße 101 im 22. Wiener Gemeindebezirk ist täglich geöffnet. Die Tiere bleiben so lange, bis ein geeignetes neues Zuhause gefunden ist — manchmal Wochen, manchmal Monate. Bei Hunden etwa ist vor der Übergabe in der Regel ein zweiter oder dritter Besuchstermin erforderlich, damit Tier und künftige Halter einander kennenlernen können.

So läuft die Vergabe ab — und wen man kontaktieren soll

Wer ernsthaftes Interesse an Sir Henry und Sabinerle oder einem anderen Tier aus dem TierQuarTier Wien hat, wendet sich bevorzugt per E-Mail an das zuständige Vergabeteam. Die Kontaktmöglichkeiten sind nach Tierart gegliedert:

Das Vergabeteam klärt beim ersten Kontakt die Rahmenbedingungen: Platzverhältnisse, Vorerfahrung mit Kaninchen, weitere Haustiere im Haushalt. Erst wenn alles passt, wird ein Besuchstermin vereinbart. Eine spontane Mitnahme am selben Tag ist nicht vorgesehen.

Täglich warten neue Tiere auf eine Vermittlung

Sir Henry und Sabinerle sind zwei von täglich wechselnden Fällen, die das TierQuarTier Wien betreut. Die Einrichtung stellt regelmäßig Tiere vor, die ein neues Zuhause suchen — Hunde, Katzen, Kleintiere und Exoten. Der Andrang ist konstant hoch; allein im Kleintierbereich leben derzeit Dutzende Tiere, die auf eine Vermittlung warten.

Für viele von ihnen zählt neben einer artgerechten Unterbringung vor allem eines: nicht allein zu sein. Sir Henry und Sabinerle haben dieses Glück bereits gefunden — zumindest füreinander.

Ob sich auch für das Kaninchenpaar aus dem 22. Bezirk noch vor dem Herbst ein gemeinsames Zuhause findet, liegt nun an den Wienerinnen und Wienern, die sich melden.

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