Sommer 2026 beim BVB, und die Kaderplanung in Dortmund hat bereits ihre eigene Dynamik entwickelt. Mit Konstantinos Karetsas und Giannis Konstantelias wurden zwei neue Gesichter verpflichtet, und der Transfer von PSV-Eindhoven-Mittelfeldmann Joey Veerman soll unmittelbar bevorstehen. Für Marcel Sabitzer, 32 Jahre alt und seit Jahren einer der verlässlichsten Spieler im ÖFB-Nationalteam, schrumpft der Platz im Dortmunder Kader damit spürbar.
Was das für seine Zukunft bedeutet, ist nicht so eindeutig, wie die aufkommenden Wechselgerüchte suggerieren. Sabitzer drängt nicht auf einen Abgang — aber er stellt Bedingungen, unter denen er einen solchen akzeptieren würde. Und diese Bedingungen haben es in sich.
Kein Druck, aber auch keine Garantien mehr in Dortmund
Sabitzers Vertrag bei Borussia Dortmund läuft am Ende der laufenden Saison aus. Eine Verlängerung gilt derzeit als unwahrscheinlich — eine Formulierung, die im Fußball meist mehr bedeutet, als sie zunächst andeutet. Laut einem Bericht der deutschen Tageszeitung Bild vom 18. August 2026 kann sich der steirische Mittelfeldspieler einen Verbleib beim BVB grundsätzlich vorstellen, sofern ihm ausreichend Spielzeit garantiert wird.
Doch genau das ist nach den jüngsten Neuverpflichtungen fraglich. Mit Veerman droht ein weiterer zentraler Mittelfeldspieler zu kommen, der direkt in die Stammelf drängen dürfte. Der Konkurrenzkampf wäre für Sabitzer deutlich härter als in den Vorjahren.
Champions League oder Saudi-Arabien: Sabitzers 2 Bedingungen für einen Abgang
Die Messlatte, die Sabitzer für einen freiwilligen Wechsel anlegt, ist klar definiert. Laut Bild müsste eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt sein, damit der 32-Jährige sich ernsthaft mit einem Abschied beschäftigt:
- Ein Angebot von einem Klub, der in der UEFA Champions League spielt und Sabitzer als gesetzten Stammspieler einplant
- Ein finanziell lukratives Angebot aus Saudi-Arabien, das wirtschaftlich deutlich über dem liegt, was Dortmund oder ein europäischer Mittelfeld-Klub bieten könnte
Bloße Interessensbekundungen mittlerer europäischer Ligen reichen dem ÖFB-Star demnach nicht. Bereits zuvor war Sabitzer mit einem italienischen Klub in Verbindung gebracht worden, wobei das Gehalt als wesentliches Hindernis galt.
Warum der BVB bei passendem Angebot nicht blockieren will
Auch aus Dortmunder Sicht scheint man sich mit einem möglichen Sabitzer-Abgang arrangiert zu haben. Laut dem Bericht soll der BVB dem Österreicher bei einem passenden Angebot keine Steine in den Weg legen — eine Haltung, die angesichts des auslaufenden Vertrags wenig überrascht, aber dennoch eine eindeutige Botschaft sendet.
Ohne Verlängerungsgespräche, ohne sportliche Garantien und mit einer immer dichter besetzten Mittelfeldreihe ist die Ausgangslage für den 32-Jährigen alles andere als komfortabel. Dortmund würde bei einem Sommerverkauf zumindest noch eine Ablöse erhalten, statt ihn im kommenden Jahr ablösefrei zu verlieren.
Was Sabitzer für das ÖFB-Team bedeutet — und warum sein Vereinsstatus zählt
Für das österreichische Nationalteam ist Sabitzers Klubsituation keine Nebensache. Wer bei seinem Verein kaum Einsatzminuten sammelt, kommt auch in die Bredouille, wenn ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick seine Kader für die kommenden Länderspiele zusammenstellt. Sabitzer zählt seit Jahren zu den Führungsspielern im rot-weiß-roten Dress — ein Status, den er sich mit regelmäßigen Einsätzen erarbeitet hat und der nicht automatisch fortbesteht.
Konkret stehen im Herbst 2026 wieder Nations-League-Partien auf dem Programm, bei denen Österreich auf Spieler in Top-Form angewiesen sein wird. Ein Wechsel zu einem Champions-League-Klub würde Sabitzers Position im Nationalteam absichern — ein weiteres Argument, das über rein finanzielle Überlegungen hinausgeht.
Wie das Transferfenster nun für Sabitzer weiterläuft
Das Sommertransferfenster in den großen europäischen Ligen schließt in wenigen Wochen. Bislang liegt kein konkretes Angebot vor, das Sabitzers Kriterien erfüllt — zumindest keines, das öffentlich bekannt ist. Ob ein Champions-League-Klub noch aktiv auf den Spieler zugeht oder ob das lukrative Saudi-Angebot eintrifft, bleibt abzuwarten.
Sollte kein qualifiziertes Angebot kommen, deutet vieles darauf hin, dass Sabitzer die Saison in Dortmund zu Ende spielt — und im Sommer 2027 als ablösefreier Spieler auf den Markt kommt, was die Optionen dann grundlegend verändern würde.



