Postbus-Crash L505: Wie ein Abbiegemanöver bei Mattsee 2 Menschen schwer verletzte

Gegen 17 Uhr am Montag, dem 18. August 2026, herrschte auf der Mattseer Landesstraße L505 im Grenzgebiet zwischen Salzburg und Oberösterreich zunächst normaler Nachmittagsverkehr. Ein 19-jähriger Lenker aus dem Bezirk Salzburg-Umgebung wollte im Bereich Guggenberg links abbiegen — ein alltäglicher Vorgang auf einer Landstraße, der an diesem Nachmittag eine Kettenreaktion mit vier Fahrzeugen auslöste.

Wegen des Gegenverkehrs musste der junge Fahrer seinen Wagen abrupt anhalten. Was dann folgte, geschah in Sekunden: Ein 53-jähriger Buslenker, ebenfalls aus dem Bezirk Salzburg-Umgebung, dürfte das stehende Fahrzeug zu spät erkannt haben. Der Aufprall des Postbusses der Linie 120 war so heftig, dass zwei Menschen schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden mussten.

Das Abbiegemanöver bei Guggenberg als Auslöser des Vier-Fahrzeug-Crashs

Laut ORF-Berichten dürfte der Ablauf eindeutig rekonstruierbar sein. Der 19-Jährige hielt auf der L505 an, um den Gegenverkehr passieren zu lassen. Der dahinter fahrende Postbus der Linie 120 krachte ungebremst in das Heck des wartenden Pkw.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Wagen des 19-Jährigen auf die Gegenfahrbahn geschleudert. Dort kollidierten gleich zwei entgegenkommende Fahrzeuge mit dem quer stehenden Auto: das eines 29-jährigen Mannes aus dem Bezirk Salzburg-Umgebung sowie jenes einer 27-jährigen deutschen Staatsbürgerin.

2 Schwerverletzte: Einer musste aus dem Wrack befreit werden

Der Pkw des 29-Jährigen wurde beim Zusammenstoß in den Straßengraben und gegen eine Gartenmauer gedrückt. Besonders dramatisch war die Lage des 19-jährigen Unfallauslösers: Er war in seinem stark beschädigten Fahrzeug eingeklemmt und konnte sich nicht selbst befreien.

Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten ihn aus dem Wrack schneiden. Insgesamt erlitten zwei Personen bei dem Unfall schwere Verletzungen. Ein Rettungshubschrauber brachte die Verletzten rasch in ein Krankenhaus.

Drei Feuerwehren im Einsatz zwischen Mattsee und Palting

Das Unglück ereignete sich unmittelbar an der Grenze zwischen dem Salzburger Flachgau und dem oberösterreichischen Bezirk Braunau — ein Umstand, der die Koordination des Rettungseinsatzes zusätzlich erforderte. Neben Notarzt und Rettungsdienst rückten die Freiwilligen Feuerwehren Mattsee, Mattighofen und Palting zur Unfallstelle aus.

Die Aufgaben der Einsatzkräfte umfassten im Einzelnen:

  • Absicherung der Unfallstelle auf der L505 in beide Richtungen
  • Technische Rettung des eingeklemmten 19-jährigen Lenkers
  • Erstversorgung der Verletzten bis zum Eintreffen des Notarztes
  • Bergung und Abtransport der vier beschädigten Fahrzeuge
  • Reinigung der Fahrbahn und Freigabe der Strecke

Postbus Linie 120: Was über den 53-jährigen Buslenker bekannt ist

Der 53-jährige Fahrer des Postbusses stammt ebenfalls aus dem Bezirk Salzburg-Umgebung. Ob er selbst verletzt wurde, geht aus den bisherigen Informationen der Freiwilligen Feuerwehr Mattsee, die als erste Einsatzkräfte über den Unfall berichtete, nicht hervor.

Insgesamt waren ein Postbus und drei Pkw in den Crash verwickelt — vier Fahrzeuge auf einem vergleichsweise kurzen Streckenabschnitt der Landesstraße, was die Heftigkeit der Kollisionskette unterstreicht.

Unfallursache und offene Ermittlungen auf der L505

Die genaue Unfallursache und die Frage, ob der Buslenker zu nah auffuhr oder ob die Sicht auf der L505 im Bereich Guggenberg eingeschränkt war, sind Gegenstand der laufenden polizeilichen Erhebungen. Die Polizeiinspektion Mattsee ist nach Auskunft der Einsatzkräfte mit der Unfallaufnahme betraut.

Offen bleibt derzeit auch der genaue Zustand der beiden Schwerverletzten, die per Rettungshubschrauber in die Klinik geflogen wurden.

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