Am 21. September 2026 stellte Vivo in China seine neue X500-Serie vor — und verkündete gleichzeitig, was Smartphone-Fotografen in Wien, Berlin und Zürich schon länger erwartet hatten: Die beiden Pro-Modelle kommen tatsächlich nach Europa. Das X500 Pro Max und das X500 Pro werden am 27. Oktober 2026 bei einem europäischen Launch-Event offiziell präsentiert.
Im Mittelpunkt steht diesmal nicht der Prozessor, nicht das Display, sondern die Kamera. Genauer gesagt: ein Kamerasystem, das Vivo gemeinsam mit dem deutschen Optikhersteller Zeiss entwickelt hat — und das mit einer 200-MP-Telekamera und einem optionalen Telekonverter bis auf 400 Millimeter äquivalente Brennweite kommt. Was das in der Praxis bedeutet, ist erheblich.
200-MP-Zeiss-Telekamera: Was das X500 Pro Max wirklich kann
Das Herzstück des X500 Pro Max ist die Zeiss-APO-Telekamera mit einem 1/1,4-Zoll-Sensor und 200 Megapixeln Auflösung. Die äquivalente Brennweite beträgt 85 Millimeter — ein klassischer Porträtbrennpunkt, den Zeiss aus der analogen Fotografie kennt. Die optische Bildstabilisierung erfüllt den CIPA-7.0-Professional-Stabilisation-Standard und gleicht laut Vivo Verwacklungen von bis zu drei Grad aus.
Für den Autofokus setzt Vivo auf einen Mehrzonen-Laserautofokus mit 1.536 Messpunkten. AF-Tracking-Snapshots sind mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde möglich, was schnell bewegte Motive — Sportler, Tiere, Kinder — scharf einfangen soll. Bei Videoaufnahmen unterstützt das Gerät einen 30-fachen Telezoom.
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400-mm-Zoom durch Telekonverter: Das optionale Zubehör im Detail
Wer noch weiter reichen will, greift zum Vivo Zeiss Telephoto Extender Gen 2 Ultra. Der Aufsatz verlängert die äquivalente Brennweite auf 400 Millimeter und vergrößert 4,7-fach. Die Optik besteht aus 15 Glaselementen, darunter fünf Linsen mit besonders geringer Dispersion sowie ein asphärisches Glaselement nach Kepler-Bauweise. Das Gerät ist 116 Millimeter lang und wiegt 248 Gramm. Es ist ausschließlich mit dem X500 Pro Max kompatibel.
Für beide Pro-Modelle gibt es zusätzlich den kleineren Zeiss Telephoto Extender Gen 2: 200 Millimeter äquivalente Brennweite, 2,35-fache Vergrößerung, 96 Millimeter Länge, 153 Gramm Gewicht. Wer also das X500 Pro kauft, bleibt nicht ohne Zubehöroption.
X500 Pro: Die kompaktere Alternative mit Sony-Sensor
Das X500 Pro ist mit einem 6,36-Zoll-Display merklich handlicher als das Pro Max mit seinem 6,85-Zoll-2K-Zeiss-Master-Color-Panel. Auch die Telekamera unterscheidet sich: Statt des 200-MP-Sensors verbaut Vivo hier einen 64-MP-Sony-Lytia-610-Sensor, ebenfalls mit CIPA-7.0-Stabilisierung. Bewegungsaufnahmen sind bis zu einem 20-fachen Telezoom möglich — zehn Stufen weniger als beim Pro Max, aber für die meisten Alltagssituationen ausreichend.
Die Hauptkamera beider Modelle basiert auf dem Sony-Lytia-L910-Sensor mit einem 1/1,28-Zoll-Format. Den Dynamikumfang gibt Vivo mit bis zu 17 EV an. Neu ist das sogenannte 4K Golden Hour Portrait Video, das Gegenlichtsituationen bei Sonnenuntergang besser verarbeiten soll — unterstützt durch Farbprofile wie das gemeinsam mit Zeiss entwickelte Golden-Hour-Profil, Sunny Day und Modern Film.
MediaTek Dimensity 9600 Pro: Der Chip hinter der Kamerapower
Beide Smartphones laufen auf dem MediaTek Dimensity 9600 Pro, gefertigt im 2-nm-Verfahren. Der Chip liefert die Rechenleistung für die aufwendige Kamera- und Videoverarbeitung — darunter Log-basierte Bildverarbeitung, die Fotografen aus der professionellen Videoproduktion kennen. Welche Farbvarianten von den vier chinesischen Optionen (Sunny White, Starry Gray, Moonlit Black, Sunset Orange) für den europäischen Markt ausgewählt werden, gibt Vivo erst beim Launch am 27. Oktober bekannt.
Vivo X Fold6: Das Falthandy kommt schon früher nach Österreich
Noch vor der X500-Serie erscheint in Österreich ein weiteres Vivo-Modell: Das X Fold6 soll ab 1. Oktober 2026 in Österreich, Deutschland und der Schweiz erhältlich sein. Das Falthandy kombiniert ebenfalls eine 200-MP-Hauptkamera mit einer Zeiss-APO-Telekamera, die auf dem Sony-Lytia-602-Sensor basiert und ein dreifaches Periskopsystem mit 70 Millimetern äquivalenter Brennweite besitzt. Auch das X Fold6 unterstützt den Zeiss Telephoto Extender Gen 2 für 200 Millimeter Reichweite.
Der Akku fasst 6.900 mAh. Das Gerät ist nach IPX8 und IPX9 gegen Wasser sowie nach IP5X gegen Staub geschützt und läuft mit OriginOS 7 Fold. Aufgeklappt misst das Modell Prism Black laut Vivo rund 4,4 Millimeter und wiegt 228 Gramm.
Was Vivo beim europäischen Launch am 27. Oktober konkret für Preise aufrufen wird, bleibt bis dahin offen — die Kameraausstattung beider Pro-Modelle lässt jedoch auf ein Segment schließen, in dem jede Entscheidung gut überlegt sein will.
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