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ÖFB-Frauen gegen Kosovo: Wie ein 4:0 in Wien den WM-Traum von Brasilien 2027 befeuert

ÖFB-Frauen gegen Kosovo: Wie ein 4:0 in Wien den WM-Traum von Brasilien 2027 befeuert

Sieben Minuten waren am Abend des 13. Oktober 2026 gespielt, als Marie-Therese Höbinger auf dem Wiener Sportclub-Platz den Ball ins Netz beförderte und damit den Ton für einen der eindrucksvollsten Abende der jüngeren Geschichte des österreichischen Frauen-Nationalteams setzte. Die Liverpool-Legionärin traf früh, die Kulisse mit 3.500 Fans im Rücken entfachte sich – und der Kosovo hatte von diesem Moment an keine echte Antwort mehr.

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Was folgte, war kein zähes Playoff-Rückspiel, sondern eine kontrollierte Machtdemonstration. Am Ende stand ein 4:0, das in Kombination mit dem 1:0-Vorsprung aus dem Hinspiel in Pristina zu einem Gesamtergebnis von 5:0 führte. Österreich steht im Finale der WM-Playoffs – und der Traum von der Endrunde in Brasilien 2027 ist plötzlich zum Greifen nah.

Das 4:0 im Detail: Vier Torerinnen, ein dominantes Kollektiv

Höbingers Führungstreffer in der 7. Minute gab dem Spiel sofort eine klare Richtung. Österreich ließ den Ball laufen, kombinierte schnell und zwang den Kosovo in eine rein defensive Rolle. Sarah Puntigam erhöhte in der 65. Minute auf 2:0, ehe Virginia Kirchberger-Prohaska in der 86. Minute und Eileen Campbell in der 89. Minute den Sieg endgültig in die Höhe schrauben.

Teamchef Lars Söndergaard fasste die Leistung nach dem Abpfiff selbstkritisch, aber zufrieden zusammen. „Wir können sogar besser spielen als heute. Aber dieser hohe Sieg tut uns sicher allen gut. Wir haben zum Glück das erste Tor schnell geschossen. Wir haben den Ball laufen lassen, hatten schnelle Kombinationen. Dadurch sind sie auch nicht zu Kontern gekommen“, sagte der dänische Cheftrainer des ÖFB-Frauenteams.

Der einzige Wermutstropfen: Verletzungssorgen um Annabel Schasching

Inmitten der Feierlaune gab es einen beunruhigenden Moment: Annabel Schasching musste bereits in der 17. Minute ausgewechselt werden. Die Mittelfeldspielerinnen von RB Leipzig dürfte sich dabei eine Verletzung im hinteren Oberschenkel zugezogen haben – ein Befund, der die Vorbereitung auf das anstehende Finale trüben könnte.

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Wie schwer die Blessur tatsächlich ist und ob Schasching für das entscheidende Duell zur Verfügung stehen wird, blieb zunächst offen. Das ÖFB-Medizinteam wird in den kommenden Tagen Klarheit schaffen.

Gesamtsieg 5:0: Was das WM-Playoff-Hinspiel in Pristina bereits eingeleitet hatte

Der souveräne Auftritt in Wien war kein Zufallsprodukt. Bereits das Hinspiel in Pristina hatte Österreich mit einem 1:0-Erfolg für sich entschieden – ein Ergebnis, das den Grundstein für die nun vollzogene Qualifikation ins Playoff-Finale legte. Über beide Partien hinweg ließ das ÖFB-Team dem Kosovo schlicht keine Chance und kassierte kein einziges Gegentor.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 5:0 Gesamttore, 0 Gegentreffer, zwei klar gewonnene Partien. Für ein Team, das unter Söndergaard seit Monaten an seiner Stabilität arbeitet, ist das ein starkes Signal.

Der nächste Gegner: Warum die Schweiz als Favoritin gilt

Im Finale der WM-Playoffs wartet aller Voraussicht nach die Schweiz. Die Eidgenössinnen absolvierten ihr Hinspiel gegen Israel mit einem 7:3-Kantersieg und haben das Rückspiel noch vor sich – ein Weiterkommen gilt dabei als Formsache. Für Österreich bedeutet das: Der nächste Gegner ist klar stärker einzuschätzen als der Kosovo.

Die Schweiz zählt in Europa seit Jahren zu den Top-10-Nationen im Frauenfußball und verfügt über mehrere Spielerinnen aus den besten Ligen des Kontinents. Ein Finale zwischen den beiden Nachbarländern wäre sportlich und emotional hochkarätig – und für das ÖFB-Team die härteste Prüfung auf dem Weg nach Brasilien.

WM 2027 in Brasilien: Was eine Qualifikation für den österreichischen Frauenfußball bedeuten würde

Die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2027 findet in Brasilien statt – für europäische Teams eine logistische und sportliche Herausforderung der besonderen Art. Österreich war bislang noch bei keiner WM-Endrunde vertreten. Eine erstmalige Qualifikation wäre ein historischer Meilenstein für den heimischen Frauenfußball.

  • Datum des Rückspiels im WM-Playoff-Finale: noch nicht offiziell fixiert
  • Bisheriges WM-Gesamtergebnis Österreich in den Playoffs: 5:0 Tore
  • Torschützinnen gegen Kosovo: Höbinger (7.), Puntigam (65.), Kirchberger-Prohaska (86.), Campbell (89.)
  • Zuschauer beim Heimspiel in Wien: 3.500
  • Gegner im Finale: voraussichtlich Schweiz (führt gegen Israel mit 7:3 aus dem Hinspiel)

Der ÖFB sprach nach dem Abpfiff von einem „historischen Schritt“, ohne dabei dem noch ausstehenden Finale vorzugreifen. Der Verband wird das genaue Datum und den Austragungsort des Finalspiels in den kommenden Tagen bekanntgeben.

Was jetzt kommt: Das Finale und die offene Frage um Schaschnigs Fitness

Österreich hat das Halbfinale klar gemeistert – doch das Finale wird eine andere Kategorie sein. Söndergaard wird in den nächsten Tagen zwei Dinge klären müssen: den Gesundheitszustand von Annabel Schasching und die taktische Ausrichtung gegen eine Schweizer Mannschaft, die zuletzt in beeindruckender Form aufgetreten ist.

Der Wiener Sportclub-Platz war am 13. Oktober Schauplatz eines begeisternden Abends – ob Wien oder ein anderer österreichischer Austragungsort für das Finale reserviert wird, entscheidet der ÖFB gemeinsam mit der UEFA in Kürze.

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