Rund 46.000 Zuschauer füllten das Hamburger Volkspark-Stadion am Abend des 1. September 2026, als Borussia Dortmund in der ersten DFB-Pokalrunde auf den Hamburg Elmsbütteler BC traf. Der Fünftligist aus Hamburg hielt zunächst wacker dagegen — knapp eine halbe Stunde lang blieb das Ergebnis offen, und der Underdog ließ zumindest phasenweise aufhorchen.
Dann aber brach Schwarz-Gelb den Widerstand innerhalb von nur 15 Minuten vollständig: Vier Tore, kein Gegentreffer, Pflichterfüllung ohne Widerrede. Und mittendrin: Marcel Sabitzer, der österreichische Nationalspieler, der dem Abend seinen persönlichen Stempel aufdrückte.
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So lief das 5:0 ab: Vier Tore in einer Viertelstunde entscheiden alles
Den ersten Treffer erzielte der BVB durch ein Eigentor von Janek Wrede in der 33. Minute. Daniel Svensson legte drei Minuten später nach und erhöhte auf 2:0. Dann kam Sabitzers großer Moment: Der ÖFB-Legionär bereitete in der 41. Minute das 3:0 durch Samuele Inacio vor. Inacio schnürte bis zur 45. Spielminute noch den Doppelpack — das war das 4:0 noch vor dem Pausenpfiff.
Den Schlusspunkt setzte Fabian Silva in der 59. Minute zum 5:0-Endstand. Danach schalteten die Dortmunder einen Gang zurück. Der Elmsbütteler BC versuchte im Konter zwar noch sein Glück, blieb aber ohne Torerfolg — der Ehrentreffer für den Außenseiter gelang nicht.
Sabitzers Rolle beim BVB: Durchgespielt, Vorlage, Pflicht erfüllt
Marcel Sabitzer stand in der Startelf und spielte die vollen 90 Minuten durch. Seine Vorlage zum 3:0 in der 41. Minute war der einzige direkte österreichische Treffer-Beitrag der Partie — und er kam zum richtigen Zeitpunkt, als Dortmund das Spiel endgültig in die Hand nahm.
Sabitzer selbst zeigte sich nach dem Abpfiff betont unaufgeregt. „Wir haben die Pflicht erfüllt, haben es souverän gemacht. Es hätten aber noch ein paar Tore mehr sein können”, sagte der ÖFB-Teamspieler mit einem Schmunzeln. Bescheidenheit oder schlicht die Selbstverständlichkeit eines Topklubs — beides wäre denkbar.
Zweiter ÖFB-Mann dabei: Chukwuemeka kommt in der zweiten Hälfte
Sabitzer war nicht der einzige Österreich-Legionär auf BVB-Seite. Carney Chukwuemeka wurde in der 46. Spielminute eingewechselt — ebenfalls ein ÖFB-Teamspieler — und verstärkte Dortmunds Mittelfeld für die zweite Halbzeit. Zwei österreichische Nationalspieler im selben Bundesliga-Kader, beide aktiv im DFB-Pokal: Das unterstreicht die Bedeutung, die der BVB dem rot-weiß-roten Fußball aktuell beimisst.
Der Gegner: Wer ist der Hamburg Elmsbütteler BC?
Der Hamburg Elmsbütteler BC — so der vollständige Vereinsname — spielt in der fünften deutschen Liga, also vier Klassen unterhalb der Bundesliga. Dass ein solches Team in der ersten DFB-Pokalrunde auf einen Topklub wie Borussia Dortmund trifft, ist keine Seltenheit: Das Turnier-Format sieht bewusst vor, dass Amateurvereine gegen die Besten des Landes antreten dürfen.
Die Hamburger hielten sich bis zur 33. Minute achtbar, ehe die Klassen-Unterschiede unweigerlich zum Vorschein kamen. Ein Ehrentreffer blieb ihnen verwehrt — aber allein die Kulisse vor fast 46.000 Zuschauern dürfte für die Spieler des Fünftligisten ein unvergesslicher Abend gewesen sein.
BVB-Pokalweg: Was kommt nach dem Kantersieg als nächstes?
Mit dem souveränen 5:0 in der ersten Runde hat Borussia Dortmund die Pflichtaufgabe ohne nennenswerten Aufwand erledigt. Die zweite DFB-Pokalrunde wird im Oktober 2026 ausgelost und ausgetragen — dann wartet aller Voraussicht nach ein deutlich stärkerer Gegner auf Sabitzer und Co. Wie stabil der BVB zu diesem Zeitpunkt in der Bundesliga steht, wird die eigentliche Messlatte für das Dortmunder Herbstprogramm sein.
Für Marcel Sabitzer persönlich stellt sich die Frage, ob er seine Startelf-Rolle beim BVB auch in den kommenden Wochen behaupten kann — gerade mit Blick auf die anstehenden ÖFB-Länderspiele im Herbst.
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