Flushing Meadows, 30. August 2026: Zwei Tage vor dem ersten Aufschlag beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres lichtet sich das Teilnehmerfeld der US Open mit bemerkenswerter Geschwindigkeit. Während die Veranstalter im USTA Billie Jean King National Tennis Center die letzten Vorbereitungen treffen, trudeln aus den Spielerlagern eine Absage nach der anderen ein.
Nun trifft es auch Casper Ruud. Der 27-jährige Norweger, einst Finalist in New York, zieht seinen Start wegen starker Rückenschmerzen zurück — und hinterlässt eine Lücke im Tableau, die das Turnier deutlich schwächer macht als erhofft.
Rückenprobleme erzwingen Ruuds Absage kurz vor Turnierbeginn
Die Entscheidung fiel kurzfristig und ohne öffentliche Ankündigung im Vorfeld. Laut Angaben aus Ruuds Umfeld zwangen ihn massive Rückenschmerzen zur Aufgabe jedes Plans, das Hartplatz-Major in New York anzugehen. Ein genauer Zeitplan für seine Rückkehr auf die Tour wurde bislang nicht kommuniziert.
Für den Sandplatz-Spezialisten ist die Absage besonders schmerzhaft. Ausgerechnet Flushing Meadows zählt zu jenen Schauplätzen, an denen Ruud seine bislang größten Karrieremomente erlebt hat — weit weg vom geliebten Rotgranulat der europäischen Turniersaison.
2022 stand Ruud im Finale in New York — dann kam Alcaraz
Es war der 11. September 2022, als Casper Ruud im Arthur Ashe Stadium gegen Carlos Alcaraz um den Titel kämpfte. Der Spanier gewann, Ruud musste sich geschlagen geben — doch der Einzug ins Endspiel katapultierte den Norweger schlagartig in die Weltspitze. Flushing Meadows war für ihn kein fremdes Pflaster, sondern ein Ort besonderer Bedeutung.
Hinzu kommen zwei Finaleinzüge bei den French Open, 2022 und 2023, die Ruud als einen der beständigsten Top-Spieler seiner Generation auswiesen. Doch 2026 läuft die Saison alles andere als nach Plan.
Schwieriges Jahr 2026: Ruud findet nicht zu alter Form zurück
Die laufende Saison hat dem Norweger kaum Erfolge beschert. Ruud konnte nur selten an jene Leistungen anknüpfen, die ihn in den vergangenen Jahren zur Weltspitze zählten. Körperliche Rückschläge summieren sich — der Rückenprobleme sind nur der jüngste in einer Reihe von Widrigkeiten, die seinen Spielrhythmus immer wieder unterbrachen.
Wie lange die Pause andauern wird und welche Turniere er danach anpeilt, ließ sein Team vorerst offen.
Sinner und Fonseca: Das Tableau verliert gleich 3 Topspieler
Ruud ist nicht allein. Die US Open 2026 verlieren innerhalb weniger Tage gleich mehrere prominente Namen:
- Jannik Sinner (Italien): Der Weltranglistenerste sagte wegen anhaltender Knieprobleme ab — ein schwerer Schlag für das Turnier.
- Casper Ruud (Norwegen): Rückenprobleme verhindern den Start des zweifachen French-Open-Finalisten.
- Joao Fonseca (Brasilien): Das 18-jährige Ausnahmetalent fällt mit einer Bauchmuskelverletzung aus.
Drei Absagen dieser Größenordnung in so kurzer Zeit sind für ein Grand-Slam-Turnier ungewöhnlich. Auch die Sportnachrichtenagentur ATP Media verwies in ihrer Mitteilung vom 30. August 2026 auf die außergewöhnlich hohe Zahl verletzungsbedingter Rückzüge in diesem Turnierjahr.
Was nun: Nachrücker, offenes Tableau und viele Fragezeichen
Durch die kurzfristigen Absagen rücken Lucky Losers und direkte Nachrücker aus der Qualifikation in das Hauptfeld nach. Das verändert die Ausgangslage für jene Spieler, die ihren Start bestätigt haben — und öffnet das Tableau für überraschende Ergebnisse in den ersten Runden.
Wann Ruud, Sinner oder Fonseca auf die Tour zurückkehren werden, bleibt zum Auftakt der US Open am 1. September 2026 unbeantwortet.



