Yael Trepy, Cagliari: Wie ein 20-Jähriger dem Tod im Pool von Sardinien entkam

Es war Sonntag, irgendwo im Norden Sardiniens, als Yael Trepy in einem Swimmingpool versank. Der 20-jährige Stürmer von Cagliari Calcio ging beim Schwimmen unter — und wurde anschließend mit ungewissem Ausgang in ein Krankenhaus in Sassari eingeliefert. Was genau in jenen Minuten geschah, ist nicht öffentlich bekannt. Bekannt ist, was danach kam: ein künstliches Koma, ein Beatmungsgerät, bange Stunden für Familie und Klub.

Zwei Tage nach diesem Drama veröffentlichte Cagliari Calcio am Dienstag, dem 18. August 2026, eine Meldung, auf die viele gewartet hatten. Trepy ist aufgewacht. Und die Nachrichten aus der Intensivstation sind besser, als viele zu hoffen wagten.

Wach, ansprechbar, ohne Beatmung: Der Zustand von Trepy am 18. August

Laut der offiziellen Mitteilung von Cagliari Calcio wurde Trepy am Dienstag planmäßig aus dem künstlichen Tiefschlaf geholt. Der Franzose ist seither voll ansprechbar und reagiert auf Reize. Das Beatmungsgerät, an dem er seit dem Unfall hing, wurde abgekoppelt — sein Atemzustand und der Kreislauf gelten als stabil.

Besonders bedeutsam ist ein weiterer Befund: Die behandelnden Ärzte in Sassari stellten derzeit keinerlei Anzeichen einer neurologischen Beeinträchtigung fest. Gerade nach Beinahe-Ertrinkungsunfällen ist eine Hirnschädigung durch Sauerstoffmangel die gefürchtetste Komplikation — dieses Risiko scheint bei Trepy vorerst nicht eingetreten zu sein.

Der Unfall im Pool: Was über das Bade-Drama auf Sardinien bekannt ist

Trepy erlitt den Unfall am Sonntag, dem 16. August 2026, in einem Swimmingpool im Norden der Insel. Wie lange er unter Wasser war und unter welchen Umständen er gefunden wurde, hat der Klub nicht im Detail kommuniziert. Fest steht, dass er umgehend in ein Krankenhaus in Sassari gebracht und dort auf der Intensivstation behandelt wurde.

Cagliari Calcio, der Serie-A-Klub aus der sardischen Hauptstadt, bestätigte den Vorfall noch am Sonntag. Der Verein bat in seiner ersten Stellungnahme um Verständnis dafür, dass zum Schutz des Spielers und seiner Familie zunächst keine weiteren Details veröffentlicht würden.

Wer ist Yael Trepy? Ein Profidebüt mit Tor, ein Karrierestart mit Versprechen

Trepy, geboren 2006 und französischer Staatsbürger, stieß 2022 zu Cagliari Calcio. Er durchlief die Nachwuchsakademie des Klubs und schaffte den Sprung in den Profikader schneller als viele seiner Altersgefährten. Im Jänner 2026 feierte der Angreifer sein Debüt in der Serie A — und traf dabei prompt zum ersten Mal in Italiens höchster Spielklasse.

Mit 20 Jahren und einem Tor im Gepäck war sein Aufstieg gerade erst angebrochen. Cagliari hat sich über die Jahre einen Ruf als Ausbildungsklub erarbeitet, der jungen Talenten frühzeitig Spielzeit gibt — Trepy war ein Beispiel dafür.

Intensivstation in Sassari: Warum die Behandlung noch nicht abgeschlossen ist

Auch wenn die Nachrichten vom Dienstag ermutigend sind, bleibt Trepy vorerst auf der Intensivstation des Krankenhauses in Sassari. Nach einem Beinahe-Ertrinkungsunfall ist eine medizinische Überwachung über mehrere Tage Standard — selbst wenn der Patient ansprechbar ist und keine sofort erkennbaren neurologischen Schäden aufweist.

Wann genau er verlegt oder entlassen werden kann, ist laut Cagliari Calcio noch offen. Über den weiteren Genesungsverlauf werde der Klub informieren, sobald neue gesicherte Erkenntnisse vorliegen.

Reaktionen: Cagliari und die Hoffnung auf Trepys Rückkehr

Der Klub hat sich seit dem Unfall weitgehend bedeckt gehalten, was Spekulationen angeht. Die knappe, aber unmissverständliche Verlautbarung vom Dienstag sprach für sich: „Yael ist wieder bei Bewusstsein und wird nicht mehr künstlich beatmet”, teilte Cagliari Calcio mit — eine Formulierung, die in ihrer Nüchternheit die Erleichterung nur knapp verdeckte.

Wann Trepy wieder Fußball spielen wird, ist eine Frage, die sich in dieser Woche niemand stellt. Zuerst kommt die vollständige Genesung, dann alles andere.

Die behandelnden Ärzte in Sassari werden Trepy in den kommenden Tagen weiter engmaschig beobachten — ob auch die neurologischen Befunde langfristig unauffällig bleiben, wird sich erst nach weiteren Untersuchungen zeigen.

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