Es war eine Szene, die Millionen Zuschauer auf RTL verfolgten: Aleks Petrovic saß bei “Temptation Island VIP” neben seiner damaligen Freundin Christina Dimitriou – und verliebte sich vor laufenden Kameras in eine andere Frau. Verführerin Vanessa Nwattu. Der Wechsel von einer Beziehung in die nächste vollzog sich nicht im Verborgenen, sondern mitten im Rampenlicht des deutschen Reality-TVs.
Rund drei Jahre später liegt auch diese zweite Beziehung in Trümmern – mit juristischem Nachspiel. Und ausgerechnet jetzt, mit 35 Jahren, zieht Petrovic eine Konsequenz, die viele seiner Fans überraschen dürfte: Er will raus aus dem Reality-Game. Doch warum nun, und wie glaubwürdig ist dieser Abschied wirklich?
Vom “Temptation Island”-Drama zur gerichtlichen Unterlassung
Die Beziehung mit Vanessa Nwattu, mit der Petrovic zeitweise verlobt war, endete nicht still. Nwattu erhob nach der Trennung öffentlich schwere Vorwürfe gegen ihren Ex: Sie sprach von emotionalem Missbrauch und aggressivem Verhalten. Petrovic wehrte sich juristisch. Eine gerichtliche Unterlassung untersagt Nwattu seither, entsprechende Aussagen öffentlich zu wiederholen.
Petrovic selbst beschreibt sich als “maskulinen Mann der alten Schule” – ein Selbstbild, das in seiner Biografie aus dem Jahr 2024 mit dem Titel “Maskulin ohne Maske” vertieft wird. Darin will er Männern vermitteln, Haltung zu zeigen. Sein parallel erschienenes Kinderbuch “Baddie” behandelt Selbstvertrauen und den Mut, einen eigenen Weg zu gehen – eine Botschaft, die er nun offenbar auch auf sich selbst anwendet.
Fußballklub auf Mallorca: Mit Thorsten Legat in Richtung La Liga
Petrovic hat sich längst nicht nur im TV-Betrieb umgetan. Gemeinsam mit Ex-Bundesliga-Profi Thorsten Legat gründete er auf Mallorca den Fußballverein Germania Mallorca. Das erklärte Motto lautet “From Zero to La Liga” – innerhalb von zehn Jahren soll der Klub den Aufstieg in Spaniens höchste Spielklasse schaffen.
Dazu kommen Auftritte in Formaten wie “Fame Fighting International”, wo er sich nicht nur als Gesicht, sondern auch als Sportsmann inszeniert. Die Palette an Projekten zeigt: Petrovic baut systematisch ein Standbein jenseits der klassischen Reality-Show auf.
„Deswegen muss ich aus dem Reality-Game raus” – Petrovics klare Ansage
Im Interview-Format “Klartext Marc” wurde Petrovic ungewohnt offen. “Ich bin jetzt Mitte 30. Mein größtes Ziel ist es, eine Frau zu finden und eine Familie zu gründen”, sagte er dort. Die Konsequenz, die er daraus zieht, klingt eindeutig: “Deswegen muss ich aus dem Reality-Game raus, damit ich die richtige Frau anziehe.”
Besonders aufschlussreich ist, wen er dabei ausdrücklich ausschließt: Eine weitere Beziehung mit einer Reality-Kollegin will er nach eigenen Angaben vermeiden. Wer aus der Öffentlichkeit kommt, bringe zu viel Lärm mit – das hat er offenbar als Lehre aus den vergangenen Jahren gezogen.
Dschungelcamp als einzige Ausnahme – wie vollständig ist der Rückzug?
Ganz ohne Kameras will Petrovic dann doch nicht auskommen. Seriösere TV-Formate schloss er für die Zukunft nicht aus. Und für eine bestimmte Sendung würde er sogar sofort eine Ausnahme machen: das Dschungelcamp, also Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! auf RTL.
Dieser Vorbehalt wirft eine berechtigte Frage auf. Das Dschungelcamp gilt als eines der kompromisslosesten Reality-Formate überhaupt – kaum Privatsphäre, maximale Exposition, konstantes Drama. Wer genau dort eine Ausnahme einplant, meint mit “Rückzug” offenbar etwas Selektives.
Was vom Reality-Star bleibt – und was Petrovic mit 35 wirklich will
Petrovics Bilanz nach mehreren Jahren Reality-TV lässt sich so zusammenfassen:
- Teilnahme an “Temptation Island VIP” mit Freundin Christina Dimitriou
- Beziehung mit Verführerin Vanessa Nwattu, Verlobung, Trennung im Streit
- Gerichtliche Unterlassung gegen Nwattu nach öffentlichen Vorwürfen
- Auftritte in “Fame Fighting International” und weiteren Formaten
- Buchveröffentlichungen: “Maskulin ohne Maske” (Sachbuch) und “Baddie” (Kinderbuch)
- Gründung von Germania Mallorca gemeinsam mit Thorsten Legat
Der 35-Jährige hat seit seinem ersten TV-Auftritt eine Wandlung durchgemacht, die er selbst nun öffentlich benennt. Ob der angekündigte Abschied vom Reality-Betrieb tatsächlich dauerhaft ist oder lediglich eine Pause vor dem nächsten Format, bleibt vorerst offen – die Dschungelcamp-Türe hat er jedenfalls ausdrücklich nicht zugeschlagen.



