Sonnenbrillen Sommer 2026: 7 Modelle zwischen 6 € und 350 €, die jetzt jeder trägt

Draußen vor einem Wiener Café, Temperaturen knapp über 30 Grad, und die Hälfte der Leute an den Nebentischen trägt im Grunde dieselbe Brille — nur in verschiedenen Preisklassen. Das ist kein Zufall. Sommer 2026 hat seine Siegerformen bereits gefunden, und sie kommen ausnahmslos aus der Vergangenheit: die Siebziger, die Neunziger, die frühen Nullerjahre.

Zwischen 6 Euro bei Primark und 350 Euro bei Silhouette liegt dabei ein erstaunlich breites Angebot, das dieselben Silhouetten wiederholt. Welche Formen dominieren, welche Marken punkten — und wofür lohnt sich das Geld wirklich?

70er-Jahre-Comeback: Warum breite Rahmen und runde Gläser die Saison beherrschen

Die Leitform des Sommers 2026 kommt aus dem Jahrzehnt der Schlaghosen. Der österreichische Brillenspezialist Silhouette macht das mit seinem Modell Dora Two aus der Iconic Shades Collection besonders deutlich: breite, leicht überdimensionierte Fassung, warmes Retro-Feeling, Preis 350 Euro. Das ist die Premiumversion eines Trends, der sich durch alle Segmente zieht.

Runde Gläser gehören ebenfalls zur 70er-Welle. Die Sonnenbrille Baradoz F12 von Marcel Ostertag um 99,95 Euro setzt genau darauf: konsequent kreisrunde Gläser, schmaler Metallrahmen in Silber. Wer den Look kennt, erkennt die Referenz sofort — John Lennon lässt grüßen.

Pilotenbrillen 2026: Von Marcel Ostertag bis Ray-Ban Aviator

Pilotenbrillen waren nie wirklich weg, aber dieser Sommer verleiht ihnen eine neue Schärfe. Marcel Ostertags Ghaala R31 um 99,95 Euro übersetzt die klassische Tropfenform in eine breitere, fast dramatische Variante mit deutlichem 70er-Einschlag — das ist mehr Roma-Holiday als Cockpit.

Wer es klassischer mag: Der Ray-Ban Aviator, erhältlich bei Pearle Austria um 163 Euro, bleibt die unangefochtene Referenz. Goldener Metallrahmen, leicht getönte Gläser — ein Modell, das seit Jahrzehnten funktioniert und heuer wieder auf jeder zweiten Nase sitzt.

90er-Minimalismus: Die schmale Metallbrille für unter 10 Euro

Kleiner, schmaler, kantiger. Das Gegenmodell zu den üppigen 70er-Formen kommt direkt aus den Neunzigern. Primark bedient diesen Trend mit dem Slim Metal Hex für gerade einmal 6 Euro — eine der günstigsten Möglichkeiten, saisonal aktuell zu sein, ohne groß nachzudenken.

Die Fassung ist schmal, die Gläser winzig, der Gesamtauftritt betont dezent. Ob das dem UV-Schutz genügt, ist eine andere Frage — wer die Brille primär als Accessoire trägt, findet hier ein unkompliziertes Saisonmodell.

Y2K-Ästhetik ohne Rahmen: Das rahmlose Modell als Stilaussage

Die frühen Nullerjahre sind modisch vollständig rehabilitiert. Marcel Ostertags Swargam K13 um 99,95 Euro zeigt das rahmlose Sonnenbrillenprinzip, das damals Paris Hilton und Co. am Strand trug — heute rosa getönt, randlos, mit minimaler Bügelkonstruktion. Es klingt gewagt, funktioniert aber als bewusster Kontrapunkt zu den schweren 70er-Fassungen.

Rahmenlose Brillen verlangen ein gewisses Selbstbewusstsein beim Tragen, weil die Gläser allein sprechen müssen. Genau das ist der Punkt.

Fette Rahmen als Statement: Balenciaga bei Fielmann für 188 Euro

Am anderen Ende der Formskala steht das Maximalmodell: Balenciaga BB0369SK, erhältlich bei Fielmann Österreich um 188 Euro. Breite, wuchtige Kunststofffassung, ausdrucksstarker Auftritt — das ist bewusste Überzeichnung, kein Versehen.

Fielmann bietet das Modell österreichweit in seinen Filialen an, was die Zugänglichkeit erhöht. Bei einer Designerbrille in diesem Preissegment empfiehlt sich ein Kauf mit Anprobe, allein schon wegen der Passform solch massiver Fassungen.

Die Preisspanne im Überblick: Was kosten die Trendmodelle des Sommers 2026?

Die Auswahl zeigt deutlich, dass der aktuelle Brillentrend keine feste Budgetgrenze kennt. Hier sind alle sieben Modelle mit ihren Preisen:

  • Silhouette Dora Two (Iconic Shades Collection) — 350 Euro
  • Marcel Ostertag Ghaala R31 (Pilotenbrille) — 99,95 Euro
  • Marcel Ostertag Baradoz F12 (runde Fassung) — 99,95 Euro
  • Marcel Ostertag Swargam K13 (rahmenlos, Y2K) — 99,95 Euro
  • Balenciaga BB0369SK bei Fielmann — 188 Euro
  • Ray-Ban Aviator bei Pearle Austria — 163 Euro
  • Primark Slim Metal Hex — 6 Euro

Der Abstand zwischen dem günstigsten und dem teuersten Modell beträgt 344 Euro — die Grundform dahinter ist in mehreren Fällen nahezu identisch. Wer die 70er-Pilotenform will, zahlt zwischen 99,95 und 163 Euro, je nach Markenpräferenz.

Was die Auswahl für den restlichen Sommer noch bringen wird: Ob die rahmenlosen Y2K-Modelle denselben Durchbruch schaffen wie die Piloten- und Retro-Formen, zeigt sich erfahrungsgemäß erst im August, wenn die zweite Saisonwelle in den Handel rollt.

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