Es war ein Abschied mit Hintertür. Mitte August stand Sasa Kalajdzic noch in der Raiffeisen Arena und verabschiedete sich vom LASK – und doch klang seine Wortwahl an jenem Abend nicht endgültig. Zwei Wochen später verdichten sich die Zeichen, dass der österreichische Teamstürmer tatsächlich nach Linz zurückkehrt.
Laut einem Bericht des englischen Mediums “Express & Star” soll der 29-Jährige ablösefrei von den Wolverhampton Wanderers zum amtierenden österreichischen Doublesieger wechseln. LASK-Trainer Didi Kühbauer bestätigte den bevorstehenden Transfer am Samstag gegenüber “Sky” – womit die Frage nicht mehr lautet, ob Kalajdzic zurückkommt, sondern wann genau die Unterschrift fällt.
Kalajdzic kehrt ablösefrei zurück – mit einer Klausel für Wolverhampton
Der Deal hat eine klare Struktur: Kalajdzic wechselt ohne Ablöse nach Linz, doch Wolverhampton sichert sich laut dem Bericht eine Weiterverkaufsklausel in Höhe von 50 Prozent an einem künftigen Transfererlös. Für den LASK bedeutet das: kein Kaufpreis jetzt, aber eine erhebliche finanzielle Beteiligung der Engländer, sollte Kalajdzic den Verein irgendwann wieder verlassen.
In Wolverhampton spielte der Zwei-Meter-Stürmer für die laufende Saison keine Rolle mehr. Gespräche mit mehreren Klubs über seine sportliche Zukunft hatte er zuletzt geführt – am Ende führte der Weg wieder nach Oberösterreich.
Schlüsselspieler beim Double: Was Kalajdzic dem LASK bereits gebracht hat
Kalajdzic ist kein Unbekannter in der Raiffeisen Arena. In der vergangenen Saison war er von den Wolves nach Linz verliehen worden und gehörte zu den Leistungsträgern jener Mannschaft, die sowohl die österreichische Bundesliga-Meisterschaft als auch den ÖFB-Cup gewann. Das Double – in Österreich ein seltenes Kunststück – ist also auch sein Verdienst.
Die Verbindung zwischen Spieler und Klub ist demnach keine kalte Geschäftsbeziehung. Kalajdzic kennt das System von Trainer Kühbauer, kennt die Mitspieler, kennt die Stadt. Das beschleunigt Integrationen, die bei Wintertransfers oder späten Sommerverpflichtungen oft Wochen kosten.
Champions League als entscheidender Faktor für die Rückkehr nach Linz
Noch bei seiner Verabschiedung im August hatte Kalajdzic betont, „zurück in diese Sphären, in diese Ligen” zu wollen, wo er hingehöre. Ein klarer Hinweis auf den europäischen Spitzenfußball – und genau das hat der LASK nun zu bieten. Nach der überraschenden Qualifikation für die Ligaphase der UEFA Champions League stiegen die Spekulationen über eine Rückkehr schlagartig an.
Die Champions League ist das Argument, das alles andere überstrahlt. Für einen Nationalspieler, der wieder auf der großen Bühne stehen will, ist Linz mit Champions-League-Fußball plötzlich keine Kompromisslösung mehr – sondern eine ernsthafte Option.
Was Kühbauer und LASK-CEO Gruber öffentlich sagten
LASK-CEO Siegmund Gruber bezeichnete eine Verpflichtung am Samstag noch gegenüber “Sky” als “richtig schwer”, erklärte aber in einem Atemzug, dass “Tür und Tor” offen stünden. Das klingt nach bewusstem Understatement kurz vor dem Abschluss. Trainer Didi Kühbauer ließ wenig später keinen Zweifel mehr: Der Transfer stehe bevor.
Kalajdzic selbst hatte bei seiner Verabschiedung im August die Formulierung gewählt: “Grundsätzlich weiß man nie im Leben – deswegen mache ich mir nie eine Tür zu.” Diese Tür steht nun offenbar weit offen.
Was die Rückkehr für den ÖFB-Star bedeutet – und was noch offen bleibt
Für Kalajdzic persönlich wäre die Rückkehr eine klare Aussage: lieber Stammspieler in der Champions League als Reservist in der Premier League. Mit 29 Jahren ist er in einem Alter, in dem Spielzeit keine verhandelbare Größe mehr ist, sondern schlicht notwendig – für die Form, für die Nationalmannschaft, für die eigene Karriere.
- Ablöse: null Euro für den LASK
- Weiterverkaufsklausel: 50 Prozent für Wolverhampton
- Alter des Spielers: 29 Jahre
- Vorherige Leihe: Saison 2025/26, endete mit Meistertitel und Cup-Sieg
- Wettbewerb für den LASK: UEFA Champions League, Ligaphase
Unklar ist bislang, wann genau der Vertrag unterzeichnet wird und ob Kalajdzic noch rechtzeitig für die anstehenden Pflichtspiele des LASK einsatzbereit ist.
Ob er beim ersten Champions-League-Heimspiel des LASK in der Raiffeisen Arena bereits auf dem Platz steht, entscheiden die nächsten Tage.



