Unfall Krems Feuerwehr: Pkw überschlägt sich am 17. August direkt vor der Hauptwache

Montagabend, 17. August, kurz nach Einbruch der Dämmerung: Auf der Auffahrt zur Bundesstraße B3 in Krems an der Donau verliert ein Autofahrer die Kontrolle über seinen Pkw. Das Fahrzeug kommt von der Fahrbahn ab, überschlägt sich — und bleibt keine 50 Meter von der Feuerwehr-Hauptwache Krems entfernt auf dem Dach liegen.

Was wie ein Albtraum-Szenario klingt, endete glimpflicher als befürchtet. Doch bis zur Entwarnung vergingen knapp 90 Minuten — und die Ersthelfer mussten nicht erst anrücken, sie standen bereits direkt vor Ort.

Direkt vor der Feuerwehr-Hauptwache Krems: Der Moment des Überschlags

Mehrere Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Krems-Hauptwache befanden sich zum Zeitpunkt des Unfalls im Bereitschaftsraum des Gebäudes. Den Knall und das Schleifen von Metall auf Asphalt hörten sie sofort. Noch bevor ein offizieller Alarm ausgelöst wurde, eilten die Feuerwehrmänner zum auf dem Dach liegenden Wrack.

Einer der anwesenden Kameraden verständigte umgehend die Bereichsalarmzentrale. Weil zunächst völlig unklar war, ob der Lenker im Fahrzeug eingeklemmt war, löste die Zentrale Alarm für eine mögliche Menschenrettung aus — ein Standardverfahren bei Fahrzeugüberschlägen, das die Landesfeuerwehrverbände Niederösterreich für solche Einsatzlagen vorschreiben.

Alarm für Menschenrettung: Krems-Süd und Hauptwache rücken aus

Binnen weniger Minuten wurden sowohl die Feuerwache Krems-Hauptwache als auch die Wache Krems-Süd zu einer möglichen Menschenrettung alarmiert. Der Einsatz entwickelte sich jedoch schnell in eine andere Richtung. Der Lenker hatte den verunfallten Pkw bereits selbstständig verlassen — er blieb unverletzt.

Die bereits anrückenden Kräfte der Wache Krems-Süd konnten daraufhin storniert werden. Dennoch standen am Ende des Einsatzes insgesamt 21 Feuerwehrmitglieder im Einsatz — ein Aufgebot, das die Größe des Unfallbildes und die notwendige Bergungsarbeit widerspiegelt.

Bergung mit Kran: So wurde das Unfallauto geborgen

Nachdem die Polizei die Unfallaufnahme abgeschlossen hatte, übernahm die Feuerwehr die aufwendige Bergung. Das Vorgehen gliederte sich in drei klar definierte Schritte:

  1. Das auf dem Dach liegende Fahrzeug wurde mithilfe eines Krans angehoben und wieder auf die Räder gestellt.
  2. Die Einsatzkräfte verluden den stark beschädigten Pkw auf ein Berge-Plateau.
  3. Das Fahrzeug wurde anschließend zu einem gesicherten Abstellplatz gebracht.

Der gesamte Bergungsvorgang dauerte rund 90 Minuten. Auch das Rote Kreuz war vor Ort und untersuchte den Lenker vorsorglich — eine weitere medizinische Behandlung war nicht erforderlich.

Lenker bleibt unverletzt: Ein glimpfliches Ende eines spektakulären Unfalls

Dass der Fahrer den Überschlag ohne Verletzungen überstand, darf als außergewöhnlich glücklicher Ausgang gelten. Fahrzeugüberschläge zählen laut Statistik Austria zu den besonders schwerwiegenden Unfallarten auf österreichischen Straßen — die Überlebenschancen hängen stark von Geschwindigkeit, Fahrzeugtyp und dem Anlegen des Sicherheitsgurts ab.

Die genaue Unfallursache — ob überhöhte Geschwindigkeit, ein Fahrfehler oder ein technisches Gebrechen — war am Abend des 17. August noch nicht abschließend geklärt. Die Polizei Krems hat die Ermittlungen aufgenommen.

Was nach dem Einsatz offen bleibt

Die Feuerwehr Krems-Hauptwache und Krems-Süd kehrten nach rund eineinhalb Stunden in ihre Wachen zurück. Der Streckenabschnitt auf der B3-Auffahrt war während der Bergungsarbeiten gesperrt und wurde im Anschluss von Straßendienst-Mitarbeitern gereinigt.

Die Ermittlungen der Polizeiinspektion Krems zur genauen Unfallursache laufen noch — ob dem Lenker ein Fahrfehler angelastet wird oder ob technische Defekte am Fahrzeug eine Rolle gespielt haben, wird die Auswertung der Spuren an der Unfallstelle zeigen.

Scroll to Top