Dion Beljo, CL-Playoffs: Wie ein Ex-Rapidler Dinamo retten wollte – und das 2:0 nicht reichte

Sechste Minute im Maksimir-Stadion, und Dion Beljo hatte die Aufgabe bereits halb erledigt. Der ehemalige Rapid-Wien-Stürmer nahm eine Vorlage von Matteo Perez Vinlöf auf – auch er mit österreichischer Vergangenheit, nämlich bei Austria Wien – und traf zur frühen Führung für Dinamo Zagreb im Champions-League-Playoff-Hinspiel gegen Viking Stavanger.

Was folgte, klang zunächst nach einer klaren Angelegenheit: Vier Minuten später erhöhte Mateo Lisica auf 2:0, und Dinamo schien den Aufstieg in die Ligaphase fest im Griff zu haben. Doch bis zum Abpfiff war von dieser Gewissheit nichts mehr übrig – und das Rückspiel kommende Woche ist völlig offen.

Beljoschnelle Führung: Der Treffer in der 6. Minute

Beljo war der Mann des frühen Abends in Zagreb. Perez Vinlöfs präziser Pass in die Tiefe, und der kroatische Stürmer ließ Viking-Keeper keine Chance. Es war ein Treffer, der Dinamos Heimpublikum sofort aufhorchen ließ – und der österreichischen Bundesliga-Gemeinde einen bekannten Namen wieder in Erinnerung rief.

Die Vorlage von Perez Vinlöf war dabei kein Zufall: Der frühere Austria-Profi gehört zu Dinamos verlässlichsten Kreativkräften. Zwei österreichische Bundesliga-Abgänger in einer einzigen Torkombination – das Hinspiel trug an diesem Dienstagabend, dem 18. August 2026, unverkennbar österreichische Handschrift.

Das 2:0 hielt nur 20 Minuten: Vikings Comeback noch vor der Pause

Dinamo hatte die Partie scheinbar im Griff, als Peter Christiansen in der 26. Minute zum 1:2 traf. Zagreb wankte, fing sich aber kurz – bis Zlatko Tripic in der 39. Minute mit Vikings erst zweiter Torchance den 2:2-Ausgleich erzielte. Zwei Treffer in 13 Minuten, und der vermeintlich sichere Vorsprung war Geschichte.

Nach dem Pausenpfiff fiel kein Tor mehr. Dinamo drängte, Viking verteidigte konzentriert. Das Endergebnis von 2:2 spiegelt eine Partie wider, in der die Gastgeber 45 Minuten lang dominierten und danach die Kontrolle verloren.

Österreich-Bezug auch bei Fenerbahce gegen Lyon: Bacher auf der Bank

Das zweite Playoff-Hinspiel des Abends zwischen Fenerbahce Istanbul und Olympique Lyon endete ebenfalls 1:1. Lois Openda brachte die Franzosen in der 40. Minute in Führung, Mason Greenwood glich unmittelbar nach der Pause aus. Österreichs ÖFB-Legionär Manuel Bacher begann die Partie für Lyon auf der Ersatzbank.

Ebenfalls zunächst nicht in der Startelf: der frühere Red-Bull-Salzburg-Profi Mads Bidstrup sowie Mohamed Ouedraogo, der einst für den SC Rheindorf Altach auflief. Alle drei Österreich-Legionäre blieben damit in den entscheidenden Phasen des Hinspiels außen vor.

Torloser Abend in Sofia: Levski und AEK Athen ohne Treffer

Das dritte Hinspiel des Abends lieferte die wenigste Dramatik – zumindest in Sachen Tore. Levski Sofia und AEK Athen trennten sich 0:0. Chancen auf beiden Seiten blieben ungenutzt, ein Treffer wollte in der bulgarischen Hauptstadt nicht fallen.

Damit geht auch dieses Duell völlig offen in das Rückspiel nächste Woche. Für AEK bedeutet das Auswärts-Remis eine solide Ausgangslage – für Levski Sofia die Chance, das Weiterkommen vor eigenem Publikum zu erzwingen.

Alle drei Rückspiele völlig offen – Dinamo braucht Auswärtstreffer

Der Dienstagabend endete mit einem ungewöhnlichen Ergebnis: Alle drei Playoff-Hinspiele blieben unentschieden. Kein einziges der sechs Teams hat eine Vorentscheidung erzwingen können. Für die Rückspiele kommende Woche bedeutet das:

  • Dinamo Zagreb muss bei Viking Stavanger mindestens einen Treffer erzielen, um die Verlängerung zu vermeiden
  • Olympique Lyon reist mit einem Auswärtstor nach Istanbul – ein 0:0 würde Fenerbahce weiterbringen
  • AEK Athen empfängt Levski Sofia und kann mit einem Heimsieg in die Gruppenphase einziehen
  • Levski Sofia braucht in Athen mindestens einen Treffer, um die Verlängerung zu erzwingen

Für Dinamo Zagreb ist die Ausgangslage trotz des verschenkten Heimvorteils nicht hoffnungslos. Ein Auswärtstor in Stavanger würde die Norweger unter Zugzwang setzen. Ob Beljo dann erneut der entscheidende Mann ist, bleibt abzuwarten.

Die Rückspiele der Champions-League-Playoffs finden kommende Woche statt – für alle drei Duellen ist dann eine Vorentscheidung fällig.

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