Am 26. Juni 2026 aktualisierte Apple seinen österreichischen Online-Store — und wer in den Wochen davor noch gezögert hatte, ärgert sich seither. Das günstigste MacBook der Produktpalette, das MacBook Neo, kostet ab sofort 799 Euro statt der bisherigen 699 Euro. Hundert Euro mehr, von einem Tag auf den anderen, ohne neues Modell, ohne neue Ausstattung.
Doch das ist erst der Anfang. Beim Mac Studio mit M3 Ultra springt der Preis gleich um 2.000 Euro nach oben — von 4.999 auf 6.999 Euro, ein Aufschlag von 40 Prozent. Wer genau zugreift und wer bis September noch zuwarten sollte, hängt davon ab, welches Gerät auf der Wunschliste steht.
Was hinter den Preiserhöhungen steckt: der KI-Boom und knappe Speicherchips
Der Auslöser ist nicht ein neues Apple-Modell, sondern ein globaler Engpass. Speicherchips — insbesondere der schnelle NAND-Flash-Speicher, der in MacBooks und iPads verbaut wird — werden seit Monaten von KI-Rechenzentren weltweit aufgekauft. Die Nachfrage übersteigt die Produktion, die Großhandelspreise steigen, und Apple gibt diese Mehrkosten direkt an die Endkunden weiter.
Laut Berichten des deutschen Fachportals macwelt.de sind die Preisanpassungen kein vorübergehendes Phänomen, sondern spiegeln strukturell gestiegene Bauteilkosten wider. Im Schnitt verteuerten sich Mac-Modelle um 12 bis 16 Prozent — beim Mac Studio mit M3 Ultra sind es, wie erwähnt, volle 40 Prozent.
Mac Studio und iMac: Wo der Aufschlag am härtesten trifft
Die drastischste Einzelerhöhung betrifft den Mac Studio mit M3 Ultra, der von 4.999 auf 6.999 Euro klettert. Wer dieses Gerät für Video- oder Musikproduktion angeschafft hätte, zahlt nun so viel mehr wie ein gebrauchtes Einsteiger-MacBook kostet.
Auch der iMac trifft österreichische Haushalte spürbar: Er steigt von 1.499 auf 1.799 Euro. MacBook Air und MacBook Pro wurden ebenfalls angehoben, genaue Einzelpreise folgen laufend der Aktualisierung im Apple Store Österreich.
Speicher-Upgrades: Die versteckten Mehrkosten beim Kauf
Besonders schmerzhaft wirken sich die Preisänderungen bei Konfigurationsoptionen aus. Wer beim MacBook Air M5 mehr Speicher ordert, zahlt nun merklich drauf:
- 1 TB Flash-Speicher: 330 Euro Aufpreis (bisher 250 Euro)
- 2 TB Flash-Speicher: 880 Euro Aufpreis (bisher 750 Euro)
- iPad, iPad Air, iPad mini — 256 GB: 230 Euro Aufpreis
- iPad, iPad Air, iPad mini — 512 GB: 380 Euro Aufpreis
Das bedeutet: Wer ein MacBook Air mit 2 TB bestellt, zahlt allein für den Speicher 130 Euro mehr als noch vor wenigen Wochen. Bei Profi-Konfigurationen summieren sich die Mehrkosten rasch auf mehrere Hundert Euro.
iPads, HomePod mini und Apple TV: Auch Zubehör bleibt nicht verschont
Die Preiserhöhungen beschränken sich nicht auf Macs. Sämtliche iPad-Modelle sind betroffen, ebenso der HomePod mini und die Apple-TV-Streaming-Box. Konkrete neue Listenpreise für diese Geräte aktualisiert Apple laufend im österreichischen Store — wer eines dieser Produkte plant, sollte den aktuellen Preis vor dem Kauf gezielt prüfen.
Immerhin: Die aktuellen iPhone-Modelle bleiben vorerst zu ihren bisherigen Preisen erhältlich. Das dürfte für viele Konsumentinnen und Konsumenten eine gewisse Erleichterung sein.
iPhone-Preise im Herbst: Was Apple für September ankündigt
Die Ruhe bei den iPhones ist allerdings befristet. Apple-Chef Tim Cook hatte bereits im Vorfeld signalisiert, dass auch bei den neuen iPhone-Modellen, die traditionell im September vorgestellt werden, mit Aufschlägen zu rechnen ist. Der Grund ist derselbe: gestiegene Chipkosten, die sich durch die gesamte Produktpalette ziehen werden.
Für österreichische Konsumentinnen und Konsumenten, die ein neues iPhone planen, stellt sich damit die Frage, ob ein Kauf des aktuellen Modells noch zu heutigen Preisen sinnvoll sein kann — bevor die September-Ankündigung die Lage verändert.



